Interne Aussprache Germania Leer wieder mit Colak und „anderem Gesicht“
Nach dem 2:7 und 1:9 wurde bei Fußball-Landesligist Leer Klartext gesprochen. Bis zur Winterpause soll sich das Team zusammenreißen. Kommen dann Neuzugänge?
Leer - Die Fäden im Bauch sind raus. Erhan Colak steht nach seiner Blinddarm-Operation vor fast zwei Wochen wieder bei Germania Leer als Trainer vor Ort zur Verfügung. Am Freitag leitete Colak beim Fußball-Landesligisten das Abschlusstraining und wird mit seiner Mannschaft am Sonntag zum Auswärtsspiel zum SV GW Mühlen fahren. Anstoß im Münsterland-Stadion ist um 14 Uhr. Colak verspricht: „Wir werden mit einem anderen Gesicht auftreten als in den beiden vorherigen Spielen. Dann hoffe ich, dass wir ein gutes Ergebnis erzählen können.“
Nach dem 2:7 gegen GW Firrel vor zwei Wochen und dem desolaten 1:9 am Sonntag gegen BV Garrel herrschte bei Germania Leer unter der Woche Redebedarf. Die Vereinsführung und das Trainerteam hatten sich zusammengesetzt und eine Art „Bestandsaufnahme“ gemacht. „Bis zur Winterpause wollen wir uns vernünftig präsentieren und vielleicht für die ein oder andere Überraschung sorgen. Dann haben wir Zeit, unseren Kader zu verstärken“, sagt Erhan Colak. Da sei er guter Dinge. Er deutete an, auch schon die ein oder andere Zusage potenziell neuer Spieler erhalten zu haben. Vor der Saison und auch während der Spielzeit hat Germania Leer einen gewaltigen Aderlass hinnehmen müssen, einige Leistungsträger hatten den Verein verlassen.
Personallage entspannt sich bei Leer
Das Leistungsniveau sei die eine Sache. Was aber inakzeptabel sei, so Colak, sei das Auftreten einiger Spieler, wie es beim 1:9 gegen Garrel an den Tag gelegt wurde. „Ich konnte da leider nicht dabei sein, habe mir aber sagen lassen, dass wir da erschreckend wehrlos waren. Das geht gar nicht. Gegenwehr und Einsatz darf man erwarten, egal in welcher Situation“, so Colak. Gemeinsam mit der Mannschaft habe es eine Aussprache gegeben. „Die Spieler haben sich geäußert und es eingesehen“, hofft Colak, dass es Wirkung gezeigt hat.
Der Germania-Trainer zählt Mühlen zu den qualitativ besten Teams der Liga. Seine Mannschaft dagegen ist mit nur zwei Punkten aus 14 Partien Schlusslicht der Liga. Immerhin verbessert sich die Personallage im Vergleich zum Garrel-Spiel. Ein paar krank oder angeschlagen gewesene Akteure kehren zurück. „Zudem können wir auf Spieler der Zweiten zurückgreifen. Die haben ja schon Winterpause.“
Unser Tipp
SV GW Mühlen – VfL Germania Leer 4:1. Die Personalsituation bei Leer ist eine etwas bessere, die Einsatzbereitschaft der Spieler nach interner Aussprache sicherlich auch. Doch reicht das für etwas Zählbares? Zumindest ein Debakel wie in den beiden Vorwochen dürfte verhindert werden können.