Ukraine-Krieg
Hilfsbereitschaft der Saterländer ist immens
Die Saterländer spenden Hilfsgüter für ukrainische Kriegsflüchtlinge in Polen. Die Bereitschaft ist enorm. Am Sonnabend ist das Rathaus von 9 bis 13 Uhr geöffnet, um weitere Sachspenden anzunehmen.
Saterland/Ramsloh - Während der Krieg in der Ukraine weiter zu eskalieren droht, ist auch in der Gemeinde Saterland die Bereitschaft sehr groß, ukrainischen Kriegsflüchtlingen zu helfen: „Sie ist überwältigend“, sagte Bürgermeister Thomas Otto am Freitagabend. Seit Mittwoch kommen im Rathaus in Ramsloh zahlreiche Hilfsgüter an. Privatpersonen und Unternehmen spenden Bekleidung, Lebensmittel, Hygienartikel und Verbandszeug, aber auch Geld. Zudem wurden der Gemeinde bereits für einen geplanten Transport der Hilfsgüter Lastwagen angeboten.
Am Dienstag hatte Thomas Otto Kontakt mit der polnischen Partnerstadt des Saterlands, Sroda Slaska, aufgenommen und gefragt, ob und wie die Gemeinde Saterland helfen kann. In Sroda Slaska kommen wie in ganz Polen zahlreiche Geflüchtete aus der Ukraine an, überwiegend sind es Frauen und Kinder, so Otto. Sroda Slaska hat eine weitere Partnerschaft mit der ukrainischen Kommune Kamianka-Buzka. Auch dorthin sollen über Sroda Slaska Hilfsgüter transportiert werden. Neben Wohnraum werden in Polen für die Geflüchteten insbesondere Nahrung, Hygieneartikel und Verbandszeug benötigt.
Um weitere Hilfsgüter zu sammeln, ist das Rathaus auch an diesem Samstag von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Am Freitag nahm Otto die Hilfsgüter bis zum Abend in Empfang. An diesem Samstag wird der Verwaltungschef auch von Marianne Fugel unterstützt. Die 77-jährige Scharrelerin war bis Ende Oktober viele Jahre stellvertretende Bürgermeisterin des Saterlands.
Gemeinderat will 10.000 Euro freigeben
Vier Unternehmer haben für Hilfstransporte bereits drei Lastwagen angeboten: einen 7,5-Tonner, einen 22-Tonner und einen 40-Tonner-Sattelzug sowie einen Bus. Fahrer hätten sich auch bereits genügend gemeldet.
In der kommenden Woche, so Otto, werde der Rat eine Spendensumme aus dem Haushalt in Höhe von 10.000 Euro für diese Hilfsaktion genehmigen. Das hätten die Fraktionen bereits signalisiert. Von dem Geld sollen Lebensmittel für den Hilfstransport gekauft werden. „Lebensmitteld sind auch in Polen knapp, deshalb bringen wir sie hin“, so Otto.
In Absprache mit den Amtskollegen in Sroda Slaska würden die benötigen Waren eingekauft. Er stehe bereits mit einem Lebensmittel-Großhändler aus der Region in Kontakt. Wer Geld spenden möchte, könne dies mit dem Verwendungszweck „Spende für Flüchtlinge“ oder „Spende für Ukraine“ an die Gemeinde überwiesen oder im Rathaus abgeben.