Bürgermeisterwahl  Mehrere Kandidaten in Rhauderfehn?

| | 01.11.2025 15:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Vorsitzenden des Grünen-Ortsverbandes Overledingerland, Natascha Zwik (Rhauderfehn) und Ben Fischer (Westoverledingen), stellten dieser Tage die Pläne zur Bürgermeisterwahl vor. Foto: Marion Janßen
Die Vorsitzenden des Grünen-Ortsverbandes Overledingerland, Natascha Zwik (Rhauderfehn) und Ben Fischer (Westoverledingen), stellten dieser Tage die Pläne zur Bürgermeisterwahl vor. Foto: Marion Janßen
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Im kommenden Jahr wird in Rhauderfehn ein neuer Bürgermeister gewählt. Die Grünen möchten Bewerber ins Rennen schicken – nicht nur in Rhauderfehn. Auch andere Parteien haben Pläne.

Rhauderfehn - Am 13. September 2026 sind Kommunalwahlen. In Rhauderfehn wird, wie auch in Ostrhauderfehn und Westoverledingen, an diesem Tag auch ein neuer Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin gewählt. Der amtierende Verwaltungschef Geert Müller hat bereits mitgeteilt, dass er erneut kandidieren wird. Unterstützt wird er von der CDU. Die SPD befindet sich noch in der Beratung. Moin will sich erstmals Anfang 2026 mit der Frage einer eigenen Bürgermeister-Kandidatur beschäftigen.

Einen Mitbewerber um das Amt könnte es aus den Reihen der Grünen geben. Das erklärte die Doppelspitze des Grünen-Ortsverbandes Overledingerland, Natascha Zwik (Rhauderfehn) und Ben Fischer (Westoverledingen). „Wir sind momentan optimistisch, dass sich in allen drei Gemeinden Interessierte finden, die sich eine Kandidatur vorstellen können“, so Natascha Zwik.

Grüne wollen Kandidaten stellen

Der Vorstand, so Ben Fischer, sei bestrebt, in den drei Kommunen Bürgermeister-Kandidaten zur Verfügung zu stellen. „Eine Auswahl zu haben, stärkt die Demokratie.“ Nur eine ja oder Nein-Option für einen einzigen Kandidaten zu haben, sei dagegen immer etwas unglücklich. „Wir möchten, dass der Bürger die Wahl hat.“ In erster Linie sollten die Bewerber aus den eigenen Reihen kommen. „Der Landesverband bietet dafür ab Januar auch Schulungen und Möglichkeiten zur Vorbereitung für Kandidaten an.“

Auch der Ostrhauderfehner Grünen-Ratsherr Dieter Ertwiens-Buchwald äußerte sich kürzlich auf eine Anfrage unserer Redaktion hinsichtlich der Bürgermeister-Wahl. „Wenn die, zumindest in Teilen als rechtsextremistisch eingestufte AfD in unsere Gemeinderäte drängt, müssen wir ein demokratisches Gegengewicht als Antwort haben“, betonte er.

AfD Ostfriesland zeigt Ambitionen

Präsenz in der Fläche zeigte die AfD Ostfriesland beispielsweise auf dem Rathausfest, und feierte sich anschließend in den sozialen Medien: „Was für ein Volltreffer! Unser Info-Stand auf dem Straßenfest in Ostrhauderfehn war ein absoluter Magnet! Die Giveaways und Flyer gingen weg wie warme Semmeln!“

Auch schon im Wahlkampfmodus: In den sozialen Medien feierte die AfD Ostfriesland ihren Beteiligung beim Straßenfest in Ostrhauderfehn.
Auch schon im Wahlkampfmodus: In den sozialen Medien feierte die AfD Ostfriesland ihren Beteiligung beim Straßenfest in Ostrhauderfehn.

Inwieweit die AfD in den drei Oberledingerland-Gemeinden Ambitionen in Sachen Bürgermeisterwahl hat, ist noch unklar, aber wohl nicht ausgeschlossen. Anja Arndt, Kreisvorsitzende der AfD Ostfriesland, erklärte auf Anfrage: „Wir stecken bezüglich der Kommunalwahlen im September 2026 noch in den Vorbereitungen. Unser Ziel ist es, überall dort, wo wir ausreichend Mitglieder für eine Liste aufstellen können, vertreten zu sein. Wir befinden uns noch in der Sondierungsphase, wer bereit ist, wo zu kandidieren.“

„Unser Rhauderfehn“ wartet noch ab

Zur Anfrage der Redaktion äußerte sich in dieser Woche auch die Wählergemeinschaft Unser Rhauderfehn (UR). „Die Zusammenarbeit mit Geert Müller ist aus unserer Sicht vertrauensvoll und konstruktiv. Seine Arbeit in den letzten Jahren bewerten wir durchweg positiv“, erklärte Rainer Bron. „Bevor wir uns aber jetzt schon zum Bürgermeister positionieren, würden wir gerne einmal abwarten, wer sich sonst noch zur Wahl stellt. Mit einem Freifahrtsschein für Geert Müller würden sich andere mögliche Kandidaten sicher gut überlegen, ob sie überhaupt noch kandidieren.“ UR selber werde nach aktuellem Stand keinen eigenen Kandidaten benennen. „Wir konzentrieren uns voll auf den Gemeinderat sowie auf die Ortsräte.“

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