Nachholspiele in der Bezirksliga  Germania Leer könnte am Dienstag schon Meister werden

| | 16.05.2024 14:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Die Meisterschaft fest im Blick haben Germania Leer und Erhan Colak. Foto: Doden
Die Meisterschaft fest im Blick haben Germania Leer und Erhan Colak. Foto: Doden
Artikel teilen:

Es stand auch der Kampf um den Klassenerhalt im Blickpunkt. Dabei war in Strudden viel los. Im Titelrennen siegten Leer und Bunde. Für Germania ist die Tür zur Landesliga nun noch weiter auf.

Ostfriesland - Nach dem 2:0-Sieg am Mittwochabend gegen den SV Wallinghausen ist Tabellenführer Germania Leer der Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga wieder ein großes Stück näher gekommen. An Pfingsten sind weder Germania noch Verfolger TV Bunde (Mittwoch 6:1 gegen Hinte) im Einsatz, dafür am Dienstag. Dann könnte Leer schon vorzeitig die Meisterschaft perfekt machen. Voraussetzung wäre ein eigener Sieg in Wiesmoor und eine gleichzeitige Niederlage von Bunde gegen den FC Norden.

Am Mittwochabend waren auch drei Teams im Einsatz, von denen eines direkt absteigen wird, eines in die Relegation geht und eines sich sicher retten kann. Dabei trennten sich der TuS Strudden und Germania Wiesmoor 1:1. Der SV Holtland, derzeit auf dem direkten Abstiegsplatz, kassierte ein derbes 1:7 beim TuS Middels.

TV Bunde – TuS Hinte 6:1 (3:0). Beide Teams mussten auf Aushilfen aus den Reservemannschaften zurückgreifen. Schlusslicht Hinte spielte aufopferungsvoll und konnte – auch dank eines gut aufgelegten Keepers Daniel Dietrich – bis zur 26. Minute die Null gegen das Spitzenteam halten. Dann setzte sich Tom Siemens energisch durch, umkurvte Dietrich und schob zur Bunder Führung ein. Eike Schmidt durch einen selbst herausgeholten Elfmeter und Silas Queder nach abgefangenem Zuspiel erhöhten kurz vor der Pause auf 3:0. Mirko Oltrop konnte noch auf 1:3 verkürzen. „Da waren wir irgendwie noch in der Pause und haben uns etwas hinten rein drängen lassen“, sagte TV-Coach Frank Winkler. „Danach haben wir noch drei gut herausgespielte Tore erzielt.“ Eike Schmidt schraubte sein Torekonto auf 44 Saisontreffer hoch, Jonas Hantschel traf erstmals in dieser Spielzeit.

Tore: 1:0 Siemens (26.), 2:0 E. Schmidt (Foulelfmeter, 42.), 3:0 Queder (45.), 3:1 Oltrop (48.), 4:1/5:1 E. Schmidt (74./77.), 6:1 Hantschel (87.).

TuS Middels – SV Holtland 7:1 (1:1). Die Middelser feierten nach einem Remis zur Pause noch den höchsten Saisonsieg. „Dass wir zur Pause nicht schon geführt hatten, ist unglaublich. Wir waren in der ersten Halbzeit zum Verzweifeln blind vor dem Tor“, schildert Middels-Coach Tobias Ryl. Glen Sokoli hatte die frühe Führung erzielt. Doch ein Eigentor von Dirok Omar, der eine eigentlich harmlose Flanke ins eigene Tor köpfte, sorgte für ein Unentschieden zur Halbzeit.

Die Tor-Party von Middels sorgte natürlich für Frust beim SV Holtland. Foto: Doden/Blomberg
Die Tor-Party von Middels sorgte natürlich für Frust beim SV Holtland. Foto: Doden/Blomberg

Nach dem Seitenwechsel schlug der TuS aus der Überlegenheit Kapital. Christian Miranda Cordeiro traf aus 18 Metern zum Middelser 2:1. Kevin Hollmann, zweimal Glen Sokoli und die beiden Joker Justin Solomon und Amar Karan schraubten das Ergebnis nach oben. Bei den Treffern der beiden letzteren hatte Holtlands Andreas Hoffmann noch vergeblich zu klären versucht. „Wir haben super Angriffspressing gespielt und so auch in der Höhe verdient gewonnen“, resümiert Ryl.

Tore: 1:0 G. Sokoli (4.), 1:1 Eigentor Omar (41.), 2:1 Cordeiro (56.), 3:1 Hollmann (69.), 4:1 G. Sokoli (72.), 5:1 Solomon (77.), 6:1 G. Sokoli (78.), 7:1 Karan (80.).

Germania Leer – SV Wallinghausen 2:0 (0:0). Der 14. Heimsieg im 14. Heimspiel war für den Ligaprimus ein hartes Stück Arbeit. „Wallinghausen hat sehr, sehr defensiv gespielt. Da mussten wir erstmal durchkommen und Geduld beweisen“, sagte Leer-Trainer Erhan Colak. So fiel das erlösende 1:0 von Nick Kaßmann erst nach 71 Minuten. Die Germanen hätten schon zuvor in Führung gehen müssen. „Wir hatten drei Hochkaräter, die wir bis dahin aber alle vergeben hatten.“

Beim Führungstor köpfte der Kapitän den Ball nach einer tollen Flanke von Eugeniu Gliga in die Maschen. Wallinghausen riskierte danach auch nicht viel mehr als vorher. Doch es stand „nur“ 1:0. Letzte Zweifel am verdienten Sieg beseitigte Valeriu Gaiu. Nach einem schönen Angriff und einer starken Hereingabe von Baran Saracoglu drückte der eingelaufene Außenverteidiger den Ball zum 2:0 über die Linie (85.).

Mit Blick auf die erste Meisterchance am Dienstag sagte Erhan Colak. „Wir haben alles selber in der Hand und schauen erstmal nur auf uns. Und sollten wir Dienstag gewinnen, werfen wir natürlich auch einen Blick nach Bunde.“

Tore: 1:0 Kaßmann (71.), 2:0 Gaiu (85.).

TuS Strudden – Germania Wiesmoor 1:1 (0:1). Viel los war auf dem TuS-Sportplatz. In der ersten Halbzeit waren die Gäste griffiger und spielbestimmend, schossen aber nur ein Tor. Nach einem abgewehrten Freistoß kam der Ball erneut in den TuS-Strafraum und Stefan Lourens köpfte zum 0:1 ein. Der starke Rene Breu verhinderte weitere Germania-Treffer. Aber auch die Struddener hatten in der ersten Halbzeit Möglichkeiten.

Direkt nach dem Wechsel wurde ein Struddener bei einem Abstauber-Versuch im Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter verschoss Patrick Breu. Der Ball ging an die Latte und dann über das Tor. Kurz darauf sah Wiesmoors Jannik Eschen nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (52.). „Dann war es in der zweiten Halbzeit genau andersherum – wir gaben den Ton an, aber auch Germania hatte gelegentliche Chancen. Die beiden starken Torhüter Rene Breu und Kevin Oltmanns waren die besten Spieler auf dem Feld“, sagte Struddens Spielertrainer Thilo Janßen. Nur ihm gelang es in den Struddener Drangphasen, Oltmanns einmal zu überwinden (69.). In Überzahl gelang den Friedeburgern aber nicht mehr der Siegtreffer. „Unterm Strich geht das Remis aufgrund der unterschiedlichen Halbzeiten so in Ordnung.“

Tore: 0:1 Lourens (24.), 1:1 Janßen (69.).

SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel – TuRa 07 Westrhauderfehn 0:5 (0:2). „Das war eine gute Leistung, die Mannschaft hat es so umgesetzt, wie wir uns es vorgestellt haben. Wir haben direkt Druck gemacht, sind hoch angelaufen und haben gut gepresst. Jheringsfehn hatte nicht viel entgegen zu setzen, der Sieg ist völlig verdient“, sagte TuRa-Coach Stefan Brelage. TuRa 07 dominierte die Partie von Beginn an. Nach Vorlage von Jasper Weber gelang Timo Mansholt der Führungstreffer. Die Hausherren mussten schon im ersten Durchgang ihren angeschlagenen Kapitän Nick Janssen auswechseln. Kurz darauf traf Sönke Weßling nach Zuspiel von Mansholt zum 0:2-Pausenstand. Westrhauderfehn nahm sich in der Pause vor, schnell den dritten Treffer nachzulegen und machte weiter. Das wurde mit dem 0:3 belohnt. Dieses Mal legte Sönke Weßling für Timo Mansholt auf. Damit war die Partie entschieden.

Tore: 0:1 Mansholt (23.), 0:2 Weßling (40.), 0:3 Mansholt (58.), 0:4 Bohlen (68.), 0:5 Jajan (84.).

Ähnliche Artikel