Nächster Krimi beim Ostfriesland-Cup Großefehn sichert sich spät das Weiterkommen
Beim 4:2-Erfolg beim Ostfrieslandligisten TuS Holtriem tat sich der Bezirksligist-Vizemeister schwer. Alle Tore fielen nach der Halbzeit.
Westerholt - Viertes Spiel beim Ostfriesland-Cup und ein viertes Mal Spannung bis in die Nachspielzeit hinein: Als sich einige am Donnerstag in Westerholt schon auf ein Elfmeterschießen eingestellt hatten, bekam der SV Großefehn noch einen aus Sicht des gastgebenden TuS Holtriem strittigen Handelfmeter zugesprochen. Diesen verwandelte Sven Adam zum umjubelten 3:2 (88.). Mit dem 4:2 durch Tobias Hillers in der Nachspielzeit war das vierte Achtelfinale des hoch dotierten Fußball-Turniers endgültig zugunsten des Favoriten entschieden. Der SV Großefehn hat in der nächsten Runde erneut ein Auswärtsspiel, diesmal beim TV Bunde, der sich am Dienstag in Borssum (2:3) ebenso ins Viertelfinale gezittert hatte.
Spieldaten
Holtriem: Eilers; Boden (84. L. Janßen), Wübbenhorst, Miller, Sjuts, Rinjes, T. Lettau, Frerichs (89. Til), M. Lettau (69. M. Janßen), Lueken, Schmittendorf.
Großefehn: Kuhlmann; Janssen (73. Buschmann), Koning, Flessner, Geis (76. Booms), Aden, Martens, Hillers, Gerdes (46. Neemann), Adam, Tope (41. Meyerhoff).
Tore: 0:1 Geis (49.), 0:2 Martens (52.), 1:2/2:2 T. Lettau (54./68.), 2:3 Adam (Handelfmeter, 88.), 2:4 Hillers (90. +2).
Vor rund 150 Zuschauern begann der klassenhöhere SV Großefehn in Westerholt druckvoller. Die ersten Chancen blieben jedoch ungenutzt. Ein Schuss von Tobias Hillers klatschte an den Pfosten (15.). Sein Mitspieler Alexander Geis hatte zwei Minuten später Holtriems Keeper Steffen Eilers eigentlich schon umspielt, jedoch kam dieser beim Abschluss doch noch rechtzeitig mit den Händen an den Ball. Kurz vor der Pause war dann der Ostfrieslandligist etwas gefährlicher als der Bezirksliga-Vizemeister. Thorsten Lettau hatte die größte Möglichkeit, als er knapp am Tor vorbei köpfte.
Lettau-Doppelpack reicht nicht
Die Treffer sollten allesamt nach dem Seitenwechsel fallen. Per Doppelschlag in der 49. und 52. Minute gingen die Gäste mit 2:0 in Führung. Erst traf Geis, nachdem er TuS-Torwart Eilers erneut umlaufen hatte, dann ließ Lennard Martens Eilers keine Chance. Zuvor hatte er zwei Gegenspieler ausgespielt. Entschieden war die Partie damit aber noch lange nicht. Prompt gelang Holtriems Torjäger Thorsten Lettau der Anschlusstreffer. Er brauchte nach einem Lattenschuss nur noch einzuschieben (54.). Per Schuss mit der Fußspitze erzielte Lettau auch das 2:2 (68.). Kurz vor Schluss bekam Großefehn einen Elfmeter zugesprochen, als einem Holtriemer der Ball im Fallen an den Arm gesprungen war. Sven Adam verwandelte zum 3:2 für Großefehn, Hillers beendete mit einem 25-Meter-Schuss alle Zweifel am Weiterkommen des SVG.
„Es ist sehr bitter, so spät und dann auch noch durch solch einen Elfmeter zu verlieren“, sagte Holtriems Trainer Mario Friedrichs. Dennoch sei er „sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft“. Der Coach des Sieger-Teams, Bi Le Tran, war das nicht: „Wir haben uns das anders vorgestellt, haben noch einiges aufzuarbeiten. Heute mussten wir bis an unsere Grenzen gehen.“
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