Politik  Das plant die AfD bei der Kommunalwahl im Oberledingerland

| | 27.01.2026 09:24 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die AfD beschäftigt sich im Oberledingerland mit Listen und Kandidaturen. Symbolfoto: Harald Tittel/DPA
Die AfD beschäftigt sich im Oberledingerland mit Listen und Kandidaturen. Symbolfoto: Harald Tittel/DPA
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Die Kommunalwahl 2026 wirft ihre Schatten voraus, auch im Oberledingerland. Die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte AfD hat sich nun erstmal konkreter zu ihren Plänen geäußert.

Oberledingerland - Am 13. September 2026 werden in Niedersachsen die Kommunalparlamente neu gewählt. Damit rückt auch im Oberledingerland der Wahlkampf näher: Parteien und Wählergemeinschaften beraten derzeit über ihre Listen für die Gemeinderäte und den Kreistag – und darüber, wen sie als Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schicken.

Nach den guten Ergebnissen der Alternative für Deutschland (AfD) bei der jüngsten Bundestagswahl vor allem in Ostrhauderfehn und Westoverledingen war zuletzt immer wieder die Frage aufgekommen, ob die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Partei erstmals auch in den Oberledingerland-Kommunen antreten und womöglich Kandidaten für die Rathäuser aufstellen will. Nun gibt es dazu eine erste klare Aussage.

Bislang wenige Kandidaten im Oberledingerland

Anja Arndt, Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes Ostfriesland, teilte auf Anfrage mit: „Wir werden keinen Bürgermeisterkandidaten aufstellen, aber Listen.“ Damit verzichtet die AfD in Ostrhauderfehn, Rhauderfehn und Westoverledingen auf Kandidaturen für das Bürgermeisteramt, will aber um Sitze in den jeweiligen Gemeinderäten kämpfen. Es wäre das erste Mal, dass die Partei dafür im Oberledingerland Listen aufstellt. Vermutlich soll dieses in allen drei Gemeinden der Fall sein. Auf eine entsprechende Nachfrage antwortete Arndt: „Voraussichtlich ja.“ Wie viele Personen darauf stehen werden und wann die Listen offiziell beschlossen werden, ließ Arndt zunächst offen.

Bislang ist das Bewerberfeld für die Bürgermeisterämter in den drei Gemeinden des Oberledingerlands noch überschaubar. In Rhauderfehn tritt Amtsinhaber Geert Müller (parteilos) erneut an – derzeit ohne Gegenkandidaten. Auch in Ostrhauderfehn gibt es bislang nur einen Bewerber für die Nachfolge von Günter Harders, der nicht wieder kandidiert: Der parteilose Michael Quappe, der von einem breiten Bündnis aus CDU, UWG und SPD unterstützt wird und ins Rathaus einziehen will. Nur in Westoverledingen zeichnet sich bisher ein echter Zweikampf ab: Dort bewerben sich Gerwin Kuhlmann (parteilos) und Thorsten Sinning (parteilos) um die Nachfolge von Theo Douwes (parteilos), der ebenfalls nicht erneut kandidiert.

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