Zwei feste Absteiger? Bezirksliga-Staffelleiter schafft Klarheit bei Abstiegsregelung
Die beiden ostfriesischen Fußball-Landesligisten GW Firrel und TuS Esens sind abstiegsbedroht. Was bedeutet das für die hiesige Bezirksliga?
Ostfriesland - Fußball-Funktionär Frank Schulte genoss die ruhige Zeit von Ende November bis Anfang Januar. Nur ganz selten wurde der Staffelleiter der ostfriesischen Herren-Bezirksliga von Vereinsvertretern kontaktiert. Und wenn doch, dann wollten sich diese zumeist nach der Abstiegsregelung in der Bezirksliga erkundigen. Deshalb war es Frank Schulte ein wichtiges Anliegen, am Donnerstag, 22. Januar, beim Bezirksliga-Staffeltag in Großefehn einmal für alle für Klarheit zu sorgen.
Demzufolge gibt es – egal wie es für GW Firrel und TuS Esens in der Landesliga läuft – zwei feste Bezirksliga-Absteiger. „Selbst wenn beide ostfriesischen Landesligisten absteigen sollten, bleibt es dabei, dass nach dieser Saison aus der Bezirksliga zwei Teams absteigen und ein Team in die Relegation muss“, sagte Schulte. „In der nächsten Saison würden wir dann mit Überhang, also mit 17 Teams, spielen.“ Dann würde es in der Saison 2026/27 drei feste Bezirksliga-Absteiger und einen Relegationsteilnehmer geben, um wieder auf die Sollzahl von 16 Bezirksligateams zu kommen.
Warum eine „Überhang-Lösung“ gilt
Aktuell stehen die ostfriesischen Landesligisten GW Firrel (12. Platz, 16 Punkte) und TuS Esens (14. Platz, 10 Punkte) auf einem Abstiegsplatz. Deshalb verfolgen Bezirksligisten das Abschneiden der ostfriesischen Landesliga-Vertreter ganz genau. Nun ist klar, dass es im Falle eines „ostfriesischen Doppel-Abstiegs“ aus der Landesliga keinen weiteren Absteiger aus der hiesigen Bezirksliga gibt. „Grundsätzlich ist die Regel schon immer so gewesen“, sagt Staffelleiter Frank Schulte. „Aber es wird immer wieder aufs Neue diskutiert, ob die Bezirksliga nicht pauschal immer aus 16 Teams bestehen sollte.“
Auch im Spielausschuss des Bezirks Weser-Ems seien solche Gedankenspiele diskutiert worden. Vor allem aus dem Grund der Planungssicherheit habe man sich weiterhin für die bestehende „Überhang-Lösung“ im Folgejahr entschieden. „Im Extremfall könnte es sonst ja sein, dass die Saison für einen selbst schon beendet ist, aber man nicht weiß, ob man in der Liga bleibt oder absteigt. Das wollen wir nicht“, führt Frank Schulte auf Nachfrage aus.
Warum bislang Unklarheit herrschte
In der Ausschreibung des NFV-Bezirks Weser-Ems für die fünf Bezirksligastaffeln steht zur Abstiegsregelung Folgendes: „Werden die maximalen Staffelstärken von 18 Mannschaften durch vermehrte Absteiger aus der Landesliga Weser-Ems in den jeweiligen Bezirksligastaffeln überschritten, so erhöht sich die Zahl der Absteiger in den jeweiligen Bezirksligastaffeln entsprechend.“
Da die Sollzahl der hiesigen Bezirksliga bekanntlich 16 ist und eine Überschreitung der in der Ausschreibung genannten maximalen Staffelstärke von 18 Teams gar nicht möglich ist, gab es nun Nachfragen.
Welche Szenarien es gibt
Firrel und Esens steigen aus der Landesliga ab: zwei Bezirksliga-Absteiger und ein Relegationsteilnehmer (gegen den Dritten der Ostfrieslandliga), Bezirksliga-Saison 2026/27 mit 17 Teams (dann drei Absteiger, ein Relegationsteilnehmer).
Firrel oder Esens steigen aus der Landesliga ab: zwei Bezirksliga-Absteiger und ein Relegationsteilnehmer (gegen den Dritten der Ostfrieslandliga), Bezirksliga-Saison 2026/27 mit 16 Teams.
Weder Firrel noch Esens steigen aus der Landesliga ab: zwei Bezirksliga-Absteiger, Bezirksliga-Drittletzter hält direkt die Klasse und der Ostfrieslandliga-Dritte steigt direkt auf.