Krieg in der Ukraine  Barßeler organisiert 15. Hilfstransport ins Kriegsgebiet

| | 24.02.2024 18:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Michael Kröger steht auf einem Lkw und verteilt Hilfsgüter. Die Weihnachtsaktion 999 + 1 war ein Erfolg, sagt der gebürtige Barßeler.
Michael Kröger steht auf einem Lkw und verteilt Hilfsgüter. Die Weihnachtsaktion 999 + 1 war ein Erfolg, sagt der gebürtige Barßeler.
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Seit 2022 engagiert sich der gebürtige Barßeler Michael Kröger mit der „Direkthilfe Ukraine“ für Opfer des Krieges. Nun bittet er um Spenden für den 15. Hilfstransport ins Kriegsgebiet.

Saterland/Barßel/Kiew - Zwei Jahre sind seit dem russischen Überfall auf die Ukraine vergangen. Am 24. Februar 2022 wurde aus dem sogenannten Ukraine-Konflikt ein brutaler Angriffskrieg. Seit Kriegsbeginn hat der gebürtige Barßeler Michael Kröger Hilfstransporte in die Ukraine organisiert. Kröger gründete damals die „Direkthilfe Ukraine“. Er gewann Kooperationspartner und Unterstützer im gesamten Bundesgebiet. Nun steht im März 2024 bereits die 15. Hilfsaktion an. Dafür bittet er wieder um Unterstützung.

Wir haben mit Kröger gesprochen. Derzeit ist der frühere Berufssoldat wieder im Saterland. Die Lage in der Ukraine ist düster, sagt Kröger, der seit mehr als acht Jahren in Kiew lebt. Verzweiflung herrsche vor, denn es fehle an allem – von Lebensmitteln bis zu Medikamenten. Dennoch halte der Wille zum Widerstand an. „Alle sind bereit, weiter für ihre und unsere Freiheit zu kämpfen“, betont Kröger.

Weihnachtsaktion kam gut an

Krögers Paketaktion 999 + 1 zu Weihnachten für Kinder im Kriegsgebiet kam gut an. Sie habe den Kindern ein seltenes Glück, einen kleinen Lichtblick in die Dunkelheit gebracht. Mehr als 1000 Kinder empfingen Geschenke und dankten mit handgefertigten Dankeskarten oder Geschenken. „Ich bin froh und glücklich, dass alles so gut funktioniert hat und wir etwas über 1000 Kinder glücklich machen konnten. Auch wenn es nur für einen kleinen Moment war“, sagt Kröger.

Bitte um weitere Unterstützung

Die Unterstützung für Krögers unermüdlichen Einsatz kommt aus einem Netzwerk von über 100 Menschen sowie vom Verein „Ammerland hilft der Ukraine“, aber auch von seiner Lebensgefährtin, die vom Saterland aus die Organisation leitet.

Um weiterhin vor Ort helfen zu können, sind allerdings Finanzmittel unerlässlich, insbesondere für den geplanten Hilfstransport am 15. März 2024. Sechs Lkw sind nach Angaben von Kröger nötig, um Lebensmittel und medizinische Güter zu transportieren. Die Kosten für einen weiteren Transport von Krankenhausausstattung und medizinischen Geräten stehen ebenfalls im Raum. Die muss er aus Süddeutschland abholen. „Das wäre Lkw Nummer sieben, der finanziert werden muss“, sagt Kröger.

Er appelliert an Firmen, finanzielle Unterstützung zu leisten – „die Menschen in der Ukraine sind auf diese Hilfe angewiesen“, betont Kröger.

Beträge können per PayPal über „Freund und Familie“ an kroeger_72@web.de überwiesen werden. Weitere Kontodaten, besonders auch für Unternehmen, die eine Spendenquittung benötigen, findet man auf www.direkthilfe-ukraine.com.

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