Schwer verletzt  Hündin Chica (9) in Ostrhauderfehn angegriffen

| | 27.11.2025 19:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Brigitte und Aloysius Schlitt mit ihrer Mischlingshündin Chica, die nach ihrer Operation einen Body zum Schutz trägt. Foto: Henrik Zein
Brigitte und Aloysius Schlitt mit ihrer Mischlingshündin Chica, die nach ihrer Operation einen Body zum Schutz trägt. Foto: Henrik Zein
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Beim Spaziergang in der Gartenstraße wurde die Mischlingshündin von einem größeren Hund verletzt. Das Ehepaar Schlitt sucht nun nach Zeugen und der Halterin des angreifenden Tieres.

Ostrhauderfehn - Wie jeden Tag ging der Ostrhauderfehner Aloysius Schlitt am Dienstag, 25. November 2025, mit seiner neun Jahre alten Mischlingshündin Chica eine Runde spazieren. Kurz vor 14 Uhr passierte dann ganz in der Nähe des Spielplatzes in der Gartenstraße ein schrecklicher Vorfall. „Ich bin mit Chica auf dem Bürgersteig gelaufen. Als sie dort ihr Geschäft gemacht hat, habe ich das Häufchen mithilfe einer Tüte aufgehoben. Noch während ich gebückt war, attackierte und biss ein anderer, deutlich größerer Hund plötzlich unsere Hündin“, erzählt Schlitt.

Das andere Tier war zuvor mit seiner Halterin auf der anderen Straßenseite. „Der Hund war an einer langen Leine. Die Frau konnte sich bei dem Angriff nicht auf den Beinen halten und fiel ins Gras“, erzählt Schlitt. Bei dem angreifenden Tier soll es sich laut Schlitt um einen einfarbigen, braunen Hund gehandelt haben. „Er war ziemlich groß mit einer Schulterhöhe von 50 bis 60 Zentimeter und einem Gewicht von etwa 30 Kilogramm“, berichtet der 83-Jährige. Der Angriff dauerte nur wenige Sekunden.

Hündin Chica erlitt bei dem Angriff durch einen anderen Hund eine tiefe Fleischwunde, die genäht werden musste. Foto: privat
Hündin Chica erlitt bei dem Angriff durch einen anderen Hund eine tiefe Fleischwunde, die genäht werden musste. Foto: privat

Angriff hätte tödlich enden können

Weil Chica als Kälteschutz ein wattiertes Hundemäntelchen getragen hatte, konnte Schlitt zunächst das Ausmaß der Attacke nicht erkennen. „Die Frau hat sich noch bei mir entschuldigt und gefragt, ob alles in Ordnung sei. Ich habe dann aber im ganzen Trubel nicht nach ihren Kontaktdaten gefragt“, so Schlitt.

Erst als er dann mit Chica zu Hause war und das Hundemäntelchen auszog, sah er eine große Fleischwunde bei seiner Hündin. Gemeinsam mit seiner Frau Brigitte fuhr Aloysius Schlitt dann zu einer Tierärztin in Ostrhauderfehn. Brigitte Schlitt erzählt: „Dort wurde Chica unter Narkose operiert und die Wunde mithilfe eines Drahtes genäht. Die Tierärztin hat uns gesagt, dass Chica glücklicherweise das Mäntelchen getragen hatte. Sonst wären die Bisse vermutlich tödlich gewesen. Immerhin wurden die Rippen nicht verletzt.“ Damit die Heilung auch gut verläuft, trägt Chica zurzeit einen Body. In etwa zehn Tagen sollen die Drähte aus ihrer Wunde entfernt werden.

Fast zehn Zentimeter lang war die Fleischwunde bei Hündin Chica. Foto: privat
Fast zehn Zentimeter lang war die Fleischwunde bei Hündin Chica. Foto: privat

Auf der Suche nach der Hundehalterin

Das Ehepaar Schlitt ist nun auf der Suche nach Zeugen sowie nach der Hundehalterin. Aus diesem Grund hat Aloysius Schlitt in der Nachbarschaft mehrere Zettel aufgehängt. Seinen Angaben zufolge handelt es sich bei der Hundebesitzerin um eine etwa 1,60 Meter große Frau im Alter von etwa 50 Jahren.

„Wir wollen zunächst nur mit ihr sprechen und ihr klarmachen, dass ihr Hund gefährlich ist für andere Hunde und vielleicht auch für kleine Kinder“, berichtet Brigitte Schlitt. Mögliche Maßnahmen wären ihrer Meinung nach das Tragen eines Maulkorbs und eine deutlich kürzere Leine. „Erst wenn sich der Vorfall nicht aufklären lässt, sehen wir uns gezwungen, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten“, sagt Brigitte Schlitt. Die Hundehalterin und Zeugen können sich unter den Telefonnummern 04952/8266679 oder 0152/53845147 melden.

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