Straßen im Saterland Endausbau der Möhlenschleede in Hollen sorgt für Diskussionen
In Ramsloh-Hollen werden ein Teilabschnitt der Raiffeisenstraße sowie der Möhlenschleede erschlossen. Beide Gemeindestraßen waren bisher nur als Baustraße hergestellt worden.
Ramsloh - Die zu Ramsloh gehörende Bauernschaft Hollen ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Eine dichte Wohnbebauung zwischen den Straßen Möhlenschleede und Raiffeisenstraße sowie der Neubau einer Kindertagesstätte mit dem Kindergarten Seelterfoakse und der Kinderkrippe Litjet Haat an der Möhlenschleede führen zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen. Darauf reagiert die Gemeinde Saterland nun: Die Gemeindestraßen Möhlenschleede und ein Teilabschnitt der Raiffeisenstraße werden ausgebaut.
Sie waren seit Jahrzehnten lediglich als Baustraßen hergestellt und bisher nicht im rechtlichen Sinne einer Ersterschließung endausgebaut worden, teilte dazu Bürgermeister Thomas Otto mit. Auf die Anlieger der Möhlenschleede kommen nun hohe Kosten zu. Sie wurden am vergangenen Dienstagabend im Rathaus in Ramsloh über die geplante Maßnahme informiert. Es gab reichlich Diskussionen, sagte Bürgermeister Thomas Otto auf Anfrage. Das dürfte sich an diesem Montagabend, 18.30 Uhr, in der Einwohnerfragestunde während der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Verkehrswesen, Fremdenverkehr und Digitalisierung im Rathaus wiederholen. Dort ist der Ausbau Thema.
90 Prozent der Kosten tragen die Anlieger
Die Anlieger des auszubauenden Abschnittes an der Raiffeisenstraße seien nicht beitragspflichtig, da diese Flächen über die Straßen Fännes Hachte und Fännes Skleede bereits voll erschlossen sind. Sie haben mit dem Grundstückspreis bereits die Erschließungskosten bezahlt.
Wie hoch die Kosten sind, könne erst nach Ende der Ausschreibung genau beziffert werden, so Otto. Im Haushalt ist ein kalkulierter Ansatz in Höhe von 1.550.000 Euro bereitgestellt worden. Da es sich um eine beitragspflichtige Erschließungsmaßnahme handelt, tragen die Anlieger 90 Prozent des beitragsfähigen Erschließungsaufwandes, wobei nur 50 Prozent der Kosten für den Regenwasserkanal berücksichtigt werden.