Leerstand  Stadt Friesoythe sucht Nachnutzer fürs alte Rathaus

| | 03.01.2025 18:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Das Erdgeschoss des alten Rathauses Stadtmitte steht seit einem guten Jahr leer. Nun sucht die Stadt Friesoythe Nachnutzer. Die können sich bis Ende März bewerben. Foto: Stix.
Das Erdgeschoss des alten Rathauses Stadtmitte steht seit einem guten Jahr leer. Nun sucht die Stadt Friesoythe Nachnutzer. Die können sich bis Ende März bewerben. Foto: Stix.
Artikel teilen:

Die Stadt Friesoythe sucht nach einer Nachnutzung für das Rathaus Stadtmitte. Vor über einem Jahr war das Bildungswerk aus dem Erdgeschoss ausgezogen. Ziel ist, die Innenstadt attraktiver zu machen.

Friesoythe - Nachdem das Rathaus Stadtmitte im Erdgeschoss seit einem guten Jahr leer steht, suchen die Wirtschaftsbetriebe Stadt Friesoythe GmbH und die Stadt Friesoythe nach einer Nachnutzung für das historische Gebäude im Kern des Ortes Friesoythe. „Seitens der Gremien haben wir den Auftrag, zur Nachnutzung ein Interessenbekundungsverfahren durchzuführen, das wir jetzt auch formal auf den Weg bringen“, teilte Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers mit, die zugleich Geschäftsführerin der Wirtschaftsbetriebe Stadt Friesoythe, WiBeF GmbH, ist.

Natürlich stelle sich da die Frage, was es mit einem solchen Verfahren auf sich hat und ob damit bereits eine konkrete Bewerbung möglich ist. Dazu erläutert Hamjediers: „Ein Interessenbekundungsverfahren ist eine formlose Markerhebung, die einem förmlichen Vergabeverfahren meist vorgeschaltet ist. Ein solches Verfahren wendet man immer dann an, wenn die Parameter für eine formelle Ausschreibung noch nicht feststehen“.

Belebung der Innenstadt

Klar sei allerdings, dass das Rathaus Stadtmitte künftig den Zielen der Stadtsanierung dienen, also zur Belegung und Attraktivität der Friesoyther Innenstadt beitragen soll.

Tatsächlich gebe es für die künftige Nutzung des Rathauses Stadtmitte, das sich im Eigentum der hunderprozentigen Tochter der Stadt Wirtschaftsbetriebe Stadt Friesoythe befindet, verschiedene Optionen, so Hamjediers. Es stelle sich die Frage, ob das Gebäude im jetzigen Zustand übernommen werden kann oder ob bauliche Maßnahmen notwendig seien. Ebenso könnte man überlegen, ob das gesamte Gebäude „an den Markt geht“ oder ob das Postgeschichtliche Museum, das im Obergeschoss ansässig ist, als Mieter bleibt. Auch stelle sich für die Stadt Friesoythe die Frage, ob ausschließlich eine Mietnutzung in Frage kommt, oder auch ein Erwerb des Gebäudes denkbar ist.

Offen ob Vermietung oder Verkauf

„Unvermeidlich wird es sein, das Gebäude technisch zu ertüchtigen. Das fängt bei der Heizung an und geht über die Elektrik und energetischen Maßnahmen bis hin zum Dach. Ob darüber hinaus baulich was passieren muss, hängt naturgemäß davon ab, was man mit dem Gebäude vorhat. Erst wenn wir wissen, wie die Interessenlage bei potenziellen künftigen Nutzern ist – ob sie insbesondere bereit sind sich an den Sanierungskosten zu beteiligen – können wir weiter denken“, erklärt WiBeF-Geschäftsführerin Hamjediers.

„Offen gelassen wird in dem Verfahren auch die Frage, ob es Ziel ist das gesamte Gebäude zu nutzen oder ob das Obergeschoss z.B. weiterhin für das Postgeschichtliche Museum zur Verfügung gestellt werden kann. Auch ein Verkauf des Gebäudes ist als Option aufgeführt.“

Infos auf der Homepage der Stadt

Informationen und Bewerbungsformulare findet man auf der Homepage der Stadt Friesoythe www.friesoythe.de unter Amtliche Veröffentlichungen. Für Rückfragen steht Sabine Dedden von der Zentralen Vergabestelle der Stadt zur Verfügung, per Telefon 04491/9293 141 oder per Mail an dedden@friesoythe.de.

Bewerbungen seien bis 31. März 2025 möglich, teilt Hamjediers mit.

Ähnliche Artikel