Tierseuche Geflügelpest breitet sich weiter aus
Im Landkreis Cloppenburg sind in zwei weiteren Putenbetrieben Fälle der Geflügelpest bestätigt worden. Der Landkreis reagiert mit verschärften Maßnahmen für Geflügelhalter.
Landkreis Cloppenburg - In den Gemeinden Garrel und Bösel sind erneut Fälle der hochpathogenen aviären Influenza (Geflügelpest) mit dem Erreger H5N1 festgestellt worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat am Montag, 17. November 2025, die Ausbrüche in zwei Putenbetrieben amtlich bestätigt. In Bösel waren 16.100 zehn Wochen alte Puten betroffen, in Garrel 13.000 Puten im Alter von 14 Wochen. Die Tiere wurden aus Gründen des Tierschutzes getötet. Das teilte Pressesprecher Frank Beumker vom Landkreis am Montagnachmittag mit.
Seit dem 15. Oktober wurden damit im Landkreis Cloppenburg insgesamt 24 Ausbruchsbetriebe mit insgesamt 255.100 Puten und 5.300 Enten registriert.
Neue Allgemeinverfügung
Um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern, hat der Landkreis Cloppenburg eine neue tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung erlassen. Diese regelt die Anpassung der Überwachungszonen und die Festlegung einer Sperrzone. Die Verfügung tritt am Dienstag, 18. November 2025, um 0.00 Uhr in Kraft. Aufgrund der Vielzahl an Ausbrüchen werden die bislang bestehenden Überwachungszonen zu einer gemeinsamen Überwachungszone zusammengefasst, so Beumker. Die neue Überwachungszone ersetzt damit alle bisherigen Regelungen.
Sperrzonen werden angepasst
Gemäß der EU-Verordnung 2020/687 ist die zuständige Behörde verpflichtet, die Grenzen der Sperrzonen anzupassen, wenn sich diese durch weitere Ausbrüche überschneiden. Die bisher festgelegten Überwachungszonen gehen vollständig in die neue, zusammengefasste Überwachungszone über.
Rund um die betroffenen Betriebe in Garrel und Bösel werden jeweils Schutzzonen mit einem Radius von drei Kilometern eingerichtet. Die Schutzzone um den Betrieb in Garrel betrifft Gebiete in den Gemeinden Garrel und Bösel, die Schutzzone um den Betrieb in Bösel umfasst Teile der Gemeinde Bösel sowie der Stadt Friesoythe.
Überwachungszone festgelegt
Um die Schutzzonen herum wird eine Überwachungszone festgelegt, die Gebiete in den Gemeinden Barßel, Bösel, Emstek, Garrel, Lastrup, Molbergen und Saterland sowie die Städte Cloppenburg und Friesoythe einschließt.
Bestimmte Veranstaltungen sind verboten
In der gesamten Sperrzone – also sowohl in den Schutzzonen als auch in der Überwachungszone – ist die Teilausstallung von Geflügel untersagt. Außerdem sind Geflügelausstellungen, -märkte und ähnliche Veranstaltungen verboten.