Eckentor inklusive Larrelt gewinnt das Zwölf-Tore-Spektakel gegen Bunde
Da rappelte es richtig im Fußball-Bezirksliga-Spiel in Larrelt. Nach dem 7:5 gegen Bunde schilderten die Trainer beider Teams eine Menge Freud und Leid.
Larrelt - Bei Fußballspielen mit Beteiligung der Sportfreunde Larrelt oder des TV Bunde fallen gerne mal eine Menge Tore. So ist es nicht überraschend, dass sich die Teams im direkten Bezirksliga-Aufeinandertreffen am Sonnabend ein echtes Spektakel lieferten. Und was für eines! Nach dem Larrelter 7:5 waren die Trainer beider Teams ein wenig baff.
„Wahnsinn“, sagte TV-Coach Matthias Schmidt und machte eine Atempause. „Du meinst, du hast schon fast alles im Fußball erlebt und dann passiert dieses in Larrelt.“ Auch dem Trainer der „Torfreunde“ Larrelt, Marten Sandmann, fehlten etwas die Worte. „Bei uns fallen ja oft Tore. Ein 4:4 oder 5:5 ist bei uns schon dabei gewesen, aber zwölf Tore? Daran kann ich mich, abgesehen von Freundschaftsspielen, nicht erinnern. Wenn wir in der 90. Minute noch das 7:6 bekommen hätten, hätte ich mich auch über ein 7:7 nicht mehr gewundert. Die Chance dazu war da“
Larrelt - Bunde 7:5 (3:3)
Tore: 0:1 Girod (9.), 1:1/2:1 Mammen (13./22.), 2:2 Kappernagel (29.), 2:3 E. Schmidt (44.), 3:3 A. Krzatala (45.), 4:3 Boekholder (49.), 5:3/6:3 A. Krzatala (53./54.), 7:3 Tierbach (59.), 7:4 E. Schmidt (Foulelfmeter, 68.), 7:5 Wirtjes (84.).
Kapitäne eröffnen den Torreigen
Beide Trainer machen keinen Hehl daraus, dass ihnen die Offensivabteilungen ihrer Teams eine Menge Spaß bereitet haben. Doch das Verteidigen passte ihnen teils nicht, vor allem Matthias Schmidt wurde deutlich: „Bei fünf Gegentoren haben wir es Larrelt viel zu einfach gemacht. Sieben Stück zu kriegen, darf niemals passieren.“ SF-Coach Marten Sandmann war verwundert über die sehr hoch stehende Bunde-Abwehr. „In der zweiten Halbzeit haben wir drei Tore über dasselbe Muster gemacht und rechts den Ball auf Nils Boekholder durchgesteckt. Den einen macht er selber, die anderen legt er auf André Krzatala quer.“ Es waren die Tore zum 4:3 bis 6:3 zwischen der 49. und 54. Minute, die Marten Sandmann da schilderte. Zuvor waren es aber die Gäste, die stärker aufgespielt hatten.
Die Kapitäne eröffneten den Torreigen in Larrelt. Bundes Thomas Girod verwertete einen Abpraller von der Latte in der neunten Minute, ehe Torsten Mammen jeweils nach Steckpässen den Rückstand in eine 2:1-Führung umwandelte. Die hielt aber nicht lange. Nach Toren von Lukas Kappernagel und Eike Schmidt führte plötzlich wieder der TV. Per direkt verwandelter Ecke sorgte André Krzatala - der für solche Tore bekannt ist - für das 3:3. So hatte es im Hinspiel nach 90 Minuten gestanden, diesmal zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel schmiss Larrelt über den flinken Nils Boekholder den Turbo an und stellte auf 6:3. Viktor Tierbach erzielte per Kopf sogar das 7:3 in der 59. Minute. Der Vorjahresmeister steckte aber nicht auf, Schluss war noch lange nicht. Per Elfmeter schnürte auch Eike Schmidt den Doppelpack, Volker Wirtjes machte es mit dem 7:5 in der 84. Minute wieder spannend. Lukas Kappernagel besaß noch die Möglichkeit zum 7:6, schoss aber am Larrelter Tor vorbei. So blieb es beim 7:5-Sieg der Gastgeber. „Das tut nach dem schlechten Osterwochenende mit zwei Niederlagen echt gut. Da waren richtig geile Phasen bei“, lobte Marten Sandmann seine SF-Mannschaft.