Partnergemeinden Saterland und Sroda Slaska  Früher trafen sich die Mütter - jetzt die Kinder

| | 07.10.2023 10:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Natürlich stand auch ein Besuch in der Partnerstadt der Gemeinde Saterland, in Sroda Slaska auf dem Programm mit Gruppenbild auf dem Marktplatz. Foto: privat
Natürlich stand auch ein Besuch in der Partnerstadt der Gemeinde Saterland, in Sroda Slaska auf dem Programm mit Gruppenbild auf dem Marktplatz. Foto: privat
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21 Jugendliche aus dem Saterland waren jetzt in dessen Partnergemeinde Sroda Slaska in Polen, um Menschen, Kultur und Sprache kennenzulernen. So machten es bei einigen schon die Mütter.

Ramsloh / Sroda Slaska - Seit 1997 gibt es eine Schulpartnerschaft zwischen der Gemeinde Sroda Slaska in Polen und dem Saterland. Entstanden ist sie aus der Freundschaft zwischen dem deutschen Lehrer Peter Ziegler und seinem polnischen Berufskollegen Slawek Siwerski. „Unzählige Freundschaften, Kontakte, gegenseitige Besuche und eine kommunale Partnerschaft sind daraus hervorgegangen“, schildert Miriam Kösters, Lehrerin der Haupt- und Realschule Saterland, in einer Mitteilung. Beim Austausch der Schulen im polnischen Krzyzowa trafen sich jetzt sogar schon die Kinder von einstigen Teilnehmern.

Trafen sich in Sroda Slaska: Maciek, seine Mutter Monika mit dem kleinen Bruder und Lia.
Trafen sich in Sroda Slaska: Maciek, seine Mutter Monika mit dem kleinen Bruder und Lia.

Maciek und Lia kennen sich von den Erzählungen und Fotos ihrer Mütter. An die gegenseitigen Besuche vor der Corona-Pandemie können sich die beiden 14-Jährigen nur noch schwach erinnern. Jetzt nehmen beide am Schüleraustausch zwischen Sroda Slaska und dem Saterland teil. Sie führen damit die Freundschaft ihrer beiden Mütter, Carina und Monika, weiter, die sich Ende der 90-er Jahre bei einer der ersten Begegnungen kennengelernt haben.

Interesse blieb über die Jahre gleich stark

„Auch wenn sich in den vergangenen Jahren sehr viel verändert hat in Polen und in Deutschland, so ist doch eines gleich geblieben: das Interesse aneinander“, sagt Lehrerin Renata Bielska-Korban, die gemeinsam mit der deutschen Kollegin Miriam Kösters das Treffen organisiert hat. 21 deutsche, ukrainische und russische Jugendliche aus dem Saterland lernen 20 Jugendliche aus Sroda Slaska kennen. Bereits zum zweiten Mal findet der Austausch im geschichtsträchtigen Krzyzowa statt. Auf dem ehemaligen Landgut traf sich während der NS-Diktatur die Widerstandsgruppe Kreisauer Kreis, später fand dort die legendäre Versöhnungsmesse zwischen Deutschland und Polen statt. Heute kommen dort Jugendliche aus ganz Europa zusammen.

Workshops und Spiele brachten den Teilnehmern des Schüleraustausch in Krzyzowa (Kreisau) viel Spaß. Foto: privat
Workshops und Spiele brachten den Teilnehmern des Schüleraustausch in Krzyzowa (Kreisau) viel Spaß. Foto: privat

Maciek, Lia und ihre deutschen und polnischen Freunde wissen von der Symbolik dieses Ortes nur wenig. Aber die Begriffe Völkerverständigung und europäischer Gedanke erlebten sie in Krzyzowa hautnah. Und eines ist gewiss: Sie hatten Spaß an der Begegnung. Workshops, Ausflüge, gemeinsamer Sport und gesellige Abende trugen zum gegenseitigen Kennenlernen bei, so Kösters.

Gegenbesuch ist schon terminiert

Der Gegenbesuch der polnischen Jugendlichen im Deutschland ist bereits terminiert: Im April kommenden Jahres trifft sich die gesamte Gruppe im Blockhaus Ahlhorn und vertieft ihre Freundschaft.

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