TV Bunde patzte  Germania Leer macht Riesenschritt Richtung Titel

Trainer Erhan Colak ist mit Germania Leer auf dem besten Wege zur Meisterschaft in der Bezirksliga. Archivfoto: Doden/Emden
Trainer Erhan Colak ist mit Germania Leer auf dem besten Wege zur Meisterschaft in der Bezirksliga. Archivfoto: Doden/Emden
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Die Meisterschaft dürfte Germania Leer in der Fußball-Bezirksliga kaum noch zu nehmen sein. Der Favorit behielt gegen SF Larrelt klar die Oberhand, der TV Bunde musste sich mit einem Remis begnügen.

Ostfriesland - Das könnte die Vorentscheidung im Meisterschaftskampf der Fußball-Bezirksliga gewesen sein. Während Germania Leer deutlich mit 4:0 (3:0) gegen Larrelt siegte, kam der TV Bunde über ein 2:2 gegen Strudden nicht hinaus. Leer hat bei einem Spiel weniger nun schon vier Zähler mehr auf dem Konto.

SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel – SV SF Larrelt 3:2 (1:1). Fast sieben Monate musste Jheringsfehn auf einen Punktgewinn warten. Und dann wurden es am Freitagabend gegen den Dritten Larrelt sogar gleich drei Punkte. „Ich freue mich sehr für die Jungs. Die haben das gut gemacht“, sagt SV-Trainer Sven Kleemeyer. „Endlich hatten wir fast alle Stammspieler dabei. Leider haben wir wieder drei neue Verletzte zu beklagen.“ Larrelt begann druckvoll und verpasste vorerst die Führung. Nachdem Jheringsfehns Reyk de Buhr die Latte getroffen hatte, packte Larrelts Lukas Hammermeister aus 20 Metern den Hammer aus und traf unter die Latte (21.). Kurz darauf glich de Buhr aus, ehe er verletzt ausgewechselt werden musste. Die zweite Halbzeit prägte Jheringsfehns Rechtsaußen Mario Fokken. In 24 Saisonspielen zuvor gelang ihm nicht ein Treffer, gegen Larrelt spielte er zweimal sein Tempo aus und traf. Nils Boekholder glich zwischenzeitlich aus.

Tore: 0:1 Hammermeister (21.), 1:1 de Buhr (25.), 2:1 Fokken (57.), 2:2 Boekholder (64.), 3:2 Fokken (77.).

TuS Hinte – SV BW Borssum 0:9 (0:6). Die Borssumer erwischten einen Traumstart und allgemein sehr guten Tag. Bereits in der ersten Minute gelang Jendrick Engelke die Führung für die Gäste. 20 Minuten konnte der TuS das eigene Tor verteidigen, ehe Timo Goldenstein das 2:0 erzielte. Dann folgten vor der Pause noch zwei Blitz-Doppelpacks. Rico Rieger traf binnen zwei Minuten zweimal, Mirco Tempel brauchte dafür fünf Minuten. Nach dem Seitenwechsel durfte sich auch Malte Dannehl doppelt in die Torschützenliste eintragen – einmal davon per Elfmeter. Sein zweiter Treffer war ein sehenswerter Heber aus 30 Metern. Den Schlusspunkt setzte Tempel mit seinem dritten Tor an diesem Tag.

Tore: 0:1 Engelke (1.), 0:2 Goldenstein (21.), 0:3/0:4 Rieger (26./27.), 0:5/0:6 Tempel (35./39.), 0:7/0:8 Dannehl (Elfmeter, 54./57.), 0:9 Tempel (79.).

TuRa Westrhauderfehn – SV Jheringsfehn/Stikelkamp 2:0 (0:0). „Mit der ersten Halbzeit können wir definitiv nicht zufrieden sein“, sagte TuRas Co-Trainer Max Möhlmann, der den ortsabwesenden Coach Stefan Brelage vertrat. „Nach dem Seitenwechsel haben wir das Tempo angezogen, besser und schneller kombiniert, gegen die kräftemäßig nachlassenden Gäste nichts zugelassen und am Ende verdient gewonnen.“ Der zur Halbzeit eingewechselte Timo Manshotl traf drei Minuten nach Wiederbeginn nach einer flachen Hereingabe von Weßling zur Führung. Die Entscheidung fiel in der 70. Minute, als Jajan eine Flanke von Julian Jauken aus sieben Metern volley zum 2:0 in die Maschen drosch.

Tore: 1:0 Mansholt (50.), 2:0 Jajan (70.)

TuS Middels – VfB Germania Wiesmoor 2:2 (2:1). „Am Ende müssen wir dem 2:2 leben“, sagte ein enttäuschter TuS-Trainer Tobias Ryl. Er hätte sich nach einer dominanten ersten Halbzeit mehr als ein eigenes Tor durch Glen Sokoli gewünscht. „Die Chancen dazu waren da.“ Kurz vor der Pause traf Marco Aukes mit einer Kopfball-Bogenlampe aus einigen Metern Entfernung zum Ausgleich. Die erneute Führung nach dem Wechsel durch ein Abstaubertor von Felix Schmauder glich Janek Swyter nur zwei Minuten später vom Elfmeterpunkt aus. Zuvor hatte sich der Middelser Torwart ein Foulspiel im Strafraum geleistet. „Danach war es ein hin und her, viel Kick and Rush im Spiel“, meinte Ryl.

Tore: 1:0 G. Sokoli (10.), 1:1 Aukes (42.), 2:1 Schmauder (57.), 2:2 Swyter (Foulelfmeter, 59.).

TV Bunde – TuS Strudden 2:2 (0:1). TV-Trainer Frank Winkler sprach von dem „bescheidensten Spiel in dieser Saison von uns“. Da Strudden seine Sache ganz gut machte, konnte der TuS im Abstiegskampf einen wichtigen Zähler einfahren. Tom-Jonas Mammen brachte die Gäste nach einem langen Ball in Führung. Kurz nach der Pause glich Christoph Buse per Kopf aus. Die Struddener monierten, doch der Ball war wohl hinter der Linie, bevor er geklärt wurde. Joshua Willms brachte Strudden nach einem Konter erneut in Front. Wieder glich ein personell angeschlagenes Bunde aus. René Breu zeigte im Struddener Tor bis dato eine gute Leistung an diesem Tag, unterlief beim 2:2 allerdings einen 30-Meter-Schuss von Markus Winkler.

Tore: 0:1 Mammen (24.), 1:1 C. Buse ((52.), 1:2 J. Willms (62.), 2:2 Winkler (76.).

SV Holtland – SpVg Aurich 1:2 (0:1). „Aurich war über die gesamte Spielzeit gesehen die bessere Mannschaft“, sagt SVH-Coach Stefan Marx. Die SpVg war in Holtland direkt tonangebend. Nico Möhle war in der vierten Minute einer Gästeführung ganz nahe, doch der Ball sprang von der Unterkante der Latte zurück ins Feld. Nachdem Lars Diemel den ersten Abschluss der Holtlander verbucht hatte, gingen die Auricher durch einen Flachschuss von Yahya Berete in Führung (15.). Kurz vor der Pause hatte Robin Smidt eine Ausgleichschance, doch der Ball ging knapp vorbei. Nach dem Seitenwechsel ließ Moustapha Camara das 2:0 der SpVg liegen. Daniel Diekmann verpasste danach den Ausgleich. Dirk Frerichs traf traumhaft zum 2:0, doch entschieden war die Partie noch nicht. Holtlands Andreas Hoffmann verkürzte auf 1:2. „Kompliment an meine Mannschaft, dass sie sich nach dem 0:2 nochmal so aufgebäumt hat“, sagte Holtlands Trainer Stefan Marx.

Tore: 0:1 Berete (15.), 0:2 Frerichs (74.), 1:2 Hoffmann (88.).

FC Norden – TuS Pewsum 2:2 (1:1). Kopfball an den Pfosten, Nachschuss-Tor durch Michel Boris Boateng: Es war ein Déjà-vu, das der FC Norden am Sonntag im Spiel gegen Pewsum erlebte. In Wiesmoor fiel auf beschriebene Weise am Mittwoch das 1:0-Siegtor, am Sonntag der Treffer zum 2:1. Doch diesmal reichte das Boateng-Tor nicht zu drei Punkten. Denn Pewsums Derk Schoneboom traf in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz zum 2:2. Marek Hinrichs wäre beinahe sogar noch das 3:2 für die Gäste gelungen. „Letztendlich geht der Punkt in Ordnung. Wir waren in der ersten Halbzeit nicht gut, in der zweiten dann besser“, sagte TuS-Trainer Jonas Petersen. . Emmanuel Ndaruhutse hatte Norden mit Direktabnahme in Führung gebracht. Tjardo Ringena glich per Kopf aus. Norden verpasste vor der Pause die Führung, Pascal Holstein verschoss einen Elfmeter.

Tore: 1:0 Ndaruhutse (9.), 1:1 Ringena (18.), 2:1 Boateng (80.),2:2 Schoneboom (90. +3).

VfL Germania Leer – SV SF Larrelt 4:0 (3:0). Germania Leer dürfte im Titelrennen kaum noch aufzuhalten sein. Im Heimspiel gegen Larrelt war die Partie schon nach 25 Minuten entschieden. „Das war ein gutes Spiel von uns. Auf das sehr gut verzichte ich, weil wir hätten noch viel höher gewinnen müssen“, meinte ein zufriedener Germania-Coach Erhan Colak. Seine Mannschaft ließ noch zahlreiche Chancen liegen, traf zudem zweimal die Latte und einmal den Pfosten. Jeweils über die rechte Seite bereitete Valriu Gaiu die ersten beiden Treffer vor. „Wir haben die Partie komplett kontrolliert, bis auf einige Fernschüsse von Larrelt haben wir nichts zugelassen und verdientermaßen auch zu Null gespielt. Vorher dem Spieltag hatten wir schon alles in der eigenen Hand, jetzt die Lage noch besser“, so Colak.

Tore: 1:0 H. Janssen (11.), 2:0 Gliga (21.), 3:0 Kaßmann (25.), 4:0 H. Janssen (90.).

SV Hage – SV Wallinghausen 2:0 (0:0). Durch den Heimsieg sind die Hager neuer Tabellenvierter. In einer Partie ohne sehr viele große Chancen brachte Mirco de Vries die Gastgeber nach 20 Minuten in Führung. Nach einem Einwurf und einer Kopfballverlängerung bugsierte er das Leder ins Tor, dabei traf er den Ball nicht einmal voll. Die Gäste strahlten bei zwei Ecken Gefahr aus. „Nach dem Wechsel haben wir es als Mannschaft dann sauber verteidigt, im Grunde nichts zugelassen“, sagte Hages Trainer Mario Look. In der Schlussphase sorgte Keno Hinrichs dann nach einem Konter für die Entscheidung. Lars Hinrichs hatte den Ball gut behauptet, sich gedreht und den schnellen Keno Hinrichs freigespielt. Er ließ sich die Chance aus 18 Metern nicht nehmen.

Tore: 1:0 de Vries (20.), 2:0 K. Hinrichs (80.).

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