Insolvenzverwalter untersucht Vorfälle  Wo ist das verschwundene Geld des Feuerwehr-Fördervereins Burlage?

| | 16.04.2025 16:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der Förderverein der Stützpunktfeuerwehr Burlage hat einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Foto: Holger Weers
Der Förderverein der Stützpunktfeuerwehr Burlage hat einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Foto: Holger Weers
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Der Förderverein der Feuerwehr Burlage steht vor der Insolvenz. Ein unbekanntes Konto wirft Fragen auf. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Immo Hamer von Valtier untersucht die Geldflüsse.

Burlage - Der Förderverein der Stützpunktfeuerwehr Burlage ist pleite. Aus diesem Grund hatte der Verein über seinen Anwalt Artur Groeneveld am 26. Februar 2025 einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Das Amtsgericht Leer hat bislang noch nicht entschieden, ob das Insolvenzverfahren eröffnet wird. Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Immo Hamer von Valtier hat nun aber den nächsten Schritt eingeleitet, damit dieses möglicherweise demnächst passiert. Der Jurist, der mit seiner Kanzlei Insotreu auch einen Standort in Leer hat, hat am 9. April die „vorläufige Verwaltung des Vermögens des Antragstellers angeordnet“.

Hamer von Valtier berichtet: „Ich habe Gespräche mit den derzeitigen Vorstandsmitgliedern des Fördervereins geführt. Dabei ist deutlich geworden, dass diese selbst nicht wissen, wo das ganze Geld ist. Es hat sich herausgestellt, dass es im Förderverein nicht nur zwei Konten gab, wie alle dachten, sondern ein drittes. Von diesem wusste anscheinend nur der damalige Vorsitzende.“ Dabei handelt es sich um Wolfgang Harms, der im Februar 2025 aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten war und Anfang März verstarb.

Dr. Immo Hamer von Valtier ist der vorläufige Insolvenzverwalter. Foto: Renke Detering
Dr. Immo Hamer von Valtier ist der vorläufige Insolvenzverwalter. Foto: Renke Detering

Es gab ein drittes Konto, von dem keiner wusste

Sowohl der frühere stellvertretende und jetzige kommissarische Vorsitzende Gerhard Tebben als auch die anderen Vorstandsmitglieder hätten nach ihren eigenen Erläuterungen nur zwei Konten gekannt: das reguläre Vereinskonto sowie ein sogenanntes Sperrkonto, auf dem ein großer Geldbetrag aus einer Erbschaft lag. Hamer von Valtier sagt: „An dieses Sperrkonto sollte eigentlich nicht rangegangen werden. Doch dem war nicht so.“ Für Hamer von Valtier gestalteten sich die Untersuchungen als ziemlich schwierig.

Um weitere Schritte einleiten zu können, hat er deshalb die „vorläufige Verwaltung des Vermögens des Antragstellers angeordnet“. Hamer von Valtier erklärt: „Nur so kann ich Auskünfte von den Banken darüber bekommen, welche Geldflüsse es auf den Konten gab.“ Der Jurist will sich nun die gesamten Kontoauszüge geben lassen. „Dafür nehmen die Banken mittlerweile nicht wenig Geld. Aber nur so komme ich weiter“, so der vorläufige Insolvenzverwalter. Denn, das betont Hamer von Valtier: „Das ist für mich alles noch wie eine Blackbox.“ Bedeutet: Es ist bislang ein sehr undurchschaubares System.

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