Mit 40 Tonnen an Gütern  Barßeler organisiert erneut Hilfstransporte in die Ukraine

| | 14.10.2024 07:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Der Barßeler Michael Kröger (Mitte) von der Direkthilfe-Ukraine organisiert wieder einen Hilfstransport in die Ukraine. Darüber freuen sich die Bürgermeister Günter Harders (rechts, Ostrhauderfehn) und Nils Anhuth (Barßel). Fotos: Ukrainehilfe/Gemeinde Ostrhauderfehn
Der Barßeler Michael Kröger (Mitte) von der Direkthilfe-Ukraine organisiert wieder einen Hilfstransport in die Ukraine. Darüber freuen sich die Bürgermeister Günter Harders (rechts, Ostrhauderfehn) und Nils Anhuth (Barßel). Fotos: Ukrainehilfe/Gemeinde Ostrhauderfehn
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Michael Kröger aus Barßel bringt mit seiner Organisation Direkthilfe-Ukraine lebenswichtige Güter in die umkämpften Gebiete. Nun bekommt er Unterstützung von zwei Gemeinden.

Barßel/Ostrhauderfehn - Michael Kröger aus Barßel ist vor neun Jahren nach Kiew in die Ukraine gezogen und hat dort seine Frau Anna kennengelernt. Mit Kriegsbeginn evakuierte er seine Frau und weitere Personen nach Barßel, blieb aber selbst vor Ort, um zu helfen. Er gründete die Direkthilfe-Ukraine und organisiert nun Hilfstransporte in das Kriegsgebiet.

Die Organisation sammelt Geld- und Sachspenden und hilft den Menschen in der Ukraine so auf direktem Weg. Über Sammelstellen werden die Waren nach Ostrhauderfehn gebracht, dort sortiert und auf Lkws geladen, die die Fracht dann bis nach Kiew zu Krögers Lager vor Ort fahren. Lebenswichtige Güter wie Nahrung, Medikamente und Hilfsmittel werden an die gegeben, die sie am dringendsten benötigen, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde Ostrhauderfehn. Kröger startet in den nächsten Tagen mit dem 20. Hilfstransport. Drei Lkws werden rund 40 Tonnen Hilfsgüter in die umkämpften Gebiete transportieren. Seit Kriegsbeginn hat Kröger mit seiner Organisation über 500 Tonnen an Spenden gesammelt und in die Ukraine gebracht und selbst verteilt.

Barßel und Ostrhauderfehn unterstützen Kröger

Nun konnte er die Gemeinden Barßel und Ostrhauderfehn als Unterstützer für sein Hilfsprojekt gewinnen. Ein großes Sammellager ist im Gewerbegebiet in Ostrhauderfehn entstanden. Hier können die Sachspenden ordentlich zwischengelagert und für den Transport vorbereitet werden. Beim anstehenden Transport werden Lebensmittel, Hygieneartikel, Verbandsmaterial, Rettungsdecken, Feuerwehrausrüstung, Bettdecken, Kopfkissen, warme Winterbekleidung, Betten, inkl. Lattenroste und Matratzen, Krankenhausbetten, Krankenhausartikel, wie OP-Kittel, Masken, OP-Material sowie Haushaltsartikel für tausende Binnenflüchtlinge in Dörfer, die aktuell unter Beschuss stehen, Krankenhäuser, Kinderheime, Kindergärten, Tierheime oder direkt an die Frontlinie geliefert.

In den nächsten Tagen soll der Konvoi in Richtung Ukraine starten.
In den nächsten Tagen soll der Konvoi in Richtung Ukraine starten.

Die logistisch aufwendigen Transporte kosten der Direkthilfe-Ukraine viel Geld. Daher bittet Kröger um Geldspenden, damit der Hilfstransport durchgeführt werden kann und die Verteilung vor Ort finanziell sichergestellt ist. Außerdem ruft er dazu auf, sich mit Geld-und Sachspenden am nächsten Transport, der großen Weihnachtsaktion, zu beteiligen. 1000 Kinder sollen beschenkt werden, um somit für eine Zeit die Schrecken des Krieges auszublenden. Neben Geldspenden würde sich die Direkthilfe-Ukraine auch über Spielsachen und Süßigkeiten freuen. Beschenkt werden sollen Mädchen und Jungen im Alter von 0 bis 17 Jahren. Kröger bittet hier allerdings darauf zu achten, dass nur Neuware oder sehr gut erhaltenes Spielzeug gespendet wird. Auch die Teenager in der Ukraine freuen sich über alle Dinge, welche auch hier gerne konsumiert werden, wie beispielsweise Kosmetik, Rucksäcke, Bluetooth-Kopfhörer oder –boxen und ähnliches. Er versichert, dass alle Geschenke entsprechend dem Alter und Geschlecht ausgesucht und personalisiert werden. Wer nicht über einen großen Geldbeutel verfügt, aber dennoch helfen möchte, kann auch Geschenktüten, Geschenkpapier oder Süßigkeiten stiften. „Wir freuen uns über alles!“, so Kröger.

Große Solidarität für die Ukraine

Die Bürgermeister der Gemeinden Barßel und Ostrhauderfehn, Nils Anhuth und Günter Harders, unterstützen das Projekt gerne und loben Kröger für sein unermüdliches Engagement. „In Zeiten der Krise ist es die Solidarität, die uns verbindet und stärkt. Spenden sind ein eindrucksvolles Zeichen für Menschlichkeit und Mitgefühl. Sie zeigen, dass wir als Gemeinschaft zusammenstehen und bereit sind, unseren Mitmenschen in der Ukraine beizustehen. Es ist sehr beeindruckend, dass Michael Kröger unermüdlich Spenden sammelt und die Strapazen des Hilfstransportes auf sich nimmt. Dafür kann man ihm nicht genug danken!“, so Anhuth und Harders.

Wer Fragen zur Ukrainehilfe hat, kann sich gerne persönlich an Michael Kröger per Whatsapp +380987807313 oder per E-Mail michael@direkthilfe-ukraine.com wenden oder sich auf der Internetseite unter www.direkthilfe-ukraine.com informieren. Dort gibt es auch alle Informationen über Spendemöglichkeiten.

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