Albrecht-Weinberg-Gymnasium Rhauderfehn Raum der Erinnerungskultur eingeweiht
Ein kleines Albrecht-Weinberg-Museum, das Schülerinnen und Schülern des Rhauderfehner Gymnasiums das Leben und Schicksal des Mannes näherbringt, nach dem ihre Schule benannt ist, wurde jetzt eröffnet.
Rhauderfehn - Beim Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Rhauderfehner Albrecht-Weinberg-Gymnasiums wurde am Freitag auch der Raum der Erinnerungskultur im Schulgebäude eingeweiht. In dem Raum, im C-Trakt kann gearbeitet werden, es handelt sich aber zugleich um ein kleines Museum, in dem Leben und Schicksal des Rhauderfehner Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg dargestellt und gewürdigt wird, der Namensgeber der Schule ist. Neben einem Schwarz-Weiß-Porträt von ihm und seiner Unterschrift steht dort auch sein Motto „May we never suffer again“, und es werden Bilder seiner Angehörigen gezeigt. Ein Ohrensessel für Weinberg steht in dem Raum, um zu zeigen, wie zu Hause er in der Schule ist.
Der 99-jährige Weinberg durchschnitt selbst das Band vor der Tür, um den Raum offiziell seiner Bestimmung zu übergeben.
Anschließend blies Baruch Chauskin, Kantor der jüdischen Gemeinde in Osnabrück auf dem Schofar. Das ist ein Widderhorn, das rituell eingesetzt wird, um aufzuwecken und um den Frieden Shalom zu wünschen.
In der Mensa verewigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Fingerabdrücken auf einem Plakat, das die Zugehörigkeit ihrer Schule zu diesem Netzwerk würdigt.
Im Foyer der Schule hängt seit Donnerstag, 5. September 2024, auch ein Porträt, das der italienische Fotograf Luigi Toscano von Albrecht Weinberg als Holocaust-Überlebendem angefertigt hat.