Schule am Osterfehn  Zwölfjähriger hat Mitschülerin in Ostrhauderfehn angegriffen

| | 21.05.2024 17:34 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ein Zwölfjähriger, der die Schule am Osterfehn in Ostrhauderfehn besucht, soll eine Mitschülerin attackiert haben. Foto: Zein
Ein Zwölfjähriger, der die Schule am Osterfehn in Ostrhauderfehn besucht, soll eine Mitschülerin attackiert haben. Foto: Zein
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Bereits Mitte April soll es einen Übergriff eines zwölf Jahre alten Jugendlichen auf eine Mitschülerin gegeben haben. In einem Schreiben haben sich jetzt besorgte Eltern an diese Zeitung gewandt.

Ostrhauderfehn - Ein zwölf Jahre alter Schüler der Schule am Osterfehn soll eine Mitschülerin angegriffen haben. Die Tat soll sich nach Angaben der Polizei bereits am 16. April 2024 in Ostrhauderfehn ereignet haben. Besorgte Eltern von Schülern hatten sich in einer E-Mail an diese Zeitung gewandt und ihre Ängste und Sorgen geschildert.

Wie Polizei-Sprecherin Svenia Temmen erklärte, werde derzeit wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den Zwölfjährigen ermittelt. Demnach habe es zunächst am Vortag, 15. April 2024, eine erste Rangelei zwischen dem Schüler und der Mitschülerin gegeben. Diese sei jedoch zunächst als harmlos bezeichnet worden. Die Rangelei habe sich einen Tag später erneuert. Infolgedessen soll es zunächst zu einer Sachbeschädigung gekommen sein. „Daraufhin kam es von einem zwölfjährigen Jungen zu einem körperlichen Übergriff auf ein 13-jähriges Mädchen“, erklärte Temmen.

Vorfall wird an der Schule aufgearbeitet

Schulleiter Ludger Mählmann wollte sich nicht zu dem Vorfall äußern und verwies auf das dafür zuständige Regionale Landesamt für Schule und Bildung (RLSB). Dieses bestätigte den Vorfall. Details nannte Behörden-Sprecherin Mareike Wellmeier jedoch nicht. Sie betonte aber, dass solch ein Vorfall innerhalb der Schule aufgearbeitet werde. An der Schule am Osterfehn sei unter anderem eine Schulsozialarbeiterin beschäftigt. „Aus Gründen des Schutzes der Persönlichkeitsrechte einzelner Schülerinnen und Schüler werden getroffene Maßnahmen weder innerhalb der Schulgemeinschaft noch nach außen kommuniziert, aber jeder Vorfall wird mit größtmöglicher Sorgfalt aufgearbeitet“, so die Sprecherin der Schulbehörde.

Die Eltern, die sich an diese Zeitung gewandt haben, betonten in ihrer E-Mail, anonym bleiben zu wollen – aus Angst vor Angriffen auf ihre Kinder. In dem Schreiben heißt es, dass die Schülerin, die Opfer des Angriffs wurde, seit diesem unter starken Angstzuständen und unter Panikattacken leide. Der zwölfjährige Täter sei nach dem Vorfall drei Wochen lang von der Schule suspendiert worden, sei mittlerweile aber wieder da und bereits erneut gewalttätig geworden, so die Eltern.

Eltern schildern angebliche Details der Tat

Von der Tat am 16. April liege zudem ein Video vor, das den Vorfall dokumentiert. Demnach habe sich der Angriff in einem Bus ereignet. Zunächst sei die 13-Jährige verprügelt worden und konnte schließlich Schutz bei Mitschülern finden. „Bei Erreichen der Bushaltestelle nahm der Angreifer eine Schere und stach auf die Schülerin ein. Zum Glück traf dieser lediglich den Schulranzen und die dicke Jacke der Schülerin, sodass Schlimmeres verhindert werden konnte“, schreiben die Eltern.

Die Polizei hat diese konkrete Schilderung der Tat jedoch nicht bestätigt. „Die weiteren Details seien derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen, in welche aufgrund der nicht vorliegenden Strafmündigkeit des Jungen auch weitere Institutionen und Behörden involviert sind“, erklärte Polizei-Sprecherin Temmen.

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