Diakonisches Werk Flüchtlingsarbeit auf dem Fehn kostet viel Geld
Das Diakonische Werk des Kirchenkreises Rhauderfehn bekommt für seine Migrationsberatung einen Zuschuss von der Gemeinde. Doch die Personalkosten steigen. Die Diakonie braucht mehr Geld.
Rhauderfehn - Das Diakonische Werk im evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Rhauderfehn benötigt mehr Geld für seine Flüchtlingsarbeit. Grund seien gestiegene Lohnkosten. Das macht der Geschäftsführer Helmut Hartema in einem Antrag an die Gemeinde Rhauderfehn deutlich. Es geht um 30.000 Euro jährlichen Zuschusses. Finanzhilfe in dieser Höhe hat das Diakonische Werk bereits für das Jahr 2024 erhalten. Nun möchte es gerne einen politischen Beschluss, um diesen Zuschuss zu verstetigen. „Zur Fortsetzung der erfolgreichen Arbeit beantragt das Diakonische Werk vor dem Hintergrund gestiegener Lohn- und Lohnnebenkosten für das Kalenderjahr 2025 einen Zuschuss von mindestens 30.000 Euro“, steht in dem Antrag, den Hartema an die Gemeinde gerichtet hat.
Jetzt befasste sich der Sozialausschuss mit dem Antrag. Vorgetragen wurde er vom Ausschussvorsitzenden Ulrich Benedix (Ampel+), weil Hartema am Abend der Sitzung verhindert war. Er halte die bisherige Höhe des Zuschusses für „in Ordnung“, teilte Rhauderfehns Bürgermeister Geert Müller dem Ausschuss mit. Doch wenn die Finanzhilfe weiter erhöht werde, gehe das in Richtung einer institutionellen Förderung. Dann müsste man über eine Neu-Konzipierung bei der Flüchtlingsarbeit nachdenken.
Seit 2018 gibt es diese Kooperation zwischen dem Diakonischen Werk und der Gemeinde Rhauderfehn. In den ersten drei Jahren beteiligte sich die Gemeinde mit je 10000 Euro an den Personalkosten. Die nächsten drei Jahre gab es 25000 Euro pro Kalenderjahr. Für 2024 ist ein Zuschuss von 30000 Euro beschlossen.
Fraktionen mit Zuschuss einverstanden
Die Migrationsberatung sei seinerzeit ans Diakonische Werk abgegeben worden, so Müller. Doch wenn diese Arbeit durch tarifliche Lohnerhöhungen teurer werde, wäre die Überlegung, die durch den Zuschuss bezahlten Personalkapazitäten zurück ans Rathaus zu holen. „So sind wir grundsätzlich nicht angetreten“, machte Müller deutlich. „Das muss man dann zumindest mal politisch diskutieren.“
Rainer Bron, Vorsitzender der Fraktion Unser Rhauderfehn, stellte fest: „30000 Euro Zuschuss empfinden wir als okay und würden es unterstützen. Konzeptionell überdenken kann man das Ganze trotzdem.“ Laura Kruse (SPD) machte für ihre Ratsgruppe Ampel+ deutlich, dass diese den Zuschuss in dieser Höhe ebenfalls unterstütze. Sie regte an, den Geschäftsführer des Diakonischen Werks, Hartema, zu fragen, wie sich die tariflich bedingten Lohnsteigerungen in 2025 auswirken werden.
Beschluss fällt im VA
Beschlossen wird über den Antrag der Rhauderfehner Diakonie im Verwaltungsausschuss. Das ist das höchste Gremium nach dem Rat. Der VA tagt wieder am Dienstag, 24. September 2024.