Bürgermeister im Saterland  Sieben Jahre nach der Wahl wohnt Thomas Otto im Saterland

| | 14.10.2025 12:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Thomas Otto hat, unter anderem mit viel Eigenleistung, in den vergangenen Jahren ein Haus in Wittensand gebaut. Das Foto zeigt ihn vor dem Rohbau im Jahr 2019. Foto: Astrid Fertig/Archiv
Thomas Otto hat, unter anderem mit viel Eigenleistung, in den vergangenen Jahren ein Haus in Wittensand gebaut. Das Foto zeigt ihn vor dem Rohbau im Jahr 2019. Foto: Astrid Fertig/Archiv
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2018 kündigte Thomas Otto an, im Falle eines Wahlsiegs ins Saterland zu ziehen. Jetzt, gut sieben Jahre später, hat der Bürgermeister sein Versprechen eingelöst – und Hochzeitspläne für 2026.

Saterland/Wittensand/Uplengen - Als Thomas Otto 2018 zum Bürgermeister der Gemeinde Saterland gewählt wurde, gab er im Wahlkampf ein klares Versprechen: Im Falle eines Wahlsiegs werde er mit seiner Familie ins Saterland ziehen. Jetzt, mehr als sieben Jahre später, hat Otto dieses Versprechen eingelöst – und ist im Sommer 2025 gemeinsam mit seiner neuen Partnerin und Kindern in das eigens gebaute Haus in Wittensand eingezogen.

Doch warum hat es so lange gedauert? Ursprünglich war geplant, dass Otto mit seiner damaligen Ehefrau und der Familie ins Saterland übersiedelt. Die Familie lebte in der Gemeinde Uplengen. Das Haus in Wittensand wurde gebaut, die Pläne waren gemacht. Doch aus privaten Gründen blieb der Umzug zunächst aus: Seine Ehefrau entschied sich gegen einen Neuanfang im Saterland, und schließlich trennte sich das Paar. Noch in diesem Jahr steht die Scheidung an.

Hochzeitspläne öffentlich gemacht

Für Thomas Otto bedeutete das einen persönlichen Neuanfang. Inzwischen hat der 49-Jährige mit Josephine Schulte eine neue Partnerin, mit der er jetzt nach Wittensand ins Saterland gezogen ist. Das Paar hat in diesem Jahr auch Hochzeitspläne in den sozialen Medien öffentlich gemacht. Auf Nachfrage bestätigt Otto: „Das ist richtig, wir möchten heiraten. Einen Termin gibt es auch bereits. Wir würden gerne am 26. Juni 2026 in der Mühle in Scharrel heiraten. Ich habe bereits mit dem Bauamt gesprochen, bis dahin muss die Renovierung fertig sein“, sagt er mit einem Lächeln. Die Galerie-Holländer Windmühle, ein Wahrzeichen der Gemeinde, wird derzeit renoviert. Die Mühle wird auch als Trauzimmer des Standesamts genutzt – ein besonderer Ort für einen besonderen Tag.

Politsches Ehrenamt in Uplengen beendet

Mit dem Umzug ins Saterland endet für Otto auch ein weiteres Kapitel: Sein ehrenamtliches politisches Engagement im Gemeinderat Uplengen. Dort war er überraschend 2021 bei den Kommunalwahlen für Bündnis 90/Die Grünen angetreten. Er bewarb sich um einen Sitz im Leeraner Kreistag und im Gemeinderat Uplengen, verpasste jedoch zunächst den Einzug. Auf der Grünen-Liste zog damals nur Christine Ribani in den Rat ein.

Im Juni 2023 wurde bekannt, dass Otto als Nachrücker für Christine Ribani, die ihr Mandat niedergelegt hatte, in den Gemeinderat Uplengen einziehen sollte. Der Rat der Gemeinde Uplengen musste den Sitzverlust von Ribani zunächst offiziell feststellen, Otto hatte bereits erklärt, das Mandat annehmen zu wollen. Er betonte, sich dem Wähler verpflichtet zu fühlen, da es auf der Liste nur zwei Bewerber gegeben hatte.

Da Thomas Otto nun im Sommer 2025 seinen Hauptwohnsitz in die Gemeinde Saterland verlegt hat, muss er das Mandat in Uplengen abgeben. „Ich habe es Bürgermeister Heinz Trauernicht bereits schriftlich mitgeteilt“, sagt Otto. Trauernicht bestätigt dies auf Anfrage: „Herr Otto hat uns informiert. Einen Nachrücker gibt es für dieses Mandat nicht.“

Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl 2026

Auch beruflich blickt Thomas Otto nach vorn: Im September 2026 will er erneut als Bürgermeister der Gemeinde Saterland kandidieren, diesmal unterstützt von SPD und Bündnis 90/Die Grünen.

Bislang gibt es einen weiteren Kandidaten: Der CDU-Gemeindeverband Saterland hat seinen Vorsitzenden Markus Janssen für die Wahl nominiert. Die AfD, die kürzlich einen Ortsverband Saterland/Barßel gegründet hat, wird aller Voraussicht nach auch mit einem Kandidaten antreten.

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