Arbeiten auf B 438 Sperrung in Idafehn sorgte für Umsatzeinbußen bei Betrieben
Die lange Sperrung der Bundesstraße 438 hat in Idafehn für Umsatzeinbußen bei der Aral-Tankstelle und der Bäckerei Hackmann gesorgt. Nun steht der nächste Bauabschnitt bevor.
Idafehn - Fast acht Wochen lang dauerte die Sperrung der Bundesstraße 438 zwischen den Auffahrten zur Bundesstraße 72 in Wittensand und der Aral-Tankstelle in Idafehn. Seit Freitag, 8. August 2025, ist die Fahrbahn wieder frei. Für die ansässigen Betriebe in Idafehn war dies eine schwere Zeit – verbunden mit weniger Einnahmen und Kopfzerbrechen.
„Die Umsatzrückgänge sind schon üppig gewesen“, sagt Michael Straatmann, Inhaber der Aral-Tankstelle. Während die Werkstatt von den Einschränkungen kaum betroffen war, ging vor allem das Geschäft beim Tanken zurück. „Ich habe in diesem Bereich rund 35 Prozent weniger Umsatz gemacht“, berichtet Straatmann. Den Bauarbeitern sprach er unterdessen ein Lob aus. „Sie haben schnell durchgearbeitet“, so der Unternehmer. Gut sei auch gewesen, dass die Tankstelle von der Idafehner Seite aus während der gesamten Sperrung weiterhin angefahren werden konnte. Ärgerlich sei jedoch gewesen, dass die Sperrung eine Woche länger als geplant gedauert habe. „Das war am Ende schon zäh“, so Straatmann. Grund dafür waren nach Angaben der zuständigen Straßenbau-Behörde in Lingen der Ausfall des Mischwerks sowie mehrere Tage mit Dauerregen, die den Baufortschritt behindert hatten.
Sein Nachbar, Jan Becker von der Bäckerei Hackmann, hatte seinen Laden während der Bauarbeiten sogar komplett geschlossen und musste improvisieren – mit einem Verkaufswagen vor dem Ostrhauderfehner Rathaus. „Es war eine schwere Zeit. Ich habe rund ein Drittel weniger Umsatz gehabt – bei höheren Kosten“, sagt der Bäckermeister. Denn er habe für den Zeitraum den Verkaufswagen mieten müssen. Auch der Aufwand sei enorm gewesen. „Eine Angestellte, die im Laden sonst morgens verkauft, war nur für das Liefern der Ware zuständig“, erklärt der 35-Jährige. Aufgrund des personellen Engpasses hatte er den Verkaufswagen zudem montags und dienstags gar nicht erst geöffnet. „Und der Juli war ziemlich verregnet. Da sind automatisch weniger Leute zum Wagen gekommen“, bedauert Becker. Gefehlt habe auch der Durchgangsverkehr. „Die Handwerker, die sich morgens ihren Snack holen, waren logischerweise kaum da“, so der 35-Jährige.
Zweiter Teilabschnitt ab Anfang September
Gespannt ist Becker darauf, wie der zweite Teilabschnitt der Arbeiten auf der B438 vonstatten gehen wird. Der Bereich führt von der Aral-Tankstelle in Idafehn bis zur Wreesmann-Kreuzung in Ostrhauderfehn. Beginn ist Anfang September. „Ich hoffe, dass die Einschränkungen nicht so groß sein werden und ich in meinem Laden bleiben kann“, betont Becker. Geplant ist, dass die Sperrung zunächst in Teilabschnitten und halbseitig erfolgt.
Ab Mitte Oktober wird dann für das Asphaltieren eine Vollsperrung eingerichtet. Nach Angaben der zuständigen Straßenbau-Behörde aus Aurich ist noch offen, ob die Vollsperrung wiederum für kleinere Abschnitte oder für den gesamten Bereich erfolgen wird. Tankstellen-Inhaber Michael Straatmann hat da eine klare Meinung: „Am besten den gesamten Bereich voll sperren. Dann könnten die Arbeiten in zwei Wochen durch sein. Das belastet alle Betriebe nur kurz.“ Bei einer Vollsperrung in einzelnen Abschnitten würde es deutlich länger dauern – vermutlich bis Weihnachten. Straatmann hofft zudem, dass die geplante Modernisierung der Ampel an der Kreuzung Hauptstraße/Idafehn-Süd/Idafehn-Nord gleich mitgemacht wird. „Das bietet sich während der Sperrung der Kreuzung doch an“, so der Unternehmer.