Fußball-Landesliga Leer gastiert bei Wildeshausen um treffsicheren Ex-Firreler
Fußball-Trainer Erhan Colak hat Lasse Härtel einst bei GW Firrel zu den Herren hochgezogen. Nun sind sie Landesliga-Gegner bei anderen Klubs. Firrel will derweil den Negativlauf stoppen.
Firrel/Leer - Das Auswärtsspiel am Sonnabend von Germania Leer ist für Trainer Erhan Colak auch mit einem Wiedersehen verbunden. Als Spielertrainer von GW Firrel ließ er den damaligen A-Junioren Lasse Härtel bei einigen Trainingseinheiten reinschnuppern und ermöglichte ihm auch die ersten Einsätze im Herrenbereich. „Lasses Potenzial hat man damals schon gesehen. Als ich dann Firrel verlassen hatte, war er jahrelang Stammspieler und hat einige Tore geschossen“, sagt Colak über Härtel, der im Sommer zu Fußball-Landesliga-Aufsteiger VfL Wildeshausen gewechselt war. Am Sonnabend um 15 Uhr gastiert Germania Leer beim Mitaufsteiger VfL um 15 Uhr. Am Sonntag zur selben Uhrzeit beginnt für GW Firrel das schwere Auswärtsspiel beim Zweiten SV Holthausen Biene.
Lasse Härtel ist beim VfL Wildeshausen mit sechs Toren der bislang treffsicherste Spieler. „Es ist keine Überraschung, dass er auch in Wildeshausen seine Tore schießt. Er ist pfeilschnell, hat einen guten linken Fuß und Abschluss“, lobt Erhan Colak den mittlerweile gestandenen Herrenspieler Lasse Härtel (25 Jahre). „Wildeshausen ist ein starker Aufsteiger, der nicht nur Lasse zu bieten hat, sondern auch andere schnelle Leute, Standardstärke und gestandene Spieler.“ Entsprechend sieht Colak seine Germanen im Aufsteiger-Duell als „Herausforderer“. Um erstmals auswärts in dieser Saison zu punkten, benötige es „etwas Spielglück und eine gute Leistung nicht nur über 45, sondern über 90 Minuten“, so Colak.
Unsere Tipps
SV Holthausen Biene – GW Firrel 2:1. Firrels schwache Phase kommt zur Unzeit. Es wird schwer, am Biener Busch etwas zu holen. Ein Punkt wäre der Start zur Wende, doch Unentschieden gab es in den jüngsten Aufeinandertreffen nie.
VfL Wildeshausen – Germania Leer 3:1. Mit 22 Saisontoren hat Wildeshausen die mit Abstand meisten aller Abstiegskandidaten. Leer könnte noch das Pokalspiel von Mittwoch in den Knochen stecken, auch wenn Angeschlagene geschont wurden.
Firrel will „schwere Phase“überwinden
Mut machen könnte ihm die Statistik im direkten Vergleich. Von den vergangenen sieben Aufeinandertreffen hat Leer nicht ein einziges gegen Wildeshausen verloren. Fünf Partien endeten unentschieden, zweimal konnte Leer einen knappen Auswärtserfolg landen. Dagegen hätte Colak nichts einzuwenden. „Ich habe zu dieser Statistik noch nichts beigetragen, hätte aber nichts dagegen, wenn diese Serie fortgesetzt wird. Es ist aber kein Wunschkonzert. Leistung zählt“, sagt der Leeraner Trainer, der weiterhin auf Salim Schick (im Aufbautraining nach Verletzung) verzichten muss.
Genauso wie seine Germanen reist mit GW Firrel einer seiner Ex-Vereine an diesem Spieltag als Außenseiter an. Die Grün-Weißen treten beim SV Holthausen Biene an, der für viele in der Szene als Top-Favorit auf die Meisterschaft gilt. Ausgerechnet jetzt hängen die Firreler ihrer Form hinterher. Nach dem besten Landesliga-Saisonstart der Vereinsgeschichte gab es zuletzt drei Niederlagen in Folge. Am vergangenen Sonntag verhinderte Torwart Jann Hellmers beim 0:2 gegen Schüttorf eine noch höhere Pleite. „Wir durchleben gerade eine schwere Phase“, sagt GW-Coach Bernd Grotlüschen.
„Wir haben viele Verletzte und Kranke. Und von den Rückkehrern kann man nicht direkt 100 Prozent erwarten.“ In dem kommenden Spiel sieht Bernd Grotlüschen eine hohe Hürde: „Die Biener stehen seit Jahren immer oben, sind unglaublich offensivstark und lassen hinten kaum Torchancen zu. Wenn wir kompakt stehen und gut gegen den Ball arbeiten, ist aber auch am Sonntag etwas möglich.“