Protest im Kreis Cloppenburg  Bauern im Kreis Cloppenburg wollen weiter protestieren

| | 29.01.2024 15:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im Oldenburger Münsterland demonstrierten die Landwirte zuletzt am vergangenen Freitag. Das Foto zeigt eine Treckerkolonne auf der Dinklager Straße: Nahe der A1-Auffahrt Lohne/Dinklage. Foto: Oblau
Im Oldenburger Münsterland demonstrierten die Landwirte zuletzt am vergangenen Freitag. Das Foto zeigt eine Treckerkolonne auf der Dinklager Straße: Nahe der A1-Auffahrt Lohne/Dinklage. Foto: Oblau
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Mit weiteren Aktionen will der Kreislandvolkverband Cloppenburg Forderungen der Landwirte Nachdruck verleihen. Es gehe den Bauern dabei nicht nur um Kürzungen bei Agrardiesel.

Landkreis Cloppenburg - Die Landwirte im Landkreis Cloppenburg wollen auch in dieser Woche gegen die Politik der Bundesregierung protestieren. Das kündigte der Kreislandvolkverband Cloppenburg an. Um den Forderungen der Landwirtschaft noch einmal Nachdruck zu verleihen, werden weitere Protestaktionen stattfinden, heißt es in einer Pressemitteilung von Montag, 29. Januar 2024. Es seien dezentrale Aktionen der einzelnen Ortsverbände des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg geplant. Konkret genannt werden Mahnfeuer und Bürgerdialoge.

Hintergrund der angekündigten Fortsetzung der Proteste ist das Gesetzgebungsverfahren zum Bundeshaushalt. Das geht in dieser Woche final in den Bundestag. „Nach wie vor steht dabei das Thema Agrardiesel im Focus. Die kurzfristige Streichung der Vergünstigungen für Agrardiesel ohne ausreichende alternative Lösungen wird die finanzielle Belastung der Landwirtschaftsbetriebe weiter verschärfen, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage“, so Hubertus Berges, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes.

Das fordert der Kreislandvolkverband

Für die Landwirtschaft seien zusätzliche Schritte der Bundesregierung nötig. „Wir brauchen dringend in vielen Bereichen einen erheblichen Bürokratieabbau und keine weiteren Auflagen, eine Änderung des Baugesetzbuches, um eine Weiterentwicklung der Tierhaltung zu gewährleisten, die Tarifglättung im Steuerrecht, aber auch eine Beibehaltung der derzeitigen Besatzdichte-Regelungen beim Geflügel“, wird Geschäftsführer Bernhard Suilmann vom Kreislandvolkverband Cloppenburg in der Mitteilung zitiert.

Dies seien grundlegende Forderungen der Landwirtschaft. Wenn die Bundesregierung der Landwirtschaft eine Perspektive geben wolle, müsse sie hinsichtlich dieser Punkte dringend handeln, so Suilmann.

Der Kreislandvolkverband Cloppenburg werde weiterhin mit Protestaktionen sichtbar sein.

Zuletzt hatte es am vergangenen Freitag im Zuge der „Brückentage“ auch im Kreis Cloppenburg Aktionen gegeben. Unter anderem hatten sich einige Friesoyther Landwirte auf der Brücke über die Bundesstraße 72 am Oldenburger Ring getroffen, um Präsenz zu zeigen.

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