Albrecht-Weinberg-Gymnasium Rhauderfehn  Raum der Erinnerungskultur eingeweiht

| | 06.09.2024 19:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Albrecht Weinberg (sitzend) eröffnete am Freitag im Albrecht-Weinberg-Gymnasium den Raum der Erinnerungskultur. Foto: Fertig
Albrecht Weinberg (sitzend) eröffnete am Freitag im Albrecht-Weinberg-Gymnasium den Raum der Erinnerungskultur. Foto: Fertig
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Ein kleines Albrecht-Weinberg-Museum, das Schülerinnen und Schülern des Rhauderfehner Gymnasiums das Leben und Schicksal des Mannes näherbringt, nach dem ihre Schule benannt ist, wurde jetzt eröffnet.

Rhauderfehn - Beim Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Rhauderfehner Albrecht-Weinberg-Gymnasiums wurde am Freitag auch der Raum der Erinnerungskultur im Schulgebäude eingeweiht. In dem Raum, im C-Trakt kann gearbeitet werden, es handelt sich aber zugleich um ein kleines Museum, in dem Leben und Schicksal des Rhauderfehner Holocaust-Überlebenden Albrecht Weinberg dargestellt und gewürdigt wird, der Namensgeber der Schule ist. Neben einem Schwarz-Weiß-Porträt von ihm und seiner Unterschrift steht dort auch sein Motto „May we never suffer again“, und es werden Bilder seiner Angehörigen gezeigt. Ein Ohrensessel für Weinberg steht in dem Raum, um zu zeigen, wie zu Hause er in der Schule ist.

Ein Ohrensessel für Albrecht Weinberg gehört auch zur Ausstattung des Raums der Erinnerung. Foto: Fertig
Ein Ohrensessel für Albrecht Weinberg gehört auch zur Ausstattung des Raums der Erinnerung. Foto: Fertig

Der 99-jährige Weinberg durchschnitt selbst das Band vor der Tür, um den Raum offiziell seiner Bestimmung zu übergeben.

Anke Chudzinski-Schubert reicht Albrecht Weinberg die Schere, mit der er das Band durchschneidet vor der Tür zum Raum der Erinnerungskultur. Foto: Fertig
Anke Chudzinski-Schubert reicht Albrecht Weinberg die Schere, mit der er das Band durchschneidet vor der Tür zum Raum der Erinnerungskultur. Foto: Fertig

Anschließend blies Baruch Chauskin, Kantor der jüdischen Gemeinde in Osnabrück auf dem Schofar. Das ist ein Widderhorn, das rituell eingesetzt wird, um aufzuwecken und um den Frieden Shalom zu wünschen.

Mit einer Zeremonie, bei der Baruch Chauskin (rechts), Kantor der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, den Schofar blies wurde der Raum der Erinnerungskultur mit dem Namensgeber der Schule, Albrecht Weinberg (Mitte) beim Schuljubiläum eingeweiht. Mit dabei (von links) Anke Chudzinski-Schubert, Bruno Schachner und Joost Ridder. Fotos: Fert
Mit einer Zeremonie, bei der Baruch Chauskin (rechts), Kantor der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, den Schofar blies wurde der Raum der Erinnerungskultur mit dem Namensgeber der Schule, Albrecht Weinberg (Mitte) beim Schuljubiläum eingeweiht. Mit dabei (von links) Anke Chudzinski-Schubert, Bruno Schachner und Joost Ridder. Fotos: Fert
Beim Festakt überreichte Dr. Heike Roy vom Landesamt für Schule und Bildung den Schülersprechern Theeske Berghaus und Joost Ridder die Urkunde für das Netzwerk „Schule ohne Rassissmus – Schule mit Courage“, dem das Albrecht-Weinberg-Gymnasium nun auch angehört.
Dr. Heike Roy (links) vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung überreichte im Beisein von Schulleiterin Ulrike Janssen (Mitte) den Schülersprechern Joost Ridder und Theeske Berghaus die Urkunde, die bekundet, dass das Rhauderfehner Gymnasium nun dem Netzwerk Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage angehört. Foto: Fertig
Dr. Heike Roy (links) vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung überreichte im Beisein von Schulleiterin Ulrike Janssen (Mitte) den Schülersprechern Joost Ridder und Theeske Berghaus die Urkunde, die bekundet, dass das Rhauderfehner Gymnasium nun dem Netzwerk Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage angehört. Foto: Fertig

In der Mensa verewigten sich die Schülerinnen und Schüler mit Fingerabdrücken auf einem Plakat, das die Zugehörigkeit ihrer Schule zu diesem Netzwerk würdigt.

Jonathan Böhmke macht einen Fingerabdruck auf ein Plakat für das Gymnasium als Schule ohne Rassismus.
Jonathan Böhmke macht einen Fingerabdruck auf ein Plakat für das Gymnasium als Schule ohne Rassismus.

Im Foyer der Schule hängt seit Donnerstag, 5. September 2024, auch ein Porträt, das der italienische Fotograf Luigi Toscano von Albrecht Weinberg als Holocaust-Überlebendem angefertigt hat.

Ein Porträt, das Fotograf Luigi Toscano von Albrecht Weinberg angefertigt hat, hängt seit Donnerstag im Foyer der Schule. Foto: Fertig
Ein Porträt, das Fotograf Luigi Toscano von Albrecht Weinberg angefertigt hat, hängt seit Donnerstag im Foyer der Schule. Foto: Fertig

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