Oldenburger Münsterland Überhöhte Geschwindigkeit weiter eine Hauptunfallursache
Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta hat ihren Jahresbericht 2023 vorgestellt. Junge Fahrer (18-24 Jahre) sind überdurchschnittlich an schweren Unfällen beteiligt.
Cloppenburg/Vechta - 2023 hat die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta 8,5 Prozent mehr Verkehrsunfälle (7167) als im Vorjahr (6606) verzeichnet. Der Anstieg resultierte aus mehr Bagatellunfällen. Verkehrsunfälle mit schweren Personenschäden und tödlichem Ausgang gingen zurück. Die Zahl der Todesopfer sank gegenüber dem Vorjahr um 18,75 Prozent. Im Jahr 2023 verstarben 16 Menschen bei 16 Verkehrsunfällen. Im Jahr 2022 verzeichnete die Polizei 19 Tote bei 17 Verkehrsunfällen. Das geht aus der am Mittwoch, 10. April 2024, veröffentlichten Verkehrsunfallstatistik hervor.
Die Polizei verfolgt weiter die „Vision Zero“, das Ziel, tödliche und schwere Unfälle zu minimieren. Junge Fahrer (18-24 Jahre) sind überdurchschnittlich an schweren Unfällen beteiligt. Präventive und repressive Maßnahmen, Verkehrssicherheitsarbeit und Kooperationen sollen die Sicherheit verbessern, insbesondere bei Risikogruppen und Hauptunfallursachen. Das betonte der Leitende Polizeidirektor Jörg Kreikebaum, Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta.
Rückgang der Unfälle mit tödlichem Ausgang
Seit 2020, als 22 Verkehrstote registriert wurden, wird im Oldenburger Münsterland ein stetiger Rückgang der Unfälle mit tödlichem Ausgang verzeichnet. Die Ursachen für schwere Unfälle waren Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie Vorfahrt-, Alkohol- und Drogenmissachtung, wobei Unfälle durch letztgenannte Ursachen zurückgingen.
Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten sowie die Gesamtzahl der Schwerverletzten sind ebenfalls weiter rückläufig. Während 2022 bei 192 Verkehrsunfällen insgesamt 247 Menschen schwer verletzt worden sind, waren es im Jahr 2023 bei 188 Verkehrsunfällen nur noch 215 Schwerverletzte. Das ist ein Rückgang um 2,1 Prozent bei schweren Verkehrsunfällen. Die Zahl der Schwerverletzten sank um 12,9 Prozent.
Im 10-Jahresvergleich ist dies der niedrigste Wert bei der Zahl der Schwerverletzten, heißt es in der Mitteilung. Auch bei den Verkehrsunfällen mit Schwerverletzten war die nicht angepasste Geschwindigkeit die Hauptursache. Weitere Hauptunfallursachen stellen hier Alkohol und Drogen sowie Vorfahrtsverletzungen dar.
Die Vision Zero wird weiter verfolgt
Der Leiter der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, Leitender Polizeidirektor Jörn Kreikebaum, führt dazu an: „Betrachten wir die Zahlen der Verkehrsunfälle mit schweren Unfallfolgen der letzten Jahre – lässt sich positiv resümieren, dass wir dem Ziel der ‚Vision Zero‘, sprich die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten im Straßenverkehr in Richtung null zu bringen, näherkommen. Dennoch ist weiterhin jeder verletzte Verkehrsteilnehmende einer zu viel. Unser Ziel war es und wird es auch weiterhin sein, die Zahlen der Verkehrstoten und Verletzten im Straßenverkehr zu senken. Deshalb sind wir seitens der Polizei weiterhin dazu angehalten, in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren durch intensive Verkehrssicherheitsarbeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr in unserem Inspektionsbereich zu sorgen.“