Leer vor hoher Landesliga-Hürde Firrel will bei „Angstgegner“ Gesmold weiter auftrumpfen
Bei dem einen ostfriesischen Fußball-Landesligisten läuft es – so gut wie noch nie. Der andere steht noch punktlos dar. Entsprechend sind auch die Ausgangslagen für den kommenden Spieltag.
Firrel/Leer - Von wegen verflixtes siebtes Jahr: GW Firrel ist in die siebte Landesliga-Saison in Folge so gut gestartet wie noch in keine andere zuvor. Nach vier Spielen stehen zehn Punkte zu Buche, das Team von Trainer Bernd Grotlüschen ist – zumindest in der Liga – noch ungeschlagen. Da ist die Marschroute für das kommende Spiel klar: Beim SV Viktoria Gesmold soll ein Auswärtssieg her. Der Anstoß erfolgt am Sonntag um 15 Uhr, ebenso beim zweiten ostfriesischen Landesligisten Germania Leer. Die Elf von Trainer Erhan Colak gastiert beim SV Bevern.
Die Statistiken sprechen bei der Partie in Gesmold (Stadtteil von Melle) eindeutig für GW Firrel: Die Ostfriesen stellen mit zwei Gegentoren aus vier Spielen die zweitbeste Defensive der Liga, der Gegner musste dagegen von allen 16 Teams die meisten Gegentreffer schlucken. 5:16 Tore ist das schlechteste Torverhältnis aller Landesligisten. Vier Punkte haben die Gesmolder aktuell auf dem Konto. Dazu soll es nach Ansicht der Firreler auch nach dem Wochenende bleiben.
Unsere Tipps
SV Viktoria Gesmold – GW Firrel 0:3. Die Firreler rotierten im Pokal (1:2), dürften also fit in Gesmold antreten. Die Erfolgsserie in der Liga könnte weitergehen.
SV Bevern – Germania Leer 4:1. Auch in Bevern könnte es eine klare Angelegenheit werden. Alles andere als eine klare Niederlage für Leer wäre eine Überraschung.
Leer ist in Bevern der „krasse Außenseiter“
„Wir haben gegen Gesmold bisher nicht gewinnen können, aber das soll sich am Sonntag ändern“, sagt Klubchef Johannes Poppen. In der vergangenen Saison gab es ein 1:4 und 1:3. „Gesmold stellt eine sehr starke und robuste Mannschaft und kann nur mit einer Glanzleistung zu Hause auf Kunstrasen bezwungen werden. Die lange Reise nach Gesmold soll sich lohnen“, so Poppen.
Mit etwas niedrigeren Erwartungen wird Germania Leer am Sonntag nach Bevern fahren. „Wir sind der krasse Außenseiter gegen eine absolute Spitzenmannschaft“, ordnet es Leer-Coach Erhan Colak ein. Bevern ist Dritter, Leer noch torlos Letzter. „Die jüngsten Leistungen stimmen mich positiv, die waren gut. Viele Kleinigkeiten sprachen aber gegen uns, um was zu holen“, so Colak. „Wir werden gut vorbereitet in Bevern antreten und können – wenn wir mal das Spielglück haben – vielleicht für eine Überraschung sorgen.“