Im Alter von 70 Jahren  Idafehner Modehaus-Besitzer Wolfgang Schmidt ist gestorben

| | 12.05.2023 06:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Inhaber des Modehauses in Idafehn, Wolfgang Schmidt, ist am Mittwoch im Alter von 70 Jahren gestorben. Foto: privat
Der Inhaber des Modehauses in Idafehn, Wolfgang Schmidt, ist am Mittwoch im Alter von 70 Jahren gestorben. Foto: privat
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Der Unternehmer starb nach kurzer, schwerer Krankheit. Sein jahrzehntelanger Einsatz galt seinem Modegeschäft und der Vergrößerung des Ida-Centers. Ein Nachruf.

Idafehn - Der Idafehner Modehaus-Unternehmer Wolfgang Schmidt ist am Mittwoch nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren gestorben. Er hatte in dritter Generation viele Jahrzehnte lang den gleichnamigen Familienbetrieb geführt und zudem die Ansiedlung von mehreren weiteren Geschäften beim Ida-Center vorangetrieben. Schmidt hatte das Modehaus, das an der Bundesstraße 438 liegt, im Jahr 1980 übernommen und bis zuletzt gemeinsam mit seinem Sohn David geführt. Wolfgang Schmidt hinterlässt drei Söhne, eine Tochter und insgesamt sieben Enkelkinder.

Die Ursprünge des Unternehmens liegen im Oktober 1929. Damals hatten Mena und Dirk Schmidt, die Großeltern von Wolfgang Schmidt, auf rund 20 Quadratmetern ein Kolonialwarengeschäft in Idafehn eröffnet. Im Haus waren schon damals, als kleines Center, die Raiffeisenbank Idafehn und der Friseur Schwarzenburg mit untergebracht. Dirk Schmidt war Rendant der Raiffeisenbank, seine Frau Mena die Chefin im Einzelhandel.

Wanderjahre im In- und Ausland

In den 50er-Jahren änderte man das Konzept des Unternehmens und spezialisierte sich fortan auf Textilien und Schuhe. Damit wurde der Grundstein gelegt für das heutige Modehaus und Schuh-Center. Die Firma übernahmen unterdessen die Kinder des Gründer-Ehepaares: Bernhard Schmidt und dessen Schwester Eliese Richter. Wolfgang Schmidt wiederum führte den Betrieb dann ab 1980 weiter. Nach Wanderjahren im In- und Ausland sowie einem Wirtschaftsstudium baute er fortan mit seiner Frau Elke dann das Ida-Center mit vielen Partnern aus.

In einem Bericht im General-Anzeiger im August 2011 sagte Wolfgang Schmidt: „Es war immer mein Ziel, hier einen Marktplatz zu schaffen: In der Mitte 500 Parkplätze und drumherum Fachgeschäfte, Fachmärkte und Dienstleister mit allen Angeboten für das tägliche Leben.“

Dieses Schild zeigt: Im Ida-Center sind viele Geschäfte angesiedelt. Archivfoto: Zein
Dieses Schild zeigt: Im Ida-Center sind viele Geschäfte angesiedelt. Archivfoto: Zein

Immer mehr Geschäfte angesiedelt

Diesen Wunsch hatte er sich nach und nach erfüllt. Mittlerweile stieg die Anzahl der Geschäfte kontinuierlich an. Auf dem großen Gelände befinden sich unter anderem der Discounter Lidl, der Tedi-Markt und die Bäckerei Hoppmann. Aber auch eine Apotheke und das Hausärztezentrum Idafehn sind dort angesiedelt.

Ostrhauderfehns Bürgermeister Günter Harders führte in den vergangenen Jahren viele Gespräche mit Wolfgang Schmidt. Der Verwaltungschef erinnert sich daran: „Ich habe ihn bereits vor vielen Jahren kennengelernt, als ich noch die Veranstaltungen in Ostrhauderfehn, darunter auch das Straßenfest, organisiert habe. Das Ida-Center spielte dabei eine sehr wichtige Rolle, und Wolfgang Schmidt war mein erster Ansprech- und Verhandlungspartner. Aber auch in meiner Funktion als Bürgermeister hatte ich viel mit ihm zu tun, wenn es um die Zukunft der Ortsmitte Idafehns ging. Er vertrat seine Meinung mit Vehemenz, insbesondere wenn die Neuansiedlung weiterer Betriebe in Idafehn oder die weitere Entwicklung seines Modehauses diskutiert wurden.“

„Als Einkaufsort gut entwickelt“

Die Verhandlungen seien teilweise mühsam und die Zusammenarbeit manches Mal herausfordernd gewesen. „Letztlich konnten jedoch auch viele gute Ideen umgesetzt werden. Es hat mir große Freude bereitet, mit Wolfgang Schmidt zusammen viele gute Dinge auf den Weg zu bringen. Er hat einen erheblichen Anteil daran, dass sich Idafehn als Einkaufsort so gut entwickeln konnte. Dafür gebührt ihm Dank und Anerkennung“, betont Harders. Bekannt ist das Modehaus von Wolfgang Schmidt auch für spezielle Warenangebote. So werden in dem Laden beispielsweise Anzüge für Schützen verkauft.

Im Jahr 2016 hatte Wolfgang Schmidt Unterstützung in der Geschäftsführung bekommen und seinen Sohn David als weiteren Geschäftsführer einberufen. David Schmidt erklärt: „Wir haben zurzeit 40 Mitarbeiter auf einer Verkaufsfläche von 4000 Quadratmetern.“ Auch Davids Bruder Dennis ist im Modehaus angestellt. Die beiden anderen Geschwister leben nicht mehr in dieser Region: Dustin Schmidt arbeitet in einer Bank in Hamburg, Nina Froböse ist niedergelassene Ärztin in Süddeutschland.

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