Das war in der Bezirksliga los Neuformierte Auricher sorgen für erste Larrelt-Pleite im 16. Spiel
Beim 1:0-Sieg der SpVg gab es bei den Gästen eine Überraschung im Tor. Germania Leer feierte einen 2:1-Arbeitssieg in Norden. Es hätte aber auch anders laufen können.
Ostfriesland- Im 16. Saisonspiel hat es die Sportfreunde Larrelt zum ersten Mal erwischt. Der Tabellendritte der Fußball-Bezirksliga verlor zum ersten Mal – mit 0:1 bei der SpVg Aurich. Das Kellerkind feierte dabei einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Der gelang auch dem TuS Hinte. Im elften Anlauf gab es für das Schlusslicht beim 4:2 gegen den SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel den ersten Heimsieg.
TuS Hinte – SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel 4:2 (2:2). Hinte lief den Gegner früh an und erlangte so Ballgewinne. Doch Reyk de Buhr sorgte für die frühe Gästeführung, die Jörgen Klingenberg, der den Torwart ausspielte, egalisierte. Eine mit Windunterstützung von Nico Karstan verwandelte Ecke brachte Jheringsfehn erneut in Front. Wieder hielt die Führung nicht lange, weil Juri Kiefel mit einem Linksschuss traf. Erneut war Pasquale Gerjets der Vorbereiter. Er belohnte seine Leistung mit einem eigenen Treffer zum 3:2. Zuvor hatte Daniel Dietrich im TuS-Tor seiner Mannschaft zweimal in Eins-gegen-Eins-Situationen „den Arsch gerettet“, wie Hintes Trainer Matthias Voss sagte.
In der Schlussphase erzielte der eingewechselte Dominik de Beer von der Strafraumgrenze den 4:2-Endstand. Die Gäste beendeten die Partie nur noch zu zehnt, da Phillip Abbas nach einem Foul noch die Ampelkarte sah. Der Sieg ist für Hinte ein Hoffnungsschimmer im Kampf um den Klassenerhalt. Oder wie Matthias Voss sagt: „Wir leben noch.“
Tore: 0:1 de Buhr (5.), 1:1 Klingenberg (15.), 1:2 Karstan (19.), 2:2 Kiefel (29.), 3:2 Gerjets (55.), 4:2 de Beer (83.).
TuS Strudden – SV Wallinghausen 0:1 (0:0). Es war kein schönes Fußballspiel in Strudden. „Der Ball flog hoch hin und her“, schildert Struddens Spielertrainer Thilo Janßen. „Beide Mannschaften haben leidenschaftlich verteidigt. Höhepunkte gab es eigentlich keine.“ Nachdem Struddens Ubbe Rickels nach einem Foulspiel Gelb-Rot gesehen hatte, stand der TuS noch tiefer (64.). Zu Beginn der Schlussphase erzielten die Gäste durch Bent Bogena das Tor des Tages. Zuvor hatte Janßen einen Abschluss erst noch blocken können. „Danach hatten wir noch drei gute Möglichkeiten und müssen eigentlich den Ausgleich erzielen“, so Janßen. Doch dieser fiel nicht. Der TuS verschoss durch Michael Grünjes in der Nachspielzeit noch einen Handelfmeter. Julian Ahlers parierte.
Tor: 0:1 Bogena (78.).
SpVg Aurich – SF Larrelt 1:0 (0:0). Der Re-Start für Aurich mit etwas frischem Personal und einem neuen Trainer ist geglückt. „Wir hatten eine gute Energie auf dem Platz und haben verdient gewonnen“, meinte der neue Coach Claudio Casto. Die Auricher begannen druckvoll, legten auch laut Gäste-Trainer Marten Sandmann „los wie die Feuerwehr“. Aber Alleskönner André Krzatala war im Larrelter Tor zunächst nicht zu überwinden. Der lange verletzte Feldspieler gab nun sein Saisondebüt ausgerechnet als Torwart, weil die beiden etatmäßigen Keeper verletzt ausfielen.
Als die Auricher nach dem Wechsel durch Moustapha Camara endlich das 1:0 erzielten (54.), änderte sich das Spiel. „Wir wurden dann viel zu passiv“, ärgerte sich Casto. Larrelt startete seine beste Phase, machte mehr als 20 Minuten Druck. Aber auch SpVg-Keeper Marlon Kuhlmann war auf dem Posten. In der Schlussphase verpasste Aurich bei mehreren Kontern das 2:0. „Wir haben heute nicht das gezeigt, was wir können. Auf der anderen Seite hat Aurich auch gut gespielt und verdient gewonnen“, so Sandmann. Larrelts Lukas Hammermeister sah wegen Meckerns erst Gelb, dann Sekunden später Gelb-Rot (84.). Nächste Woche ebenfalls gesperrt ist Aurichs Dirk Frerichs. Er sah wegen eines Foulspiels in der Nachspielzeit die Ampelkarte (94.).
Tor: 1:0 Camara (54.).
FC Norden – Germania Leer 1:2 (0:0). Mit einer glanzlosen Vorstellung erarbeitete sich Leer drei Punkte beim Kellerkind. „Das war keine gute Leistung von uns, wenngleich der Sieg am Ende aber verdient ist“, meinte Germania-Trainer Erhan Colak. Gegen defensiv kompakt und gut verteidigende Gastgeber hatte Leer zwar die Kontrolle, selten aber das nötige Tempo, um sich klare Chancen zu erspielen. Und dann bot sich dem FCN plötzlich per Elfmeter die Chance zur Führung. Aber Germania-Keeper Lucian Cebotari lenkte den Schuss von Karsten Fröhlich an den Pfosten (38.). „Wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn der Elfmeter drin gewesen wäre“, so Colak.
So stand es zur Pause 0:0 – und nach 65 Minuten dann 2:0 für Leer. Nichita Murovanii verwandelte einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter (57.). Acht Minuten später leistete er die starke Vorarbeit beim 2:0 von Viktor Martin. Karsten Fröhlich sorgte mit seinem Tor zum 1:2 (72.) dann für eine spannende Schlussphase. In der fiel zwar auch das 2:2 durch Djoume Conde. Doch es wurde zurecht auf Abseits entschieden. Germania war mit den Chancen dem 3:1 auch näher als der FCN dem Ausgleich. „Die Norder haben das aber gut gemacht“, lobte Colak den Gegner.
Tore: 0:1 Murovanii (Foulelfmeter, 57.), 0:2 Martin (65.), 1:2 Fröhlich (72.).
TuS Pewsum – BW Borssum 4:2 (1:1). „Insgesamt war es ein gutes Spiel, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden“, sagt Pewsums Trainer Jonas Petersen. Die Hausherren gingen durch einen Treffer von Emerson Boneshta in Führung, die kurz vor der Pause durch Borssums Ryan Epie Iroegbulem, der sehenswert aus der Distanz in den Winkel traf, egalisiert wurde. Nach dem Seitenwechsel erzielte Timo Goldenstein das 2:1 und drehte damit das Spiel zugunsten der Gäste. Goldenstein hatte aus 40 Metern getroffen – dem Tor war ein Fehler des TuS-Keepers vorausgegangen.
Pewsum fand aber schnell wieder in die Spur, kämpfte sich durch zwei gut herausgespielte Treffer zurück: Mit einer guten Einzelleistung glänzte dabei Eric Gwosdenko, der zum 2:2 traf. Kurz darauf steuerte Jannis Hempelmann das Tor zum 3:2 bei. Derk Schoneboom machte in der 83. Minute mit dem 4:2 den Pewsumer Sieg im Derby perfekt.
Tore: 1:0 Boneshta (22.), 1:1 Iroegbulem (43.), 1:2 Goldenstein (57.), 2:2 Gwosdenko (66.), 3:2 Hempelmann (67.), 4:2 Schoneboom (83.).