Gemeinde Ostrhauderfehn reagiert Ehemaliges Hotel „Zur alten Schleuse“ wird Asylunterkunft
Das frühere Hotel „Zur alten Schleuse“ in Ostrhauderfehn wird nicht mehr lange leer stehen. Schon bald sollen dort Flüchtlinge untergebracht werden. Das sind die Pläne der Gemeinde.
Ostrhauderfehn - Bei der Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge hat die Gemeinde Ostrhauderfehn jetzt reagiert. Sie lässt zurzeit das frühere Hotel und Restaurant „Zur alten Schleuse“ an der 1. Südwieke herrichten, um dort Asylbewerber unterzubringen. Bis zu 20 Flüchtlinge sollen in den ehemaligen Hotelzimmern sowie in der dortigen früheren Betreiberwohnung unterkommen.
Markus Luiking, Leiter des Sozialamtes in der Ostrhauderfehner Gemeindeverwaltung, erklärt: „Es gestaltet sich zunehmend schwieriger, Wohnungen für Asylsuchende zu finden. Von daher haben wir uns nun dafür entschieden, eine größere Wohneinheit fertigzumachen.“ Zurzeit seien die Handwerker dabei, die Zimmer zu renovieren und die Elektrik auf Vordermann zu bringen. Auch Küchen müssen aufgebaut werden. Geplant ist, dort zwei Einheiten für jeweils zehn Personen einzurichten. In der ersten wird es fünf Zweibettzimmer geben. „In der anderen haben wir sowohl Zweibett- als auch Dreibettzimmer“, so Luiking. Die Zimmer sollen noch im Dezember 2023 fertiggestellt werden.
Separater Seiteneingang vorgesehen
Vorgesehen ist auch, dass der Bereich, in dem die Flüchtlinge untergebracht werden, abgetrennt werden soll von den Räumlichkeiten, die seit einiger Zeit von der Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Ostrhauderfehn genutzt wird. „Es soll auch einen separaten Seiteneingang geben. Aber das wird erst in einem nächsten Schritt erfolgen“, so Luiking.
Laut der aktuellsten Quote muss die Gemeinde Ostrhauderfehn noch mehr als 100 Flüchtlinge aufnehmen. „Solche größeren Einheiten wie in der Schleuse haben wir nicht mehr. Aber wir lassen gerade zwei weitere Wohnungen fertigmachen. Dennoch benötigen wir weitere Unterkünfte“, betont der 46-jährige Sozialamtsleiter. Eine Option sei dabei auch weiterhin die Anmietung einer Wohncontainer-Anlage - so wie es bereits die Gemeinde Rhauderfehn geplant hat. „Wir haben eine Anlage reserviert, bislang aber noch nicht abgerufen, da wir versuchen, ohne sie auszukommen“, so Luiking. In einer solchen Wohncontainer-Anlage könnten bis zu 35 Asylbewerber unterkommen. Wie der 46-Jährige betont, kämen zurzeit vor allem Syrer, Afghanen, Türken und auch Menschen aus Afrika nach Deutschland. „Ukrainer sind es kaum noch“, erklärt Luiking.