SV Wilhelmshaven triumphiert Germania Leer kassiert 2:6-Pleite im Saris-Cup-Finale
Der Fußball-Oberligist aus Wilhelmshaven führte vor 300 Zuschauern zur Pause mit 5:0. Auch ein Ex-Leeraner traf. GW Firrel wurde in Holtland Dritter.
Holtland - Einen Tag nach dem Fast-Ausscheiden beim Ostfriesland-Cup gegen Kreisligist VfB Uplengen hat Germania Leer eine deftige Pleite gegen Oberligist SV Wilhelmshaven kassiert. Der Fußball-Landesligist verlor gegen den Fünftliga-Neuling im Finale des Saris-Cups in Holtland mit 2:6. Zur Halbzeit hatte es bereits 0:5 gestanden. Danach schraubte der SVW vor 300 Zuschauern ein paar Gänge zurück und ließ Leer zu zwei Ehrentoren kommen, bevor nach 75 Spielminuten wegen einsetzender Dunkelheit vorzeitig abgepfiffen wurde.
Die Turnierteilnahme hat sich für Germania Leer trotz deutlicher Finalniederlage gelohnt: Als Zweitplatzierter gab es 600 Euro Preisgeld, Sieger Wilhelmshaven erhielt das doppelte. 400 Euro spülte der Saris-Cup dem anderen ostfriesischen Landesligisten in die Kasse. GW Firrel gewann am Montagabend das Spiel um Platz drei gegen Bezirksligist Hansa Friesoythe mit 3:0. Dieses Spiel wurde über 90 Minuten ausgetragen.
Finale
Germania Leer – SV Wilhelmshaven 2:6 (0:5). Schon nach fünf Minuten gingen die Jadestädter in Führung: Der Ex-Papenburger Benny Boungou traf mit einem schönem Kopfball. Jannes Vehrenkamp verpasste in der zehnten Minute freistehend das 2:0. Dieses erzielte dann Feras Ibrahim Allamushi per Kopf (21.). Nur Augenblicke später erhöhte Ervin Celic auf 3:0, nachdem er sich gegen drei Leeraner recht einfach durchgesetzt hatte (24.). In der 30. Minute tauchte die Germania erstmals vor dem gegnerischen Tor auf, Egor Cesnocov schloss allerdings vorbei.
Das 4:0 für den SVW erzielte der ehemalige Germane Valeriu Gaiu per Elfmeter (37.). Der Moldawier war ein echter Aktivposten auf der rechten Seite, währenddessen Piotr Ghermann im Angriff nur sehr wenig im Spiel eingebunden wurde. Vor der Pause fiel noch das 5:0 für Wilhelmshaven durch Abdel-Aziz Ndiaye Moulaye (40.). Die Partie war längst entschieden. „In der ersten Halbzeit haben wir viele individuelle Fehler gemacht. Nach der Pause waren wir besser auf den Gegner eingestellt“, sagte Xavier Rieger, der den im Urlaub weilenden Germania-Coach Erhan Colak an der Seitenlinie vertrat.
In der 64. Minute erhöhte Joel Emiliano Trejo auf 6:0 für den Oberligisten. Dann gelangen Germania Leer noch zwei Ehrentreffer. Ein Testspieler und Viktor Martian konnten Marlon Kuhlmann, der in der vergangenen Saison bei der SpVg Aurich den Kasten gehütet hatte und nun den Schritt in die Oberliga zu Wilhelmshaven wagt, überwinden.
Tore: 0:1 Boungou (5.), 0:2 Allamushi (21.), 0:3 Celic (24.), 0:4 Gaiu (Foulelfmeter, 37.), 0:5 Moulye (40.), 0:6 Trejo (65.), 1:6 Testspieler (70.), 2:6 Martian (73.).
Spiel um Platz drei
Hansa Friesoythe – GW Firrel 0:3 (0:2). Die Mannschaft von Bernd Grotlüschen ließ gegen den Landesliga-Absteiger der vergangenen Saison den Ball gut laufen und erarbeitete sich Chancen. In der 17. Minute köpfte Tim Schouwer über den Kasten. Kurz darauf donnerte Firrel-Neuzugang Torben Lange den Ball aus der Drehung ans Lattenkreuz. Nach 31 Minuten fiel dann die Firreler Führung durch Michael Olbrys, der mit einem langen Bein erfolgreich war. Zuvor hatte sich Steffen Busemann, der in der Heimspielstätte seines Ex-Vereins SV Holtland eine starke Partie zeigte, herrlich über Außen durchgesetzt. Nach einer von Friesoythe zu kurz geklärten Ecke erzielte Manuel Suda mit einem Flachschuss das 2:0 (40.). Der Halbzeitstand war völlig verdient.
Nach der Pause kontrollierte Firrel weiter das Geschehen. Weil recht risikolos gespielt wurde, waren Chancen eher Mangelware. Manuel Suda traf in der Schlussphase mit einem 16-Meter-Schuss zum 3:0-Endstand. Hansas Offensivbemühungen führten kaum zu nennenswerten Möglichkeiten, sodass René Carstens im Firreler Kasten einen ruhigen Abend erlebte. „Es war eine gute Einheit für uns heute“, sagte GW-Coach Bernd Grotlüschen. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir gut Tempo gemacht. Danach hat mir gefallen, wie sicher wir hinten standen.“
Tore: 0:1 Olbrys (31.), 0:2/0:3 Suda (40./79.).