Fazit des XXL-Turniers 12.500 Zuschauer – der Aurich-Cup brach wieder mal Rekorde
Die 31. Ausgabe des Aurich-Cups ist Geschichte. 388 Teams gingen auf Torejagd und der Zuschauerandrang war groß wie nie. Wer gewinnt den Fanpokal?
Aurich - Am späten Sonntagabend endete der Aurich-Cup, der wieder einmal Rekorde brach. Einige Stunden später war vom Kunstrasen mit zwei Toren und Rundum-Bande schon nichts mehr zu sehen. Noch während der Siegerehrung der Herren begannen die Abbauarbeiten. In der Nacht wurde die Sparkassen-Arena „besenrein“ hinterlassen, sodass am Montag schon wieder der Schulsport anlaufen konnte.
Mit dem Verlauf der 31. Ausgabe des mittlerweile wohl größten Hallenturnier Deutschlands ist der Veranstalter zufrieden. Der Aurich-Cup war stimmungsvoll, meistens lief alles gesittet und nach Plan. Und: „Es gab ein paar Bandverletzungen, aber keine schwerwiegenden Verletzungen“, sagt Stefan Wilts, Geschäftsführer der SpVg Aurich.
Alleine mehr als 2000 Zuschauer am Finaltag
Mehrere Rekorde wurden gebrochen: Mit 388 Mannschaften nahmen so viele Teams wie noch nie beim XXL-Turnier teil. „Es gab ein paar kurzfristige Absagen, aber wir konnten die Lücke durch Teams von der Nachrückerliste oder durch eigene Teams schließen“, schildert Stefan Wilts. 710 Spiele bei dieser Auflage sind ebenfalls Rekord. Auch auf der Tribüne wurden neue Bestwerte gesetzt. 12.500 zahlende Zuschauer hat die SpVg Aurich über die zehn Austragungstage registriert. Damit wurde der erst im Vorjahr aufgestellte Rekordwert um rund 1000 Zuschauer übertroffen.
Alleine 2273 zahlende Zuschauer kamen zum Finaltag am Sonntag, plus die spielenden Mannschaften, die teilweise auch noch etwas geblieben sind. „So voll war es bei den Finalspielen noch nie“, sagt Stefan Wilts. „Das liegt auch daran, dass beim Finaltag noch Vereine mit großem Fananhang dabei waren.“
Freikarten statt Freibier für den Fan-Sieger?
Besonders zu nennen sind hierbei SuS Steenfelde und der SC 13 Eichen Wiesens. Diese Vereine sind es auch, die für den Fanpokal infrage kommen dürften. Erstmals wurde der Fan-Sieger nicht noch am Finaltag bekannt gegeben. Die Turnierleitung trifft die Entscheidung erst in einer noch folgenden Sitzung. „Da muss das ganze Turnier in Betracht gezogen werden. Manche Vereine haben vielleicht in der Vorrunde für mehr Stimmung gesorgt, andere dann am Finaltag“, sagt Stefan Wilts. Auch beim Preis für den Fan-Sieger könnte es eine Neuerung geben. Bislang gab es Freibier als Gewinn. Jetzt gibt es die Idee, dass der Fan-Sieger ein gewisses Kontingent an Freikarten für die kommende Auflage des Aurich-Cups erhält.
Am Grundgerüst des Turniers der Superlative dürfte sich im folgenden Jahr nicht viel ändern. „Ein paar Kleinigkeiten gibt es sicherlich, die man anpassen kann. Zum Beispiel, dass die Fotos der Siegerteams nicht mit dem Bogen vor dem Tor gemacht werden, sondern vor der vollen Tribüne. An sich vom Rahmenplan her passt das alles schon ganz gut“, sagt Stefan Wilts. Bei der nun beendeten Auflage waren die Vorrundengruppen bei den Senioren erstmals so gesetzt, dass es vermehrt zu Derbys kam. Das hat durchaus zu einem höheren Zuschauerinteresse geführt.
Vereinzelt kam das aber auch nicht gut an, da es beispielsweise dazu geführt hat, dass die Vorrundengruppen größere Leistungsunterschiede hatten. Die Gruppe 4 der Herren mit vier Bezirksligisten hatte ihrem Titel als „Hammergruppe“ alle Ehre gemacht. Alle Spiele waren spannend und die ersten beiden Teams, die weiter kamen (TuS Middels und SV Großefehn), standen am Ende auch im Turnierfinale.