Das besondere Rezept Schnelle Salzzitronen

| | 18.03.2026 10:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Schnell angesetzt, vielfältig verwendbar. Die schnellen Salzzitronen peppen eine Vielzahl an Gerichten auf. Foto: AdobeStock
Schnell angesetzt, vielfältig verwendbar. Die schnellen Salzzitronen peppen eine Vielzahl an Gerichten auf. Foto: AdobeStock
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Klassische Salzzitronen brauchen Zeit und viel Platz im Kühlschrank. Es geht aber auch anders. Wie das funktioniert, und was man mit den Salzzitronen machen kann, lesen Sie hier.

Ostfriesland - Ich war Anfang des Jahres in einem Restaurant zu Gast, das sich auf das Haltbarmachen von Lebensmitteln spezialisiert hat, und konnte dort Salzzitronen probieren. Danach stand fest, dass ich das unbedingt einmal nachmachen möchte. Dafür brauchte ich jedoch eine platzsparende Alternative, die ich bei dem Blog www.sonachgefuehl.de gefunden habe.

Was sind Salzzitronen?

Ursprünglich stammen die Salzzitronen aus der nordafrikanischen Küche. Durch das Einlegen in Salz hat man sie haltbar gemacht. Sie zeichnen sich durch einen intensiv würzigen Geschmack aus und sind weniger sauer als klassische Zitronen. Klassischerweise nimmt man zur Herstellung ganze Zitronen, die man einschneidet und in großen Einmachgläsern mindestens drei bis vier Wochen ziehen lässt. Mit diesem Rezept geht es aber deutlich schneller und platzsparender.

So wird‘s gemacht

Für ein Glas Salzzitronen benötigen wir

  • zwei ungespritzte Bio-Zitronen
  • 3 EL Salz
  • 2 EL Zucker
  • extra Zitronensaft (optional)

Die Zitronen müssen erst einmal mit heißem Wasser gründlich abgespült werden. Anschließend schneidet man sie in sehr dünne Scheiben, entfernt die Kerne und legt eine Lage Zitronenscheiben in eine Schüssel. Salz und Zucker mischt man zusammen und streut anschließend eine dünne Schicht auf die Zitronenscheiben. Dann schichtet man die nächste Lage Zitronenscheiben in die Schüssel und bestreut sie wieder mit der Salz-Zucker-Mischung. So verfährt man, bis alle Zitronenscheiben geschichtet und mit Salz bedeckt sind. Man kann die Zitronenscheiben auch direkt in ein Einmachglas schichten und mit der Salz-Zucker-Mischung bestreuen. Das würde ich beim nächsten Mal machen. Das Glas sollte dann möglichst einen ähnlichen Durchmesser wie die Zitronenscheiben haben, damit zum Schluss auch alles mit dem eigenen Saft bedeckt ist.

Wer bei Salz und Zitronen bislang nur an Tequila dachte, sollte die eingelegten Salzzitronen unbedingt ausprobieren. Foto: König
Wer bei Salz und Zitronen bislang nur an Tequila dachte, sollte die eingelegten Salzzitronen unbedingt ausprobieren. Foto: König

Die Zitronenscheiben deckt man anschließend mit Frischhaltefolie ab und beschwert sie von oben, damit sie im eigenen Saft liegen können. Dafür habe ich einfach eine Schüssel auf die Folie gestellt. Man kann aber auch einen Ziplock-Beutel mit Wasser füllen und auf die Frischhaltefolie legen.

Die Zitronenscheiben müssen dann drei Tage auf der Fensterbank stehen. In dieser Zeit bildet sich auch die Flüssigkeit. Jeden Tag gießt man mit einem Löffel die Flüssigkeit über die oberste Zitronenscheibenschicht, damit alles gut benetzt ist. Nach etwa drei Tagen sind die Zitronenschalen deutlich weicher geworden und es sollte sich eine sirupartige Flüssigkeit gebildet haben.

Jetzt kann man die Zitronenscheiben inklusive Flüssigkeit in ein sterilisiertes Einmachglas füllen. Sie sollten zum Schluss komplett in der Flüssigkeit liegen. Wenn das nicht der Fall ist, füllt man das Glas noch mit frischem Zitronensaft auf. Wichtig ist, dass die Zitronenscheiben nicht an der Luft sind, sondern komplett in der Flüssigkeit schwimmen. Da ich keine Zitronen mehr hatte, habe ich das Glas mit einem Schuss heißem Wasser aufgefüllt. Jetzt wandern die Zitronenscheiben in den Kühlschrank und können verwendet werden. Meine Zitronenscheiben sind mittlerweile zwei Monate alt und immer noch im Einsatz. Ich entnehme die Scheiben mit einer sauberen Gabel und achte darauf, dass die restlichen Zitronenscheiben immer komplett in der Flüssigkeit liegen.

Salzzitronen passen hervorragend zu Hähnchen und vielen weiteren Gerichten. Foto: Pixabay
Salzzitronen passen hervorragend zu Hähnchen und vielen weiteren Gerichten. Foto: Pixabay

Was macht man mit Salzzitronen?

Man nutzt die ganze Zitronenscheibe, der meiste Geschmack kommt aus der Schale. Durch das Einlegen sind sie würzig-salzig, aber auch sehr zitronig, ohne sauer zu sein. Die Schale hat auch kaum noch Bitternoten.

Ganz klassisch verwendet man Salzzitronen in Tajine-Gerichten. Sie passen aber hervorragend zu allen Schmorgerichten mit Hähnchen und Reis (da lege ich die ganzen Scheiben aufs Hähnchen), man kann sie aber auch kleinschneiden und als Marinade für Hähnchen verwenden (mit Öl, optional Knoblauch und weiteren Kräutern).

Man kann mit den kleingeschnittenen Zitronenscheiben auch Couscous-Salate, Hummus oder Dips verfeinern oder sie für Pasta mit Zitronensauce oder Risotto verwenden. Auch in Tomatensaucen machen sie sich sehr gut. Chimichurri und Guacamole bekommen durch Salzzitronen ebenfalls eine besondere Note. Die Flüssigkeit kann man zum Schluss auch verwenden, zum Beispiel für Salatdressings. Die Verwendungsmöglichkeiten sind wirklich sehr vielfältig, deshalb wird es sie jetzt immer in meinem Kühlschrank geben.

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