Nachruf auf Günter Pieles Früherer Schulleiter in Idafehn und Collinghorst ist gestorben
Fast 40 Jahre lang war Günter Pieles an den beiden Schulen beschäftigt. Vor wenigen Wochen ist er in seinem Wohnort Oldenburg gestorben. Langjährige Weggefährten von ihm erinnern sich.
Idafehn/Collinghorst - Der frühere Leiter der Grundschulen in Idafehn und Collinghorst, Günter Pieles, ist tot. Er starb am 20. September im Alter von 74 Jahren in Oldenburg, wo er seit vielen Jahren gelebt hat.
Pieles war von 1973 bis 2008 an der Paul-Schneider-Schule in Idafehn beschäftigt. Dort war er zudem von 1978 bis zur Schließung im Jahr 2008 auch Schulleiter. Anschließend wechselte er als Leiter zur Grundschule in Collinghorst, wo er im Januar 2012 im Alter von 63 Jahren aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand gegangen war.
„Ein enthusiastischer Junglehrer“
Einer, der sich noch gut an ihn erinnern kann, ist der Idafehner Frank Groeneveld, der heute Vorsitzender des Möhlenkrings Idafehn und Zweiter Vorsitzender des Vereins Overledinger Geschichte ist. Groeneveld berichtet über Pieles: „Er kam im Dezember 1973 nach Idafehn. Ich wurde 1974 eingeschult und erinnere mich an ihn als jungen enthusiastischen Junglehrer, der auch zeitweise mein Klassenlehrer war. Später bin ich als ,Dorf-Chronist‘ mehrmals bei den Einschulungen dabei gewesen und man sprach bei dieser Gelegenheit miteinander. Dabei erzählte er mir zum Beispiel rückblickend, dass bei seiner Ankunft in Idafehn auf dem Schulhof noch überwiegend Plattdeutsch gesprochen wurde und die Klassen mehr als 30 Schüler hatten.“
Auch Idafehns Pastor Florian Bortfeldt hat Günter Pieles durch verschiedene Begegnungen gekannt. „In Erinnerung habe ich ihn als freundlichen und bei Kindern und Eltern beliebten Lehrer und Schulleiter. Er hat auch meine älteste Tochter in Vertretung unterrichtet.“ Nach der Schließung der Paul-Schneider-Schule hat zudem das evangelisch-lutherische Gemeindehaus in Idafehn den Namen „Paul Schneider“ übernommen. „Darüber hat Herr Pieles sich damals gefreut“, erinnert sich Bortfeldt.
Einen sehr engen Draht zu Günter Pieles hatte Rolf Oorlog. Dieser war von 2000 bis 2008 Vorsitzender des Fördervereins der Idafehner Grundschule. „Er war ein sehr diplomatischer und besonnener Mensch, mit dem man gut zusammenarbeiten konnte. Wir hatten viel miteinander zu tun“, erinnert sich Oorlog. Als es schließlich darum ging, dass die Idafehner Schule schließen sollte, habe Pieles die teils sehr aufgebrachten Eltern mit seiner ruhigen Art und Weise etwas beschwichtigen können. Kurios: Sowohl Rolf Oorlogs Frau als auch dessen Sohn und Tochter hatten Pieles als Klassenlehrer.
„Sehr nett und rücksichtsvoll“
Nach der Schließung der Schule in Idafehn, an deren Standort sich seitdem das Alten- und Pflegeheim Sonnenhaus befindet, trat Pieles im Sommer 2008 den freigewordenen Posten des Leiters an der Grundschule in Collinghorst an. Marlies Albers, die dort von 1993 bis 2016 als Lehrerin tätig war, hat auch heute noch gute Erinnerungen an Pieles. „Er war sehr nett und rücksichtsvoll. Mit ihm gab es immer ein harmonische Miteinander“, berichtet Albers. Auch nach seiner Pensionierung sei er der Grundschule in Collinghorst verbunden gewesen. Noch im Mai 2023 habe Pieles an einer internen Verabschiedungsfeier des langjährigen Hausmeisters Anneus Schulte teilgenommen. „Soweit ich weiß, ist Günter Pieles auch nach seiner Pensionierung immer noch sehr gerne verreist - unter anderem in die USA“, sagt Albers. Ein weiteres Hobby war das Züchten von Schäferhunden.
Bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Januar 2012 hatte der aus dem Weserbergland stammende Pieles laut einem Bericht in dieser Zeitung über seine aktive Zeit gesagt: „Ich habe immer gern gearbeitet. Sowohl in Idafehn, wie auch zuletzt in Collinghorst, wo ich ebenfalls ein tolles Team hatte in einer wirklich gut ausgestatteten Schule.“