In Rhauderfehn und Westoverledingen  Zu viel Aktionismus bei Klimaschutz-Anträgen

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Ein Kommentar von Henrik Zein
| 14.07.2023 15:17 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
In der Gemeinde Westoverledingen gibt es jetzt eine Klimaschutzmanagerin. Sie soll mit der Politik und Verwaltung Konzepte erarbeiten. Archivfoto: Ammermann
In der Gemeinde Westoverledingen gibt es jetzt eine Klimaschutzmanagerin. Sie soll mit der Politik und Verwaltung Konzepte erarbeiten. Archivfoto: Ammermann
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In den politischen Gremien gab es zuletzt eine Antrags-Flut zum Klimaschutz. Das ärgerte unter anderem Westoverledingens Bürgermeister. Und das zu Recht, wie Redaktionsleiter Henrik Zein kommentiert.

Wer sich die jüngsten politischen Sitzungen in Rhauderfehn und Westoverledingen angeschaut hat, der könnte meinen, dass es kein anderes Thema mehr als den Klimaschutz gibt. Mehrere Anträge dazu wurden im Vorfeld gestellt. Das sorgte für Unverständnis bei Westoverledingens Bürgermeister Theo Douwes und beim Rhauderfehner CDU-Ratsherrn Niels Plaisir. Sie bemängelten, dass die Verwaltungen mit dem Bearbeiten der Anträge gar nicht mehr hinterherkommen. Und damit haben sie Recht,

In Westoverledingen hat vor wenigen Tagen die neue Klimaschutzmanagerin angefangen, die Gemeinden Rhauderfehn und Ostrhauderfehn suchen gemeinsam mit der Samtgemeinde Jümme unterdessen aktuell noch jemanden für diesen Posten. Warum wird nicht erst mit diesen Personen zusammengearbeitet, um dann etwas Konkretes zu entwickeln? Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass zu viel Aktionismus im Bereich Klimaschutz herrscht. Umso mehr und umso schneller soll alles sein. Doch das ist nicht der richtige Weg. Durchdachte Entscheidungen wären viel wichtiger. Und: Es gibt viele andere Themen wie Bildung, Soziales, Wirtschaft, die – so scheint es – hintenanstehen müssen. Sinnvoll kann das mit Sicherheit nicht sein.

Den Autor erreichen Sie unter h.zein@ga-online.de

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