Mit Flyern und Internet-Posts  Ostrhauderfehner Familie sucht verzweifelt nach Huhn Helene

| | 24.07.2025 07:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Leyntje und Falco Tausendfreund sowie die Kinder Kalea (von links), Feenia und Taya haben Flyer aufgehängt. Sie bitten um Hinweise auf das vermisste Hühnchen. Foto: Marion Janßen
Leyntje und Falco Tausendfreund sowie die Kinder Kalea (von links), Feenia und Taya haben Flyer aufgehängt. Sie bitten um Hinweise auf das vermisste Hühnchen. Foto: Marion Janßen
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Die Mini-Henne sei ein Seelen-Tier, sagt Leyntje Tausendfreund. Es durfte sogar mit in den Urlaub, in den Kindergarten und die Schule.

Ostrhauderfehn - Helene ist ein Huhn. Aber sie ist auch viel mehr. Für Familie Tausendfreund ist sie ein Seelen-Tier. „Wir sind ihre Familie“, sagt Leyntje Tausendfreund. Und nun ist Helene weg. Verschwunden, schon seit rund vier Wochen. „Manche Leute vermuten, dass Helene vom Fuchs oder Marder geholt wurde. Aber das wollen wir nicht glauben. Wir geben die Hoffnung nicht auf.“

Henne Helene ist verschwunden und wird schmerzlich vermisst. Foto: privat
Henne Helene ist verschwunden und wird schmerzlich vermisst. Foto: privat

In der Nachbarschaft der Ostrhauderfehner Familie an der 1. Südwieke und weit darüber hinaus ist Helene bekannt. Denn: Die kleine Henne hat einen eigenen Instagram-Account: helenes_kleine_welt. Dort postet die Familie, was das Hühnchen mit seiner Familie so erlebt. Fast 3300 Menschen verfolgen diese Geschichten.

Kindergarten, Schule, Urlaub: Helene durfte mit. Foto: privat
Kindergarten, Schule, Urlaub: Helene durfte mit. Foto: privat

Igel holte die Geschwister

Helene ist eine Serama-Henne. Das ist die kleinste und leichteste Zwerghuhn-Rasse der Welt. Sie schlüpfte im August 2024. In ein paar Wochen würde das nur taubengroße Tier also ein Jahr alt. „Die Hühner-Mama hat damals ihre Küken nicht angenommen. Wir haben sie erstmal im Haus versorgt und später nach draußen gebracht. Dann stand mit einem Mal nur noch ein einziges Hühnchen schimpfend im Garten: Helene. Der Igel hatte ihre Geschwister geholt“, erzählt Leyntje Tausendfreund. „Helene lief ins Haus. Und dort ist sie geblieben. Wir hatten noch eine zweite Glucke, die das Küken wahrscheinlich angenommen hätte. Aber Helene wollte nicht. Sie hatte ihre Familie verloren und gehörte jetzt zu uns.“

Kuscheln mit Huhn: Helene ist ganz zahm. Foto: privat
Kuscheln mit Huhn: Helene ist ganz zahm. Foto: privat

Seramas seien dafür bekannt, dass sie sehr zahm werden. Und Helene bestätigte das. „Helene ist mit uns in den Urlaub gefahren. Sie ist im Auto mitgefahren, zum Einkaufen und so: Aber nur, wenn sie wollte. Wenn sie von selbst ins Auto gestiegen ist. Sie durfte auch mal mit den Kindern in den Kindergarten und in die Schule. Das war so lustig, wie die Kinder vorgelesen haben und Helene zugehört hat.“ Die drei Kinder der Familie vermissen die kleine Henne sehr.

Hoch zu Ross begleitete Helene die älteste Tochter Feenia. Foto: privat
Hoch zu Ross begleitete Helene die älteste Tochter Feenia. Foto: privat

Keine Hinweise auf einen Fuchs

Familie Tausendfreund hat noch weitere Hühner. Ganz normale Tiere, die im Stall wohnen. Zu denen ist Helene tagsüber nach draußen gelaufen. Über Nacht kam sie zu ihrer Familie ins Haus. Bis auf einen Abend vor knapp vier Wochen. Da war Helene plötzlich weg.

Mit anderen Tieren versteht sich Helene gut. Foto: privat
Mit anderen Tieren versteht sich Helene gut. Foto: privat

„Wir glauben aber nicht, dass ein Fuchs sie geholt hat. Der hätte doch auch weitere Hühner geholt. Es waren auch keine Spuren zu sehen: keine Federn oder Kot. Auch die Wildkamera zeigt nichts“, sagt Leyntje Tausendfreund. „Unser Bauchgefühl sagt uns, dass Helene noch lebt.“

Ab in die Federn: Helene schlief immer im Haus. Foto: privat
Ab in die Federn: Helene schlief immer im Haus. Foto: privat

Finderlohn ausgelobt

In der Umgebung haben die Tausendfreunds Flyer aufgehängt. Sogar einen Finderlohn haben sie ausgelobt. In ihrer Verzweiflung hat die Familie zudem einen Tierkommunikator um Hilfe gebeten – und wurde in ihrer Zuversicht bestärkt. „Helene soll noch leben, in einem Stall. Jemand soll sie gefunden haben.“

Auf dem Familienfoto durfte Helene natürlich nicht fehlen. Foto: privat
Auf dem Familienfoto durfte Helene natürlich nicht fehlen. Foto: privat

In der Nachbarschaft wissen alle Bescheid. „Unser Such-Post in den sozialen Medien wurde viele Male geteilt“, so Leyntje Tausendfreund. Ihre Hoffnung: Dass irgendjemand Helene gefunden hat. „Vielleicht ist sie irgendwo aufgetaucht – bei jemandem, der unseren Suchaufruf nicht mitbekommen hat und sie einfach aufgenommen hat.“

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