Das ist in der Landesliga los  Esenser hoffen nach 8:1-Pokalgala auf zweiten Ligasieg

| | 03.11.2023 18:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Die Spiele des TuS Esens (links Frank Til) und von GW Firrel (rechts Lasse Härtel) sind nicht gefährdet. Foto: Steenhoff
Die Spiele des TuS Esens (links Frank Til) und von GW Firrel (rechts Lasse Härtel) sind nicht gefährdet. Foto: Steenhoff
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Der TuS erwartet Sonntag Mitaufsteiger Stenum. Ein wichtiger Spieler vom Pokalsieg steht auf der Kippe. Firrel reist nach Vechta. Gastgeber GW Mühlen ist sehr familiär unterwegs.

Esens/Firrel - Das 8:1-Spektakel in Abbehausen im Fußball-Bezirkspokal hat Auftrieb und Selbstvertrauen gegeben: Dieser Schwung soll beim TuS Esens nun auch endlich wieder für ein Erfolgserlebnis im Landesliga-Alltag sorgen. Seit elf Ligaspielen sind die Bärenstädter sieglos, der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt bereits neun Punkte. Am Sonntag um 14 Uhr hat der TuS Esens die Chance, diese Negativserie zu beenden. Um 14 Uhr ist Mitaufsteiger VfL Stenum auf dem Esenser Kunstrasen zu Gast. Zeitgleich ist auch der zweite ostfriesische Landesligist gefordert – und zwar bei GW Mühlen.

Tipps

Esens – Stenum 1:1. Die Esenser sind mit sechs Punkteteilungen die Remis-Könige der Liga. Auch diesmal könnte es eine enge Partie ohne Sieger geben.

Mühlen – Firrel 2:2. Mit der Leidenschaft und Klasse aus dem Melle-Spiel sollte Firrel auch beim Überraschungsteam punkten können. Auch, wenn Mühlen bisher sehr heimstark unterwegs ist.

Mit Blick auf die verbesserte, personelle Situation und den Auftritt seiner Mannschaft in den vergangenen Partien blickt Ralf Backhaus, Trainer des TuS Esens, der Partie am Sonntag „sehr optimistisch“ entgegen, wie er sagt. „Mit den zwei Unentschieden in der Liga, dem 5:0-Testspielsieg gegen Strudden und dem Erfolg im Pokal sind wir seit vier Spielen ungeschlagen. Dabei haben wir nur zwei Gegentore kassiert“, freut sich Ralf Backhaus. „Und auch in der Offensive funktioniert es besser. In Abbehausen haben wir in der zweiten Halbzeit endlich mal die Dinger versenkt.“

Sukowski und Ahrends wackeln

Die Chancenverwertung war bislang das große Manko des TuS Esens in dieser Spielzeit. Der beste Torschütze, Manuel Meints, fehlt am Sonntag urlaubsbedingt. Dafür befindet sich Niklas Sukowski, der in Abbehausen auf sieben direkte Torbeteiligungen kam, in aufsteigender Form. Für das Freitagstraining sagte Sukowski allerdings krankheitsbedingt ab. Hinter seinem Einsatz steht wie hinter dem von Malte Ahrends, der einen Schlag auf den Fuß abbekommen hatte, ein kleines Fragezeichen.

Für defensive Stabilität sorgen sollen die zurückkehrenden Til-Brüder Remko und Frank. Sie dürften von den Stenumern gefordert werden. „24 Tore für einen Fünftletzten sind ordentlich“, erkennt der Esens-Coach an. „Um reelle Chancen auf den Nichtabstieg aufrecht zu erhalten, müssen jetzt Siege her“, stellt Backhaus klar. Nach Stenum geht es am folgenden Wochenende mit Schlusslicht Oythe gegen einen weiteren direkten Konkurrenten, ehe das Rückspiel des Ostfriesen-Duells in Firrel ansteht.

Mühlen ist Tabellenvierter

Den Schwung aus dem starken Melle-Spiel (5:2) mit in den Landkreis Vechta nehmen möchte GW Firrel. Die Ostfriesen feierten am vergangenen Sonntag einen ganz wichtigen Erfolg. Ohne Sieg wäre Firrel in der brutal engen Liga auf einem Abstiegsplatz geblieben. Die Firreler wollen nun nachlegen. „Wir haben denselben Kader wie im Melle-Spiel“, freut sich Trainer Bernd Grotlüschen. Anders als vor dem letzten Auswärtsspiel konnte trotz bescheidener Platzverhältnisse diesmal die ganze Woche auch auf Rasen trainiert werden.

Die Mühlener spielen nach dem Aufstieg 2018 ihre sechste Saison in der Landesliga und sind diese Spielzeit so prächtig unterwegs wie noch nie. Mit 24 Punkten liegt das Team derzeit auf Rang vier. Dabei ist für den Vorsitzenden, Fußballobmann und Mann für viele weitere Aufgaben die Punktezahl viel wichtiger. Da stehen nach dem 3:0-Sieg in Gesmold nun 24 Punkte in 14 Spielen. „Trotz der tollen Ausbeute gucken wir eher nach unten. Wir liegen jetzt sechs Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz, wo Gesmold steht. Wenn wir letzte Woche verloren hätten, hätten wir beide 21 Punkte. So eng ist es in der Liga“, sagt Mühlens Allesmacher Ralf Kröger. Er ist zuversichtlich, dass die Partie auf dem Rasenplatz stattfinden kann.

Mühler Zusammenhalt

Der Klubboss mit dem grün-weißen Herzen führt einen sehr familiären Verein. Die Hälfte des Kaders komme aus dem 2500-Seelen-Ort. „Die andere Hälfte wohnt maximal sechs bis neun Kilometer von Mühlen entfernt“, sagt Kröger. Von den „externen“ Spielern seien viele bei BW Lohne ausgebildet worden, die eigenen haben in der Jugend auf Kreis- oder Bezirksebene gespielt. „Wir haben einen großen Zusammenhalt“, sagt Kröger.

Wie eng alle mit einer verbandelt sind, zeigt sich auch beim Blick in den Kader. Sohn Robert gehört ebenso zum Team wie zwei Söhne seiner Cousins und zwei direkte Nachbarskinder – und der Spielmacher des Teams gehört nun auch zur Familie: „Er ist mit meiner Tochter liiert“, sagt Kröger.

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