Landkreis Cloppenburg Polizei kontrolliert in dieser Woche die Geschwindigkeit
Nicht angepasste beziehungsweise überhöhte Geschwindigkeit gehört weiterhin zu den Hauptunfallursachen für schwere Verkehrsunfälle. Darum gibt es nun Tempokontrollwoche.
Landkreis Cloppenburg - Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta hat in der vergangenen Woche bei einer Schwerpunktkontrolle zahlreiche Verstöße festgestellt. Dabei sei es vorrangig um die „gegenseitige Rücksichtnahme“ gegangen. Nach der länderübergreifenden Kontrollwoche folgt eine eigens initiierte Geschwindigkeitsmesswoche. Die hat am Montag begonnen.
Hintergrund dieser Aktion: „Nicht angepasste beziehungsweise überhöhte Geschwindigkeit gehört weiterhin zu den Hauptunfallursachen für schwere Verkehrsunfälle, welche mitunter auch tödlich enden können“, teilte die Pressestelle der Polizei mit.
2021 lag bei insgesamt 293 Verkehrsunfällen in den Landkreisen Cloppenburg und Vechta eine nicht angepasste Geschwindigkeit zugrunde. Zahlen für 2022 liegen noch nicht vor. Insgesamt kamen 2021 nach Angaben der Polizei dabei 96 Unfallbeteiligte durch Verkehrsunfälle aufgrund überhöhter Geschwindigkeit zu Schaden. Sechs Personen starben, 24 wurden schwer- und 66 leicht verletzt. Dieses entspricht einem Gesamtanteil von 32,76 Prozent.
Daher werde die Polizei im Rahmen der Verkehrsüberwachung in dieser Woche inspektionsweit ein Augenmerk auf die Geschwindigkeit legen.
Viele Verstöße statt „gegenseitige Rücksichtnahme“
Bei der Verkehrskontrolle mit Blick auf die „gegenseitige Rücksichtnahme“ in der vergangenen Woche waren die Ergebnisse bedenklich. Kontrolliert worden war am Donnerstag in der Stadt Cloppenburg sowie in den angrenzenden Gemeinden. Dabei hielten sich nicht nur Autofahrer, sondern auch Radfahrer nicht an die Regeln. Insgesamt wurden zusammengefasst 246 Verstöße durch die Polizeibeamten in der gesamten Woche festgestellt. Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnungen wurden nach Polizeiangaben bei 58 Fahrradfahrern, 47 Autofahrern, zwei E-Scooter-Fahrern und einem Kleinkraftradfahrer festgestellt worden. Es wurden 42 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt, 74 Mal wurde das Mobiltelefon genutzt, 49 Gurtverstöße wurden registriert, fünf Verkehrsteilnehmer standen unter dem Einfluss von Drogen, einer unter Alkoholeinfluss. Es gab fünf Rotlichtverstöße, vier Verstöße gegen die Pflichtversicherung. In acht Fällen war die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erloschen.
„Kontrollen sind notwendig“
Polizeidirektor Walter Sieveke von der Polizeidirektion Cloppenburg/Vechta äußerte sich in der Mitteilung zufrieden mit den Ergebnissen der
Kontrollwoche: „Diese Schwerpunktkontrollen sind ein geeignetes Mittel, Verkehrsteilnehmende immer wieder zu sensibilisieren und auf Gefahren aufmerksam zu machen. Und auch die Ergebnisse zeigen, dass diese Kontrollen leider immer wieder notwendig sind.“