Finalsieg gegen SV Großefehn 3:2 nach 0:2 – GW Firrel gewinnt den Saris-Cup
Das traditionsreiche Fußball-Turnier in Holtland fand am Mittwoch ein spektakuläres Ende. Ein Youngster überragt, ein Trainer sieht Mecker-Gelb-Rot und ein Torwart verletzt sich.
Holtland - Der SV GW Firrel hat am Mittwochabend Comeback-Qualitäten bewiesen. Der Fußball-Landesligist lag im Finale des Saris-Cups in Holtland bereits mit 0:2 gegen den SV Großefehn zurück und verlor zudem Trainer Bernd Grotlüschen mit einer Gelb-Roten Karte wegen Meckerns an der Seitenlinie. Doch Firrel drehte vor 300 Zuschauern die Partie und traf durch Bastian Schaffer in der Nachspielzeit zum 3:2-Sieg.
„Ich bin stolz auf die Truppe, was sie nach dem 0:2-Rückstand gezeigt hat. So war es am Ende ein verdienter Sieg“, sagte Firrels Co-Trainer Julian Bennert. Großefehns Trainer Bi Le Tran war zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Firrel hatte mehr Spielanteile, aber wir hatten super Umschaltmomente und am Ende etwas durchgewechselt“, sagte Bi Le Tran. Als Turniersieger erhielt Firrel 1000 Euro Preisgeld. Der SV Großefehn konnte sich immerhin über 500 Euro freuen. Der SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel bekam als Dritter 300 Euro und Fortuna Veenhusen als Vierter 200 Euro.
Finale
GW Firrel – SV Großefehn 3:2 (0:1). Der SVG hatte direkt in der vierten Minute die Chance auf den Führungstreffer. Doch Klaas Bikker schoss knapp vorbei. Ein Freistoß von Großefehns Sven Adam ging in die Mauer (16.). Danach übernahm der Landesligist das Kommando. Vor allem im Mittelfeld hatte Firrel mit Michael Olbrys und den Neuzugängen Joost Diekmann und Bastian Schaffer ein Übergewicht. Schaffer besaß auch die beste Firreler Möglichkeit im ersten Durchgang. Sein Kopfball wurde auf der Linie geklärt (40.). Zu diesem Zeitpunkt stand sein ebenfalls aus Jeddeloh gekommener Kumpel Felix Bohe bereits auf dem Rasen. Er war in der 23. Minute für den verletzten GW-Keeper Jann Hellmers eingewechselt worden und musste direkt gegen Alexander Geis sein Können zeigen (28.). In der 44. Minute war Bohe machtlos, als Bikker ein klasse Solo von der rechten Seite mit einem Flachschuss zum 1:0 für den SVG krönte. „Bikker ist eigentlich zu überqualifiziert für die Bezirksliga“, lobte Firrels Bennert den jungen SVG-Angreifer.
In der 58. Minute ging Bikker zu Boden, als er sich den Ball an Bohe vorbeigelegt hatte. Es gab Elfmeter. Sven Adam, der in der Vorrunde am Sonntag noch einen Elfmeter verschossen hatte, verwandelte zum 2:0 (59.). Zwischen dem Elfmeterpfiff und der Ausführung hatte sich Firrels Trainer Bernd Grotlüschen beschwert, als Tim Schouwer behandelt wurde, sah erst Gelb und dann Gelb-Rot. Die Firreler ließen sich auf dem Feld nicht beirren und wurden zielstrebiger. Tristan Darsow erzielte mit einem Schuss aus 16 Metern in den Winkel das 1:2-Anschlusstor (65.). Nachdem Manuel Suda den Ball knapp vorbei geschlenzt hatte, traf Steffen Busemann per Kopf zum Ausgleich (75.). Darsow vergab freistehend aus fünf Metern per Kopf (81.). In der dritten Minute der Nachspielzeit gelang Bastian Schaffer per Direktabnahme noch der 3:2-Siegtreffer für Firrel, sodass es nicht mehr zum Elfmeterschießen kam.
Tore: 0:1 Bikker (44.), 0:2 Adam (Foulelfmeter, 59.), 1:2 Darsow (65.), 2:2 Busemann (75.), 3:2 Schaffer (90.+1).
Spiel um Platz drei
SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel – VfL Fortuna Veenhusen 2:1 (0:0). Das Spiel der beiden Ostfrieslandligisten war in der ersten Halbzeit für die Zuschauer eine zähe Kost. Auf Jheringsfehntjer Seite kam Tjado Kruse zweimal zum Abschluss (3./19.). Für Veenhusen hatte Thies Schröter eine Möglichkeit (27.). Doch es ging nach den ersten 40 Minuten – es wurde aufgrund beruflicher Gründe mancher Spieler verspätet angepfiffen und deshalb nur 40 Minuten pro Halbzeit gespielt – torlos in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel hätte Bertus-Enno Kirchhoff die Fortuna beinahe mit der Picke in Führung gebracht, doch SV-Keeper Oliver Müller war auf dem Posten (53.). Kurz darauf erzielte Tim Frerichs per 14-Meter-Flachschuss das 1:0 für Jheringsfehn. Die weiteren Tore der Partie fielen nach Standards. SV-Torwart Oliver Müller segelte bei einem Freistoß von Thies Schröter am Ball vorbei, sodass das Spielgerät ins Tor flog (66.). Der SV ging durch eine direkt verwandelte Ecke des eingewechselten Patrick Walocha wieder mit 2:1 in Führung (76.). Bei dem Spielstand blieb es, weil ein Fortune kein Glück hatte und mit einem Kopfball nur die Latte traf.
Tore: 1:0 Frerichs (55.), 1:1 Schröter (66.), 2:1 Walocha (76.).