Anja Arndt äußert sich  Gibt es bald AfD-Ortsverbände im Oberledingerland? So ist der Stand

| | 05.07.2024 11:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Nortmoorerin Anja Arndt war Spitzenkandidatin der AfD in Niedersachsen bei der Europawahl. Sie schaffte den Sprung in das Europaparlament. Foto: Zein
Die Nortmoorerin Anja Arndt war Spitzenkandidatin der AfD in Niedersachsen bei der Europawahl. Sie schaffte den Sprung in das Europaparlament. Foto: Zein
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Bei der Europawahl schnitt die AfD besonders stark in Ostrhauderfehn und Westoverledingen ab. Werden bald Ortsverbände der Rechtspopulisten gegründet? Wir haben nachgefragt.

Oberledingerland - Bei der Europawahl am 9. Juni 2024 erzielte die Alternative für Deutschland (AfD) im Oberledingerland besonders gute Ergebnisse. Im Landkreis Leer holten die Rechtspopulisten in Westoverledingen (20,94 Prozent) und Ostrhauderfehn (20,73 Prozent) ihre besten Ergebnisse. In der Gemeinde Rhauderfehn erreichte die AfD mit 17,61 Prozent ebenfalls ein beachtliches Ergebnis. Und das, obwohl es im Landkreis Leer bislang lediglich einen AfD-Kreisverband Ostfriesland gibt. Einzelne Ortsverbände existieren nicht. Wir haben bei der AfD-Kreisvorsitzenden und neuen Europaparlamentarierin Anja Arndt (Nortmoor) nachgefragt, wie sie die Erfolge im Oberledingerland bewertet und wie weit die Planungen für die Gründung von Ortsverbänden dort sind.

„In Westoverledingen und Ostrhauderfehn leben einige von unseren aktiven Mitgliedern, die unseren Wahlkampf aktiv unterstützt haben und die dortigen Bewohner fleißig mit Informationen versorgt haben“, teilte Arndt mit. Zu den Gründen für die Stärke der AfD kann sie nur mutmaßen. „Betroffenheit und politisches Bewusstsein sind wesentliche Ursachen für die besonders guten Wahlerfolge der AfD in Westoverledingen und Ostrhauderfehn. Diese hängen erfahrungsgemäß mit dem sozioökonomischen Hintergrund der Wähler in den einzelnen Wahlbezirken zusammen. Diese im einzelnen zu untersuchen, wäre interessant“, erklärte die Nortmoorerin.

Trotz der Erfolge gebe es bislang jedoch keine konkreten Pläne zur Gründung von Ortsverbänden im Oberledingerland. Dennoch laufen bei den Rechtspopulisten bereits die Vorbereitungen für die Kommunalwahl 2026. „Wir bereiten uns in unserem gesamten AfD-Kreisverband Ostfriesland darauf vor. Dies tun wir gezielt und unabhängig von Ortsverbänden schon seit dem letzten Jahr. Unsere an einer Kandidatur interessierten Mitglieder nehmen seit dem letzten Jahr an Seminaren zur Vorbereitung von kommunalen Mandatsträgern teil“, erklärte Arndt. Bei der Kommunalwahl ist es möglich, für Stadt- und Gemeinderat oder Kreistag auch unabhängig von Ortsverbänden eine Liste aufzustellen.

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