Sternsinger in Rhauderfehn  Eric, Famke und 54 weitere Jugendliche gehen von Haus zu Haus

| | 03.01.2025 16:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Famke und Eric Schmidt besuchten an diesem Freitag als Sternsinger auch den GA. Foto: Janßen
Famke und Eric Schmidt besuchten an diesem Freitag als Sternsinger auch den GA. Foto: Janßen
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Die Geschwister sind schon seit 2019 dabei. Sie sammeln Geld für Kinder in Not. Erste Station an diesem Freitag war der GA. Alle Infos zur Aktion gibt’s hier.

Rhauderfehn - Schnee und Matsch hält sie nicht auf: Dutzende Jungen und Mädchen wurden an diesem Freitagmorgen, 3. Januar 2025, im Oberledingerland ausgesandt, um als Sternsinger den Segen in die Häuser zu tragen. „In der Kirchengemeinde St. Bonifatius Rhauderfehn sind es 56 Könige, die bis Sonnabend unterwegs sind“, sagt Gemeindereferentin Ruth Denkler. Dazu kommen die Begleitpersonen, in der Regel Eltern der Sternsinger. Auch in der Kirchengemeinde St. Bernhard in Flachsmeer, die zusammen mit St. Bonifatius eine Pfarreigemeinschaft bildet, wurden Sternsinger ausgesandt.

Die Beteiligung sei in diesem Jahr gut, so Denkler. Trotzdem könne man nicht jedes Haus besuchen. „Dafür ist das Gemeindegebiet zu groß.“ Wer Wert auf den Besuch legt, konnte sich aber im Vorfeld anmelden.

Seit 2019 in Rhauderfehn dabei

Zu den 56 Königen aus St. Bonifatius gehören Eric (15) und Famke (13) Schmidt aus Rhauderfehn-Mitte. Sie zogen am Morgen, begleitet von ihrem Vater Ingo Schmidt, los. Die erste Station auf ihrem Weg: Der General-Anzeiger am Rhauderfehner Untenende. Dort sangen sie „Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir kommen geführt von Gottes Hand. Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr: Kaspar, Melchior und Balthasar.“

Bereits seit 2019 ziehen die Geschwister jedes Jahr als Sternsinger von Haus zu Haus. „Nur ein Jahr mussten wir wegen Corona aussetzen“, erzählen die Jugendlichen, die ein tolles Vorbild haben: „Als Junge bin ich auch Sternsinger gewesen“, erzählt Vater Ingo Schmidt. „Nur dass ich in Völlenerfehn unterwegs war, von der Kirchengemeinde St. Bernhard aus.“ Jetzt lebt die Familie im Rhauderfehner Zentrum und verteilt deshalb dort auch den Segensspruch. „Aus dem Zentrum machen sonst keine Kinder und Jugendlichen mit, deshalb sind wir nur zwei Könige“, erzählen Famke und Eric. Sie laufen in ihrer Nachbarschaft rund um die Straße Sonnentau von Haus zu Haus. Außerdem haben sie eine Liste mit Menschen, die vorher um einen Besuch gebeten haben. Die werden extra angesteuert.

Mit Kreide oder als Aufkleber

„Die meisten Leute, bei denen wir anklingeln, freuen sich über unseren Besuch“, sagt Eric. Nur wenige lehnten den Segen, der mit Kreide oder mit einem Aufkleber an Tür oder Wand hinterlassen werden kann, ab. „Wir wissen auch aus den Vorjahren, wo die Leute ablehnend sind. Da klingeln wir dann nicht mehr an“, so Vater Info Schmidt.

Mit Kreide schrieb Famke Schmidt den Segen an die Hauswand des GA-Gebäudes. Foto: Janßen
Mit Kreide schrieb Famke Schmidt den Segen an die Hauswand des GA-Gebäudes. Foto: Janßen

Gerne erklären die Jugendlichen den Hintergrund der Aktion. Die Sternsinger sind das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche. „Man muss aber nicht katholisch sein, um als Sternsinger mitzumachen“, erklärt Ingo Schmidt. Im Mittelpunkt steht die gute Tat: Kinder sammeln Geld für Hilfsprojekte, die Kindern in aller Welt zu Gute kommen – und nicht etwa Süßigkeiten für sich selbst. „Das wissen die meisten Leute auch“, sagt Eric Schmidt. Ab und an gebe es für die Sternsinger aber trotzdem etwas zum Naschen – zusätzlich zur Spende. „Das bringen wir dann zu Ruth Denkler, die es für einen gute Zweck verteilt“, ergänzt Famke.

Was bedeutet „20 C+M+B 25“?

Nach dem Sternsingerlied sagen die Geschwister traditionell einen Segensspruch auf: „Segne Herr nun dieses Haus und alle, die gehen ein und aus!“ Und ganz zum Schluss gibt es das, was für viele Menschen einen hohen Symbolwert hat: den Segen, mit Kreide oder als Aufkleber, für das Haus. „20 C+M+B 25“ wird in diesem Jahr geschrieben. C, M und B stehen für „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus segne dieses Haus). Die Jahreszahl umschließt den Segensspruch.

Das Kinderhilfswerk „Sternsinger“ unterstützt weltweit 1097 Projekte in 93 Ländern. Die Fördersumme betrug bislang insgesamt 42,33 Millionen Euro.

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