Unfall am Kreisel Massives Kunstwerk in Rhauderfehn umgefahren
Wohl unter Alkoholeinfluss stand ein junger Mann, der in der Nacht zu Sonnabend am Rhauderfehner Kreisel einen folgenschweren Unfall baute. Er fuhr in ein Kunstwerk. Das ruinierte auch sein Auto.
Rhauderfehn - Umgefahren wurde eine der fünf Stelen der Installation, die die Künstler Paul Krüper-Wallenstein, Hartmut Laack und Friedrich Ulferts 2019 zum Thema „250 Jahre Fehnkultur“ geschaffen und, gesponsert von der Volksbank Westrhauderfehn, auf einem kommunalen Grundstück am Kreisel aufgestellt haben. Von der massiven Eichenbohle stehen nur noch Reste des Fundaments.
Reifenspuren in der Grasnarbe an der 1. Südwieke zeugen von dem Unfall. Den hat nach Polizeiangaben ein 20-jähriger Fehntjer in der Nacht zu Sonnabend verursacht, vermutlich alkoholbedingt. Sein Mercedes war nach dem Zusammenstoß ein Totalschaden.
Aufwändige Ermittlung und immenser Schaden
Wie Polizeisprecherin Svenia Temmen ausführte, hatte der junge Mann sein Auto nach der Kollision am Unfallort stehenlassen und war zu Fuß geflüchtet. Zeugen beobachteten das und sagten der Polizei Bescheid. Die Polizei veranlasste, dass bei dem Unfallfahrer eine Blutprobe entnommen wurde. „Die Ermittlungen waren aufwändig, und der Schaden ist immens“, teilte die Polizeisprecherin mit. „Nicht so schlimm, wie es aussieht“, sei der Schaden, hieß es hingegen aus dem Rathaus Rhauderfehn.
Die umgefahrene Stele liegt akltuell beim Fehntjer Dienstleistungsbetrieb Hero Junker. Dort wird sie von den Künstlern wieder gerichtet und soll zeitnah wieder aufgestellt werden. Junker stellt auch ein neues Fundament für das 400 Jahre alte Eichenholz her. Die fünf Stelen thematisieren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf dem Fehn.