Neues Angebot Nach Geflügel gibt‘s bald auch Käse auf dem Barßeler Wochenmarkt
Geflügelhändler Werner Poppen war in Rhauderfehn des Marktes verwiesen worden. Er ging nach Barßel. Diese Entscheidung hat er nicht bereut. Es gibt viel Zulauf. Und das Markt-Angebot vergrößert sich.
Barßel - Vor zwei Monaten zog Geflügelhändler Werner Poppen aus Hooksiel mit seinem Marktstand um. Statt auf dem Wochenmarkt in Rhauderfehn, wo der 55-Jährige seit 24 Jahren Eier, Wild und Frischgeflügel angeboten hatte, verkauft er das nun auf dem Wochenmarkt in Barßel.
Der findet donnerstagvormittags statt, ebenso wie der Markt in Rhauderfehn. Und das Geschäft in Barßel läuft für den Geflügelhändler bestens. „Mega!“, sei es für sie in Barßel, versichert Poppens Ehefrau Catrin Hansen. Den Standort gewechselt hatte Hühnerfürst Poppen, weil es in Rhauderfehn Ärger gegeben hatte. Er war des Marktes verwiesen worden, weil er sich gegen Leute, die seiner Meinung nach falsch parkten, robust zur Wehr gesetzt hatte.
Rhauderfehner kommen jetzt nach Barßel
Da passte es gut, dass um diese Zeit herum André Schröder, der bei der Gemeinde Barßel für den Markt zuständig ist, bei Poppen nachfragte, ob der sich vorstellen könnte, seine Hähnchenschenkel und Entenbrüste in der Soestegemeinde anzubieten.
Poppen nutzte die Chance und steht seitdem donnerstags auf dem Dorfplatz in Barßel, der sich vorne an der Gartenstraße befindet. Damit wird der Wochenmarkt dort von einem Dreigestirn beschickt. Neben Poppen bieten Gemüsehändler Heinrich Meyer aus Harkebrügge und Ötkens Fischstand aus Bremerhaven ihre Ware an. „Man merkt, dass die Leute in Barßel lange auf einen Geflügelhandel verzichten mussten“, berichtet Poppens Ehefrau Catrin Hansen. Ihnen werde viel Wertschätzung entgegengebracht und ihr Stand über Mund-zu-Mund-Propaganda weiterempfohlen. Es käme sogar Kundschaft aus Rhauderfehn, die wegen ihnen nun extra nach Barßel fahre. Auch die Bestellungen zum Weihnachtsfest seien schon gut angelaufen. Insgesamt sei es „eine positive Entscheidung gewesen“, an die Soeste zu wechseln“, resümiert die Marktbeschickerin.
Leon de Kloet will Käse anbieten
Darüber freut sich neben den Liebhabern von Wild, Eiern und Frischgeflügel in Barßel natürlich auch André Schröder. „Es ist mehr Publikum auf dem Markt durch den Geflügelhandel. Davon profitieren auch die beiden anderen Marktstände“, stellt Schröder fest.
Der größere Publikumszulauf führt jetzt auch zu mehr Bandbreite beim Angebot. Noch vor Weihnachten will Leon de Kloet Käse in Barßel anbieten. Der 24-jährige Niederländer, der als Kleinkind mit seinen Eltern nach Weener zog und gelernter Landwirt ist, hat 450 Ziegen. 150 von ihnen werden täglich gemolken. Diese Milch sollte eigentlich eine Molkerei in den Niederlanden weiterverarbeiten, berichtet de Kloet. Doch der war der Weg zu weit. Nun lässt de Kloet seine Ziegenmilch in der mobilen Käserei May in Zetel zu Käse verarbeiten. Diesen Ziegenkäse sowie alle anderen Sorten, die May im Sortiment hat, will er demnächst auf dem Barßeler Wochenmarkt anbieten. Seine Freundin, ebenfalls gelernte Landwirtin, hilft ihm. Einen Verkaufswagen hat de Kloet gerade gekauft, jetzt gehe es noch um die Formalien, dann sei er startklar. Das Regionale zu stärken, sei ihm wichtig, macht der Milchbauer aus dem Rheiderland deutlich
Krupke gab im Saterland nur ein kurzes Gastspiel
Während der Barßeler Wochenmarkt wächst, bleibt es im Saterland weiterhin bei zwei Händlern: Gemüsehändler Christian Schuer aus Altjührden und Fischhändler Thorsten Dombrowski aus Hatten im Landkreis Oldenburg. Beide sind seit 2007 auf dem Markt in Ramsloh.
Von März bis Juli war auch der Geflügelhandel Krupke aus Bockhorn mittwochvormittags vor dem Rathaus in Ramsloh vertreten. Doch für dessen großen Stand kam nicht genug Publikum, so dass Krupke im Saterland nur ein kurzes Gastspiel gab.
Im Rathaus bemühe man sich um weitere Marktbeschicker, versichert Tatjana Metzger, die sich um den Wochenmarkt kümmert. Sie kontaktiere regelmäßig passende Kandidaten. Doch bislang kassiert sie nur Absagen. Jetzt im Winter wollten die Meisten ohnehin nichts Neues anfangen, stellt sie bedauernd fest.
Barßel ist froh über das neue Angebot auf dem Wochenmarkt
Ab sofort belebt er den Barßeler Wochenmarkt
Geflügelhändler darf nicht mehr auf Rhauderfehner Markt stehen
Hühnerfürst gab in Ramsloh nur kurzes Gastspiel
Der Markt erholt sich immer