GA-Domizil wechselt Besitzer Verlagsgebäude gehört bald der Gemeinde Rhauderfehn
Derzeit werden die Vertragsunterlagen vorbereitet. Auf den 3300 Quadratmetern Nutzfläche ist Platz für mehr als nur ein Familienzentrum.
Rhauderfehn - Zum Jahreswechsel wird das GA-Verlagshauses am Untenende in Rhauderfehn den Eigentümer wechseln. „Wir haben zusammengesessen, jetzt wird die Besitzübergabe vorbereitet“, sagt Rhauderfehns Bürgermeister Geert Müller. Die Kommune wird den traditionsreichen Gebäudekomplex übernehmen. Dort soll unter anderem ein Familienzentrum Platz finden.
Seit dem Sommer laufen die politischen Beratungen und Verhandlungen. Im Juli bevollmächtigte der Verwaltungsausschuss der Gemeinde den Bürgermeister, den Kauf abzuschließen. Vorher waren aber noch Unterlagen anzufordern und zu prüfen. „Das hat nun eine grüne Weichenstellung ergeben“, sagt Müller. Derzeit werde das Vertragswerk ausgearbeitet.
Nutzungskonzept für Rhauderfehner Gebäude
Im neuen Haushalt der Gemeinde Rhauderfehn ist bereits ein sogenannter Planungsansatz enthalten: 200.000 Euro werden bereitgestellt für die Planungskosten, erläuterte Kämmerin Sandra Kässens vor wenigen Tagen.
Mit Hilfe eines Ingenieur-Büros, so Müller, wolle man ein Konzept erstellen, wie und wofür die Räume genutzt werden können. Immerhin stehen auf dem 6500 Quadratmeter großen Grundstück insgesamt 3.300 Quadratmeter an Nutzfläche zur Verfügung. Im Familienzentrum sollen die Bücherei, ein Jugendtreff und Beratungsräume ein Domizil finden. Der Platz reicht aber für viel mehr.
Interessenten haben sich schon gemeldet
Wichtig sei es dabei, dass auch wirtschaftliche Nutzungen angedacht werden, die auch Erträge bringen, machte Müller schon im Sommer deutlich. Hierzu passend hätten sich schon ein paar Interessenten gemeldet. „Ich glaube schon, dass das ganz gut aussieht“, so Müller.
Neben den Planungskosten sind im Haushalt weitere Posten rund um das künftige Familienzentrum im Haushalt unter diversen Posten enthalten. „Wir brauchen ja zum Beispiel einen Hausmeister“, erklärt Müller. Wenn das Konzept für die Nutzung steht, kann die Gemeinde daran gehen, die Nutzungsänderungen beim Landkreis Leer zu beantragen. „Das wird aber noch etwas dauern.“
Große Teile des Hauses stehen leer
Seit 2019 stehen die Räume im traditionsreichen Firmenstandort der Verlegerfamilie Engelberg mit der ehemaligen Siebe-Ostendorp-Druckerei weitestgehend leer. In dem großen Gebäudekomplex sind derzeit nur der General-Anzeiger mit Redaktion, Anzeigenabteilung und Media-Store sowie die Siebe Ostendorp GmbH beheimatet. Die Tageszeitung soll hier weiterhin Mieter bleiben.
Mareike Engelberg betonte zu Beginn der Verhandlungen mit der Gemeinde: „Wir hatten schon eine Weile nachgedacht, wie es an dem Standort weitergehen soll und wie man ihn sinnvoll mit Leben füllen könnte. Die Idee, dass die Gemeinde sich hier entwickeln kann, gefällt uns als Familie sehr gut.“