Kirche  Martina Neubarth wird neue Pastorin in Rhauderfehn

| | 17.03.2026 06:57 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Martina Neubarth hält die Türklinke zur Hoffnungskirche in Westrhauderfehn schon in der Hand. Ab dem 1. Mai wird sie als Pastorin in der Dreieinigkeits-Kirchengemeinde Rhauderfehn beginnen. Foto: Henrik Zein
Martina Neubarth hält die Türklinke zur Hoffnungskirche in Westrhauderfehn schon in der Hand. Ab dem 1. Mai wird sie als Pastorin in der Dreieinigkeits-Kirchengemeinde Rhauderfehn beginnen. Foto: Henrik Zein
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Die 36-Jährige wechselt innerhalb des Kirchenkreises: Und zwar von Ostrhauderfehn/Holterfehn nach Rhauderfehn. Wie geht es künftig in ihrer bisherigen Gemeinde weiter?

Rhauderfehn/Ostrhauderfehn - Martina Neubarth wird zum 1. Mai 2026 neue Pastorin in der Dreieinigkeits-Kirchengemeinde Rhauderfehn. Das teilte Thomas Kersten, Superintendent des Kirchenkreises Rhauderfehn, mit. Neubarth wechselt damit innerhalb des Kirchenkreises. Sie ist seit August 2022 als Pastorin in der Kirchengemeinde Ostrhauderfehn/Holterfehn tätig.

Nach Angaben von Kersten hatte sich Neubarth auf die frei gewordene Stelle von Pastor Martin Sundermann beworben. Er war Ende 2025 in Ruhestand gegangen. Neubarth durfte dann am 22. Februar 2026 ihre Aufstellungspredigt in der Trinitatiskirche in Langholt halten. Langholt gehört neben Westrhauderfehn und Rhaude zu den drei Gemeinden der Dreieinigkeits-Kirchengemeinde. „Ein letzter formaler und noch ausstehender Akt ist nun die Bestätigung des Vorgangs durch die Landeskirche“, erklärt Kersten. Dieser sei aber nur noch Formsache. Wenn alles klappt, dann wird der Einführungsgottesdienst von Martina Neubarth am Sonntag, 17. Mai 2026, in Langholt stattfinden. Zuvor wird sich die Pastorin noch von ihrer bisherigen Kirchengemeinde verabschieden. Dieser Gottesdienst ist für Sonntag, 26. April 2026, ab 14.30 Uhr in der Petruskirche in Ostrhauderfehn geplant. Superintendent Kersten ist froh darüber, dass Pastorin Neubarth „mit ihren vielfältigen Gaben der Region erhalten bleibt und sich nicht an einen gänzlich anderen Ort beworben hat“.

„Ich durfte in meiner Rolle als Pastorin weiter wachsen“

Martina Neubarth freut sich im Gespräch mit dieser Zeitung auf ihre neue Aufgabe. „Die Stellenausschreibung hat mich sehr angesprochen. Die Dreieinigkeits-Kirchengemeinde Rhauderfehn und das dortige Team sind noch einmal größer als in Ostrhauderfehn und Holterfehn“, erklärt die 36-Jährige. In Rhauderfehn wird sie eine 100-Prozent-Vollzeitstelle antreten. Dort wird sie unter anderem mit den Pastoren Matthias Bokelmann und Frerich Dreesch-Rosendahl sowie Niklas Sonnenberg zusammenarbeiten. Neubarth ist verheiratet und hat drei Kinder.

An die Zeit in der Kirchengemeinde Ostrhauderfehn/Holterfehn hat sie viele positive Erinnerungen. „Ich blicke auf eine erlebnisreiche Zeit zurück, in der ich in meiner Rolle als Pastorin weiter wachsen durfte“, so Neubarth. Sie werde dort auch noch in den kommenden Monaten die Konfirmandengruppe KU4 zu Ende betreuen sowie die Fahrradfreizeit in den Sommerferien begleiten. Neubarth hofft, dass sich auch schnell jemand für ihre Nachfolge im Jugencafé Waggon findet. Dort hatte sie neben der 75-Prozent-Stelle in der Kirchengemeinde Ostrhauderfehn/Holterfehn noch eine 25-Prozent-Stelle.

Kirchenkreis muss sparen

Die Kirchengemeinde Ostrhauderfehn bereitet unterdessen bereits eine Stellenausschreibung vor und hofft, die Stelle zeitnah wieder besetzen zu können, wie Superintendent Thomas Kersten mitteilte. Gleichzeitig zeichnet sich im Kirchenkreis Rhauderfehn – wie auch in anderen Kirchenkreisen der Landeskirche – ab dem Jahr 2029 ein deutlicher Einschnitt ab: Es wird mit substanziellen Stellenkürzungen gerechnet.

Nach Angaben aus dem Kirchenkreis muss die Landeskirche bis 2035 voraussichtlich rund 30 Prozent auf allen Ebenen einsparen. Vor diesem Hintergrund werde in den drei Regionen des Kirchenkreises intensiv beraten, welche Formen der Zusammenarbeit künftig sinnvoll seien – und in welchen Strukturen sowie mit welchem hauptamtlichen Personal die kirchliche Arbeit langfristig organisiert werden könne.

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