Pläne für 2025 vorgestellt So schön soll der neue inklusive Spielplatz am Idasee werden
Der Idasee in Idafehn soll einen inklusiven Wasserspielplatz erhalten. Diese Spielgeräte sind geplant – und so sollen die hohen Kosten gestemmt werden.
Idafehn - Der Idasee in Idafehn soll im kommenden Jahr weiter aufgewertet werden. Im Fachausschuss für Klimaschutz der Gemeinde Ostrhauderfehn wurden jetzt die Pläne für einen inklusiven Wasserspielplatz vorgestellt. Dieser soll im Sommer 2025 errichtet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich laut ersten Planungen auf rund 418.000 Euro. Ein Großteil davon soll durch Fördermittel finanziert werden. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum geplanten Projekt:
Wer setzt das Projekt um?
Die Gemeinde Ostrhauderfehn arbeitet hier mit der Firma Natürlich inklusiv aus Westoverledingen zusammen. Das Unternehmen hat sich auf die Beratung und Planung von barrierefreien Spielplätzen spezialisiert und schon mehrere Projekte in der Region realisiert.
Wie soll der Spielplatz aussehen?
Vorgesehen sind Spielgeräte wie eine Wasserspielanlage, eine Wippe, Trichtertelefone, ein Karussell, eine Nestschaukel, ein Stangen-Wald und visuelle Doppeldrehscheiben. Das Wasser für die Wasserspielgeräte soll direkt aus dem Idasee kommen. Fenna Coordes, die als Fördermittelmanagerin der Gemeinde Ostrhauderfehn das Projekt plant, erklärt: „Wir achten bei der Auswahl der Spielgeräte darauf, dass einige auch von Menschen mit Einschränkungen genutzt werden können. So soll beispielsweise das Karussell mit einem Rollstuhl befahren werden können.“ Zudem soll der Spielplatz eine inklusive Parkbank, Sonnensegel, einen Zaun, Hinweisschilder und eine Bepflanzung erhalten. Auch das Beachvolleyball-Feld soll ein Ballfangnetz bekommen.
Wo soll der Spielplatz genau errichtet werden?
Er soll am Eingang zum Idasee-Gelände entstehen – und zwar zwischen dem See selbst und dem Sanitärgebäude beziehungsweise Beachvolleyballfeld.
Wer übernimmt die Kosten?
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 418.000 Euro. Exakt 200.000 Euro werden über das Leader-Förderprogramm „Fehngebiet“ finanziert. 9000 Euro kommen von der VR-Stiftung. Für beide Zuschüsse gibt es bereits eine Zusage. Weitere 146.700 Euro könnten durch die sogenannte Konfinanzierungsrichtlinie kommen. Rathaus-Sprecherin Gerta Waden erklärt dazu: „Die Kofinanzierungsrichtlinie vom Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung richtet sich an finanzschwache Kommunen, die bei EU-Förderprojekten nicht den nötigen Eigenanteil aufbringen können. Eine Förderung über die Kofinanzierungsrichtlinie führt dazu, dass sich der Eigenanteil der Gemeinde verringert und somit eine Umsetzung möglich ist. Eine Entscheidung über unseren Förderantrag gibt es derzeit noch nicht – es wird entweder die beantragte Summe bewilligt oder abgelehnt. “ Im November soll feststehen, ob dieses Geld fließt. Wenn ja, dann müsste die Gemeinde „lediglich“ 62.770 Euro an Eigenmittel aufwenden.
Warum ist das Projekt so teuer?
Vor allem die inklusiven Spielgeräte schlagen dort zu Buche. Sie alleine kosten rund 153.000 Euro. Ostrhauderfehns Bürgermeister Günter Harders erklärt: „Es müssen zudem sehr viele Vorschriften beachtet werden. Beispielsweise muss das Idasee-Wasser, was wir für den Spielplatz nutzen, regelmäßig gespült werden, damit sich keine Legionellen bilden.“
Was passiert, wenn die Förderung nicht kommt?
Die derzeitigen Planungen müssten angepasst werden. Bedeutet: Es werden dann weniger Spielgeräte aufgestellt. „Die Umsetzung soll trotzdem im Jahr 2025 erfolgen“, betont Sprecherin Gerta Waden.
Was passiert mit den jetzigen Spielgeräten?
Die vorhandenen Spielgeräte bleiben alle erhalten, einige Spielgeräte werden lediglich umgesetzt.