Leser-Hinweise für Fahrradserie Diskussion um Sicherheit für Radfahrer am Untenende
Das Untenende in Westrhauderfehn sorgt für Debatten in unserer Fahrradserie. Enger Raum für Radfahrer und Fußgänger, widerrechtlich parkende Autos und mögliche Lösungen stehen im Fokus.
Westrhauderfehn - Das Untenende in Westrhauderfehn ist bei Leserinnen und Lesern in der Fahrradserie ein viel diskutiertes Thema. Sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite des Untenendes teilen sich Fahrbahn, Mehrzweckstreifen und kombinierter Geh- und Radweg den geringen Platz. Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheit wurden mehrfach diskutiert.
Ernst Claussen aus Rhauderfehn sieht das Untenende als Gefahrenpunkt für Radfahrer: „Problem: Der kombinierte Rad- und Fußweg ist viel zu schmal für beide Verkehrsteilnehmer. Oft parken Autos dort teilweise widerrechtlich und engen den Bürgersteig weiter ein. Radfahrer nutzen ihn oft entgegen der Fahrtrichtung, weil der Wechsel von Nord auf Süd und umgekehrt umständlich ist“, so Claussen. Sein Lösungsvorschlag: „Der Parkstreifen wird eingezogen und zum Radfahrweg umgewidmet. Für die entfallenden Parkflächen gibt es ausreichend Ersatz nahe oder bei den Anliegern.“
Bürgermeister Geert Müller von der Gemeinde Rhauderfehn nimmt dazu Stellung: „Die Maßnahme wurde im Rahmen des Radverkehrskonzeptes genannt, aber mehrheitlich nicht zur Umsetzung vorgeschlagen. Als Alternative prüft die Gemeinde einen Bypass über den Plümers Kamp. Auch ist es möglich, als Radfahrer die Fahrbahn des Untenendes zu benutzen. Fahrradfahrer dürfen dort auch nicht überholt werden.“
Autos mit einem Reifen auf dem Geh- und Radweg
Zum Untenende hat auch Karl Hamann aus Rhauderfehn geschrieben. „Mir fällt mir immer mehr auf, dass Autofahrer zum Teil auf dem Bürgersteig (Rad- und Fußweg) parken. Leider machen die meisten Autofahrer dies vermutlich aus Unwissenheit. Damit gefährden diese Autofahrer Fußgänger und Fahrradfahrer.“ Häufig stehen geparkte Fahrzeuge mit einem Reifen auf dem Geh- und Radweg.
Entgegengesetzt der Einbahnstraße fahren erlauben?
Während einer Fahrradtour durch die Gemeinde Rhauderfehn mit dieser Redaktion hatte Ratsherr Andreas Meinders (Moin) auch auf die Problematik hingewiesen, dass Radfahrer aus Richtung Ostrhauderfehn kommend bei der Ortseinfahrt in Westrhauderfehn in einer Kurve zweimal eine Fahrbahn überqueren müssen. Das sei umständlich und unübersichtlich. Zum anderen verleite es viele Radler, entgegengesetzt der Einbahnstraße auf der Südseite weiterzufahren.
Wenn es nach Leser Horst-Günther Warntjes geht, sollte das sogar auf einem Teilstück erlaubt werden.
Er schreibt: „Für Radfahrer aus Richtung Ostrhauderfehn wäre es meines Erachtens sinnvoll, wenn diese bis zur Einmündung Dosewieke auf der Südseite des Untenendes entgegen der Fahrtrichtung weiterfahren dürften. Die Gefahrenpunkte bei Kropacz und dann bei Gruben würden dadurch vermieden.“ Zudem regt Warntjes an, die Rechts-vor-Links-Regelung bei der Kreuzung Dosewieke und Mozartstraße zu überdenken: „Denn bereits jetzt halten sich insbesondere auch Radfahrer und Radfahrerinnen, die aus Richtung Untenende kommen, nicht an die Regelung.“
Schreiben Sie der Redaktion
Wo fehlen in Ihrer Gemeinde Radwege oder kombinierte Fuß- und Radwege?
Welche Kreuzungen und Straßen bereiten Ihnen als Radfahrer Sorgen? Wenn Ihnen während einer Radtour etwas auffällt, dann schicken Sie uns gerne ein Foto und auch ein Video von der Gefahrenstelle. Haben Sie Vorschläge, wie die Situation vor Ort verbessert werden könnte? Durch Rückmeldungen kann gezielt auf die Probleme in der Region eingegangen werden.
Schreiben Sie uns eine E-Mail (redaktion@ga-online.de) oder rufen Sie an unter 04952/927401.