Bezirkspokal am Mittwoch  TuS Middels und SF Larrelt siegen im Elfmeterschießen

| | 07.08.2025 14:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Der TuS Middels besiegte in der 2. Runde den Landesliga-Aufsteiger TuS Esens im Elfmeterschießen. Archivfoto: Jens Doden/Blomberg
Der TuS Middels besiegte in der 2. Runde den Landesliga-Aufsteiger TuS Esens im Elfmeterschießen. Archivfoto: Jens Doden/Blomberg
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Der TuS Esens und Germania Leer hatten das Nachsehen. Die Siege wurden mit je einer schweren Verletzung teuer bezahlt. Hitzig war es am Ende zwischen Süderneuland und Borssum. Pewsum rotierte erfolgreich.

Ostfriesland - Am Mittwoch hat es in der zweiten Runde des Fußball-Bezirkspokals teils knappe und teils deutliche Partien mit ostfriesischer Beteiligung gegeben. Der TuS Middels warf den Landesligisten TuS Esens nach Elfmeterschießen raus. Auch Larrelt/Wybelsum gewann nach Elfmeterschießen gegen Leer, musste das Weiterkommen aber ebenso teuer bezahlen wie Middels. Larrelts Niklas Schmidtchen brach sich das Wadenbein, beim Middelser Noah Kübler steht ein Mittelfußbruch im Raum.

TuS Middels – TuS Esens 5:3 n.E. (1:1/0:0). Der TuS Middels hat sich ganz spät ins Elfmeterschießen gerettet – und in diesem dann gewonnen. „Auch wenn der Ausgleich in der Nachspielzeit fiel: Unser Sieg ist völlig verdient. Wir waren 70 Minuten lang die spielbestimmende Mannschaft“, sagt Middels-Coach Tobias Ryl. Er nahm im Vergleich zum ersten Ligaspiel nur eine Änderung vor, Esens-Trainer Ralf Backhaus rotierte mit sechs neuen Startelf-Spielern wesentlich mehr.

Vor 300 Zuschauern, darunter viele Esens-Anhänger, verpasste Middels in der ersten Halbzeit mehrfach die Führung. Manuel Menzel verschoss einen Foulelfmeter. Justin Solomon und Christopher Akbodoh vergaben weitere Möglichkeiten. Nach dem Seitenwechsel gab es eine längere Behandlungspause, weil sich bei den Gastgebern Noah Kübler mutmaßlich schwer verletzt hat. Ein Mittelfußbruch steht im Raum. Bei Esens stach der eingewechselte Top-Torjäger Samuel Stainbank sofort, als eine Überzahl-Situation gut ausgespielt wurde (65.). „Danach waren wir raus, Esens ließ aber das 2:0 liegen“, so Ryl. Marco Voigt schoss in der sechsten Minute der Nachspielzeit nach einem Ronaldo-Freistoß zum Ausgleich ein. Im Elfmeterschießen vergaben beide Torschützen, bei Esens zudem noch Neuzugang Jan Sabath, sodass Middels ins Achtelfinale einzog.

Tore: 0:1 S. Stainbank (65.), 1:1 Voigt (90. +6).

Süderneulander SV – BW Borssum 1:2 (0:0). Es war ein spannendes, zum Ende hin hitziges Pokalspiel in Süderneuland. „Ich weiß nicht, ob der Sieg für Borssum so verdient ist“, sagt Süderneulands Trainer Tobias Stöhr. „In der ersten Halbzeit haben wir mit 5:2 ein klares Chancenplus, hätten führen müssen. Und zum Schluss wurde uns noch ein klarer Elfmeter verwehrt.“ Beide Trainer haben ein wenig die Rotationsmaschine angeschmissen. Süderneuland verpasste in der ersten Halbzeit mehrfach die Führung. Pascal Holstein und Jannik Boomfalk liefen alleine auf das BW-Tor zu, vergaben aber.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Borssumer besser ins Spiel, vergaben aber ebenfalls gute Möglichkeiten. In der 81. Minute fiel nach einem Borssumer Freistoß und einer Kopfball-Ablage durch Pawel Antoniuk das erste Tor der Partie. Joker Jendrik Engelke erzielte in der 90. Minute das 2:0, wonach die Süderneulander vergeblich reklamierte. SSV-Keeper Silas Konken hatte die Hand auf dem Ball, als Engelke ihn reinspitzelte. Ein sehenswerter Freistoß von Pascal Holstein in den Winkel machte es noch einmal spannend. Nach einem vermeintlichen Foul an Jannik Boomfalk gab es keinen Strafstoß.

Tore: 0:1 Antoniuk (81.), 0:2 Engelke (90.), 1:2 Holstein (90. +4).

SV Hage - TuS Pewsum 0:2 (0:1). Vor mehr als 300 Zuschauern setzte sich der Titelkandidat durch. „Der Sieg für Pewsum geht in Ordnung, auch wenn wir uns am Ende fast noch ins Elfmeterschießen gerettet hätten“, sagte Hages Trainer Mario Look. Kurz vor Ende landete der Ball nach einem Kopfball von Hages Tammo Büscher an der Unterkannte der Latte und sprang von da ins Feld zurück. Pewsum konterte wenige Minuten später erfolgreich. Mit dem 2:0 durch Jannik Stomberg in der 96. Minute war die Entscheidung gefallen.Der Neuzugang von RW/Kickers Emden II war in der 50. Minute auch für die Führung der Pewsumer verantwortlich, bei denen kräftig rotiert wurde. Gegenüber dem 1:0-Ligasieg gegen Middels änderte Trainer Jonas Petersen die Startelf auf sechs Positionen.

Pewsums Jannik Stomberg traf doppelt. Foto: Jens Doden/Emden
Pewsums Jannik Stomberg traf doppelt. Foto: Jens Doden/Emden

Die neuformierte Pewsum-Elf dominierte die Partie. Allerdings kam man nur selten ganz gefährlich durch. Einmal rettete in Halbzeit eins ein Hager auf der Linie. „Nach der schwachen zweiten Halbzeit in Ihrhove mit drei Gegentoren lag unser Fokus auf dem verbesserten Abwehrverhalten. Das ist uns ganz gut gelungen. Aber nach vorne hatten wir dafür auch nicht viele Momente“, gestand Mario Look.

Tore: 0:1, 0:2 Stomberg (50./ 90. +6).

SF Larrelt/FA Wybelsum – Germania Leer 6:5 n.E. (1:1/1:0). Larrelt/Wybelsum ist mit großer Mühe und Dusel in die nächste Pokalrunde eingezogen. „Wir sind einfach froh, jetzt ein Erfolgserlebnis eingefahren zu haben. Das tut dem Team gut“, sagt Larrelts Co-Trainer Uwe Groothuis. „In der ersten Halbzeit haben wir das noch ganz ordentlich gemacht.“ Matthis Boekholder erzielte nach schöner Vorarbeit von André Krzatala mit einem Heber die 1:0-Führung für die Gastgeber. Ansonsten waren Chancen rar gesät. „Nach dem Seitenwechsel hatten wir aber zu viele Fehlpässe und haben Leer zum Kontern eingeladen. Da hat unser Torwart Marc Weddermann noch ein paar gute gehalten“, so Groothuis.

Lediglich Jan Eden konnte eine der Germania-Gelegenheiten nutzen. Larrelts Niklas Schmidtchen brach sich Mitte der zweiten Halbzeit das Wadenbein und musste mit dem Krankenwagen abgeholt werden. Leers Joker Bünyamin Karakurt flog in der Schlussphase nach einem Foul mit Gelb-Rot vom Platz. Im Elfmeterschießen hielt Weddermann den ersten Leeraner Schuss. Alle anderen Schützen trafen, sodass Larrelt jubelte.

Tore: 1:0 M. Boekholder (32.), 1:1 Eden (57.).

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