Bürgermeisterwahl 2026 Stellen die Ostrhauderfehner Grünen eigenen Kandidaten auf?
In Ostrhauderfehn steht 2026 ein Wechsel im Bürgermeisteramt bevor. Es wird der Nachfolger von Günter Harders gesucht. Das haben die Grünen bei der Wahl vor.
Ostrhauderfehn - Am 13. September 2026 soll bei der niedersächsischen Kommunalwahl auch der neue Bürgermeister von Ostrhauderfehn gewählt werden. Nach dann 20-jähriger Amtszeit wird Verwaltungschef Günter Harders (parteilos) nicht wieder antreten. Favorit auf seine Nachfolge ist der 38-jährige Verwaltungsexperte Michael Quappe, der bei seiner Kandidatur von CDU, SPD und UWG unterstützt wird. Damit sprechen sich drei der vier im Gemeinderat vertretenen Parteien/Gruppen für Quappe aus. Lediglich die Grünen gehören bislang nicht zu den Unterstützern des zweifachen Familienvaters.
Im Gespräch mit dieser Zeitung haben die beiden Grünen-Ratsmitglieder Manfred Cybalski und Dieter Ertwiens-Buchwald nun ihre bisherigen Überlegungen vorgestellt. Der 62-jährige Ertwiens-Buchwald erklärt: „Es gibt bislang noch keine Entscheidung darüber, was wir bei der Wahl machen. Aber wir sind der Meinung, dass es immer eine demokratische Alternative geben sollte.“ Ein eigener Kandidat sei deshalb nicht ausgeschlossen.
2014 war Ertwiens-Buchwald selbst gegen Harders angetreten, unterlag jedoch. 2021 hatten die Grünen keinen eigenen Kandidaten aufgestellt. Auch damals hatte Ertwiens-Buchwald überlegt, es zu probieren. „Doch das passte zeitlich nicht, zumal ich damals gerade meinen Arbeitgeber gewechselt hatte“, so der 62-Jährige. Ob er es 2026 noch einmal versucht? „Ich will es nicht ausschließen“, sagt Ertwiens-Buchwald. Bis zur Wahl sei aber noch mehr als ein Jahr Zeit. Möglich sei auch, dass die Grünen noch mit dem Kandidaten Michael Quappe ein Gespräch führen und ihn ebenfalls bei dessen Kandidatur unterstützen. „Das wird sich alles demnächst zeigen“, so Ertwiens-Buchwald.
Cybalski wird nicht mehr für den Gemeinderat kandidieren
Klar ist aber schon: Der jetzt 76-jährige Manfred Cybalski wird 2026 bei der Wahl zum Gemeinderat nicht mehr antreten. Er ist sitzt bereits im 15. Jahr in dem Gremium – unterbrochen lediglich im Zeitraum von 2016 bis 2021. Cybalski wird aber weiterhin für die Industrie- und Handelskammer im Bereich Wirtschaft und Politik tätig sein. Dieter Ertwiens-Buchwald selbst überlegt noch, ob er erneut für den Gemeinderat kandidiert. Die beiden sitzen zurzeit mit ihrem Kollegen Horst Tinnemeyer in der dreiköpfigen Grünen-Fraktion im Gemeinderat.
Bis es so weit ist, möchten die Grünen noch einiges in Ostrhauderfehn mitgestalten. Ein zentrales Thema sei es, das starke Aufkommen der Alternative für Deutschland (AfD) im Ort wieder abzubremsen. Bei der Bundestagswahl 2024 hatte die AfD in Ostrhauderfehn die meisten Zweitstimmen geholt. „Wir brauchen eine parteiübergreifende Zusammenarbeit, um dagegen vorzugehen“, ist sich Cybalski sicher. Er wünsche sich beispielsweise eine gemeinsame Veranstaltung, wie es sie bereits vor anderthalb Jahren einmal beim Rathaus gegeben hat. Als weitere Themen stehen bei den Ostrhauderfehner Grünen auf der Agenda: Klimaschutz, Hitzeplan, Wassermanagement, kommunale Wärmeplanung, ein besserer Öffentlicher Personennahverkehr und der soziale Wohnungsbau. Auch die Neubelebung der Arbeitsgruppen für Klimaschutz sowie für Wasser beziehungsweise der Baumschutzkommission seien erstrebenswert, betont Ertwiens-Buchwald.