Im Porträt Völlenerfehner Wilfried Stubbe – früher in Australien, jetzt Autor
Wilfried Stubbe hat mit 70 Jahren sein zehntes Werk veröffentlicht. Nach spannenden Lebensstationen – von Australien bis zum Transrapid-Besucherzentrum – widmet er sich heute dem Dichten und Zeichnen.
Völlenerfehn - Schon in seiner Kindheit interessierte sich der gebürtige Papenburger Wilfried Stubbe für das Zeichnen und Dichten. Der 70-Jährige, der seit 1983 in Völlenerfehn lebt, übt dieses Hobby bis heute aus und hat bereits jetzt sein zehntes eigenes Werk herausgebracht. Es trägt den Namen „Märchenwelten II“ und umfasst 55 märchenhafte, gezeichnete Allegorien mit kleinen, begleitenden Texten.
Während Stubbe heutzutage auf seinem idyllisch gelegenen Grundstück gerne in Ruhe dichtet und zeichnet, war er als junger Mensch jemand, der gerne etwas unternahm. So wagte er sich nach erfolgreicher Lehre als Elektriker und nach seiner Zeit bei der Bundeswehr in Hesel als Richtfunker in ein besonderes Abenteuer. „Ich wollte in die weite Welt und bin dann mit 20 Jahren nach Australien gegangen“, so Stubbe. Dort, wo Elektriker dringend gesucht wurden, machte er sich selbstständig. „Wilfried Electrics“ nannte sich sein Geschäft. Mit dabei war auch seine damalige Freundin und heutige Frau Wilma, die er kurz vor dem Abflug in Deutschland kennengelernt hatte. „Wir haben hier alles stehen und liegen gelassen und sind weg“, so der 70-Jährige. Auch seine Frau fand in Australien schnell einen Job. Nachdem sie dort zweieinhalb Jahre gearbeitet hatten, entschieden sie sich, zunächst für ein paar Monate mit einem VW Bulli durch das Land zu reisen und anschließend wieder zurück in die Heimat zu fliegen.
Für das Transrapid-Besucherzentrum gearbeitet
Stubbe arbeitete anschließend in Ostfriesland zunächst als Küchenverkäufer, machte dann aber nach einem Unfall eine Umschulung zum Reiseverkehrskaufmann. Doch dabei blieb es nicht: Er absolvierte eine Fort- und Weiterbildung zum Touristikfachwirt und hat auch eine Approbation als Heilpraktiker. „Ich bekam dann eine Anstellung im Wirtschaftsförderungsamt und im Tourismus bei der Stadt Papenburg und wurde anschließend Geschäftsführer im Bereich Tourismus bei der Samtgemeinde Dörpen.“ Dort betreute er vorrangig das Transrapid-Besucherzentrum. Mit Mitte 50 ging er in den Vorruhestand – und intensivierte seitdem sein literarisches Hobby.
Das neueste Werk ist die Fortsetzung vom ersten Teil der „Märchenwelten“, den er im Jahr 2024 herausgegeben hatte. Stubbe, der vier Töchter und vier Enkelkinder hat, sagt über das aktuelle großformatige Buch: „Gedanken und Rückblicke auf die Ereignisse in der realen Welt werden durch meine Zeichnungen zu einer mystischen Märchenwelt. Es werden nachvollziehbare Begebenheiten beschrieben – die guten und weniger guten, nur in einer anderen, von mir veränderten Welt.“ Neben den 55 Zeichnungen steht ein begleitender, kurzer Text. Das Werk ist für 25 Euro bei ihm unter der Telefonnummer 04961/1023 erhältlich. Zudem kann es für 19 Euro als E-Book bei Amazon gekauft werden.