Neustart für Präventionsrat Die Fehntjer starten mit brandaktuellem Thema „ChatGPT“
Die Rhauderfehner können im Rathaus den Vorstand des Gremiums wählen. Außerdem können sie die künstlichen Intelligenz kennenlernen, die seit Jahresbeginn Furore macht.
Rhauderfehn - Diesen Text hat ein echter Mensch geschrieben, der für die Zeitung arbeitet. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Aber können wir sicher sein? Die Künstliche Intelligenz ChatGPT schreibt immerhin auch Hausaufgaben für Schüler und Studenten, Songtexte und führt „Unterhaltungen“ zu jedem Thema, das der Nutzer anspricht. Wer es nicht besser weiß, könnte meinen, am anderen Ende der Datenleitung, sitzt ein Mensch. Die Technik macht seit wenigen Monaten Furore und ist nicht ohne: Lehrer, Polizisten, Experten warnen vor Risiken. Die, aber auch die Chancen sind Thema einer Veranstaltung in Rhauderfehn.
Der Präventionsrat Rhauderfehn hat dazu Jens Wiemken, Medienpädagoge aus Vechta, eingeladen. Er wird am Dienstag, 16. Mai, im Rathaussaal in Rhauderfehn zu Gast sein. Um 19 Uhr beginnt die Veranstaltung, auf der sich der Rhauderfehner Präventionsrat auch neu aufstellen möchte. Heißt: Es wird ein neuer Vorstand gewählt.
Interessierte können mitarbeiten
„Durch Corona ist die Arbeit eingeschlafen. Das wird also quasi ein Neustart“, sagt Nico Bergmann, Präventionskraft der Gemeinde. Neben ihm sitzen auch Tim Kempen, Schulsozialarbeiter der Erich-Kästner-Schule, und Melanie Gornitzka, Leiterin der Rhauderfehner Polizeidienststelle, in dem Gremium. Außerdem sind Bürgermeister Geert Müller und Vertreter des Jugendrings, der Kirchen und des Seniorenbeirats dabei. Neu ins Boot holen möchte Bergmann einen Vertreter der Kindergärten. Außerdem ist Platz für Vertreter von Vereinen oder sozialen Einrichtungen sowie engagierte Privatleute. „Bis jetzt hat das Gremium acht Plätze, es können aber auch mehr sein. Außerdem werden, je nach Thema, Arbeitsgruppen gebildet, in denen sich Interessierte auch so einbringen können“, so Bergmann.
Wer sich zur Wahl stellen oder einfach so mitmachen möchte, kann sich gerne im Vorfeld bei Nico Bergmann im Rathaus melden oder direkt zur Veranstaltung kommen. Wahlberechtigt sind alle Anwesenden.
Jugendliche auf dem Fehn nutzen die KI schon
Ob Verkehr, Drogen, Kriminalität oder Sozialkompetenzen: Der Präventionsrat sieht es als Aufgabe an, gesellschaftliche Probleme und Fehlentwicklungen zu erkennen und Lösungen zu suchen. Mit dem ChatGPT-Vortrag sei man aktuell wie nie. „Das Thema ist erst in diesem Jahr aufgetaucht“, sagt Tim Kempen. Er weiß aber aus dem Schulalltag, dass die KI mit ihren Möglichkeiten bei den Schüler bereits Thema ist. Nico Bergmann bestätigt: „Im Jugendcafé hören wir mittlerweile von Jugendlichen, dass sie ChatGPT für die Schule nutzen.“
Melanie Gornitzka von der Rhauderfehner Polizei denkt, dass Chatbots wie ChatGPT und Bildbearbeitungstools, die täuschend echte Bildfälschungen erstellen können, künftig noch ein großes Problem werden. „Vielen macht das Angst“, sagt Nico Bergmann. Am 16. Mai können alle, die möchten, sich anschauen und ausprobieren, was die KI tatsächlich kann. „Denn man sollte so gut informiert wie möglich in die Zukunft gehen. Und neben den Warnungen gibt es an dem Abend, denke ich, auch die ein oder andere Info, die Hoffnung macht.“
ChatGPT im Test
Die Redaktion hat die KI ChatGPT gefragt: „Kannst Du mir etwas sagen über die Gefahren durch ChatGPT?“
ChatGPT antwortete:
In Bezug auf die von ChatGPT ausgehenden Gefahren gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:
Datensicherheit: ChatGPT ist ein Online-Service, der möglicherweise personenbezogene Daten sammelt und speichert. Daher sollten Benutzer sicherstellen, dass ihre persönlichen Informationen sicher und geschützt sind und dass sie sich an bewährte Datenschutzpraktiken halten.
Fehlinformationen: ChatGPT generiert Text auf der Grundlage von Mustern in seinen Trainingsdaten. Wenn diese Daten falsch oder ungenau sind, kann dies zu fehlerhaften oder irreführenden Antworten führen.
Unangemessener Inhalt: ChatGPT kann möglicherweise unangemessene oder beleidigende Inhalte generieren, wenn es entsprechende Daten in seinen Trainingsdaten findet. Daher ist es wichtig, bei der Verwendung von ChatGPT vorsichtig und respektvoll zu sein.
Abhängigkeit: Es besteht das Risiko, dass Nutzer von ChatGPT abhängig werden und sich zu sehr auf den Service verlassen, anstatt eigene Recherchen durchzuführen oder eigene Schlussfolgerungen zu ziehen.
Bias: ChatGPT basiert auf Machine-Learning-Algorithmen und kann daher möglicherweise bestimmte Vorurteile und Voreingenommenheiten aufweisen, die in den Trainingsdaten enthalten sind.
Es ist wichtig zu betonen, dass die meisten dieser Gefahren nicht spezifisch für ChatGPT sind, sondern im Allgemeinen für die Verwendung von Online-Diensten gelten. Benutzer sollten sich über die potenziellen Risiken im Klaren sein und sicherstellen, dass sie verantwortungsbewusst und sicher mit Online-Diensten umgehen.